Loperamid + Simeticon

Allgemeines

Die Kombination dient der Behandlung des akuten Durchfalls, wenn gleichzeitig auch Bauchkrämpfe, ein geblähter Bauch und Blähungen auftreten.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Darmaktivität verlangsamen
  • Wiederaufnahme von Salzen und Wasser aus dem Darm fördern
  • Gasblasen auflösen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Loperamid + Simeticon im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Loperamid + Simeticon nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht eingenommen werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Loperamid oder Simeticon
  • hohem Fieber (über 38 Grad) oder blutigem Stuhl
  • akuten Schüben einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie beispielsweise Morbus Crohn
  • schweren Durchfällen, die nach der Einnahme von Antibiotika auftreten
  • Verstopfung und aufgetriebenem Bauch.
Haben die Patienten AIDS oder Lebererkrankungen, darf die Kombination nur mit besonderer Vorsicht und nach Befragen eines Arztes angewendet werden.

Bei anhaltenden Beschwerden oder gar Verschlimmerung ist ebenfalls sofort ein Arzt zu befragen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte die Kombination nicht angewendet werden. In jedem Fall ist bei Schwangerschaft vor der Einnahme ein Arzt zu befragen.

Loperamid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Daher sollte die Kombination in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter zwölf Jahren dürfen nicht mit der Kombination behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen können Loperamid + Simeticon haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Loperamid + Simeticon. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Übelkeit, Geschmacksstörungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Schläfrigkeit, Verstopfung, Hautausschlag.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Erbrechen, Verdauungsstörungen, Darmverschluss, Blähungen, Schwindelgefühl, Bewusstlosigkeit, Bewusstseinsstörung.

Besonderheiten:
Bei Auftreten folgender Beschwerden sollte die Therapie sofort abgebrochen werden: Allergische Reaktionen einschließlich Gesichtsschwellungen, Schluckbeschwerden, ungeklärte Kurzatmigkeit und Keuchen, die von Hautausschlag oder Nesselsucht begleitet sein können.

Kommt es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen, zu Bauchschmerzen, geblähtem Bauch oder schwerer Verstopfung ist ebenfalls ein Arzt zu befragen.

Bei Missbrauch oder Überdosierung kann es zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen kommen.

Welche Wechselwirkungen zeigen Loperamid + Simeticon?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Anwendung von Loperamid mit Substanzen, die dessen Abbau im Körper behindern, kann zu schweren Herzrhythmusstörungen führen. Zu den bedenklichen Wirkstoffen gehören das Antiarrhythmikum Chinidin, die Magenmittel CimetidinRanitidin, die Makrolid-Antibiotika Clarithromycin und Erythromycin, der Blutfettsenker Gemfibrozil, die Pilzmittel Itraconazol und Ketoconazol, das Malaria-Mittel Chinin und das virenhemmende Mittel Ritonavir.

Seinerseits kann Loperamid die Blutkonzentration des Cholesterinsenkers Gemfibrozil steigern.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Kommt es zu allergischen Reaktionen wie Gesichtsschwellungen, Schluckbeschwerden, ungeklärter Kurzatmigkeit und Keuchen, die von Hautausschlag oder Nesselsucht begleitet sind, muss die Behandlung mit dem Medikament abgebrochen werden.
  • Bei anhaltenden Beschwerden oder gar Verschlimmerung ist sofort ein Arzt zu befragen.
  • Kommt es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen, zu Bauchschmerzen, geblähtem Bauch oder Schwerer Verstopfung, ist ein Arzt zu befragen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Loperamid + Simeticon?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Loperamid + Simeticon enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Tabletten

So wirkt Loperamid + Simeticon

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Loperamid + Simeticon. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher die Wirkstoffkombination Loperamid + Simeticon gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Loperamid + Simeticon

Die Kombination dient der Behandlung des akuten Durchfalls, wenn gleichzeitig auch Bauchkrämpfe, ein geblähter Bauch und Blähungen auftreten.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Loperamid + Simeticon sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Loperamid + Simeticon

Die Kombination enthält zwei Wirkstoffe, deren Effekte sich ergänzen:
Loperamid stoppt den Durchfall, indem es die übersteigerte Darmaktivität verlangsamt. Zusätzlich fördert es die Wiederaufnahme von Salzen und Wasser aus dem Darm. Das entzieht dem Stuhl Feuchtigkeit und lässt ihn weniger flüssig werden.

Blähungen und Bauchschmerzen werden durch Gase verursacht, die als stabiler Schaum im Verdauungstrakt festsitzen. Simeticon wirkt genau gegenteilig wie ein Spülmittel: Indem es nicht die Oberflächenspannung von Wasser senkt und damit Schaum bildet, sondern die Wasseroberfläche stabilisiert, hat es eine schaumzerstörende und schaumverhütende Wirkung. Die Schaumbildung wird verhindert und schon vorhandene Schäume zerfallen, sodass die rasch freigesetzten Gase wieder in den Körper aufgenommen oder über den After ausgeschieden werden können. Die Schaumzerstörung erfolgt durch Flüssigkeitsabzug aus den Schaumbläschen bis zum Zerreißen der Bläschenhaut. Simeticon selbst ist eine Silikon-Verbindung, die unempfindlich gegen die Einwirkungen der Verdauungssäfte ist. Daher wirkt sie auch nur auf rein physikalische Weise.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.