Fluocinonid + Lidocain

Allgemeines

Die Wirkstoffkombination aus Fluocinonid und Lidocain dient der örtlichen Behandlung von Erkrankungen im Bereich des Afters. Dazu gehören Entzündungen des Mastdarms (Proktitis), Ekzeme im Bereich des Afters, entzündliche Hämorrhoiden oder Risse in der Afterschleimhaut (Analfissuren).

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Entzündungen der Haut hemmen
  • Schmerzen und Juckreiz bei Hautentzündungen im Analbereich lindern
  • Schmerzen und Juckreiz bei Hämorrhoiden lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Fluocinonid + Lidocain im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Fluocinonid + Lidocain nicht verwendet werden?

Ist eine Unverträglichkeit gegen Fluocinonid oder Lidocain bekannt, darf die Wirkstoffkombination nicht angewendet werden.

Die Wirkstoffkombination darf nicht eingesetzt werden, wenn die Hauterkrankung durch Bakterien (beispielseise Tuberkulose oder Syphilis), Viren oder Pilze verursacht wird.

Sie darf nicht auf offene Wunden und eitrige Entzündungen aufgetragen werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel, sollten Arzneimittel mit dieser Wirkstoffkombination nur nach Rücksprache mit dem Arzt und nur für möglichst kurze Zeit angewendet werden.

Die Wirkstoffe treten in die Muttermilch über. Wenn in der Stillzeit eine Langzeitanwendung notwendig ist, sollte zuvor abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Aufnahme von Fluocinonid durch die Haut möglich. Bei mehrwöchiger Behandlung kann daher eine Beeinträchtigung von Wachstums- und Entwicklungsprozessen nicht ausgeschlossen werden. Der erwartete Nutzen einer Anwendung des Wirkstoffs ist gegen das Risiko sorgfältig von einem Arzt abzuwägen.

Welche Nebenwirkungen können Fluocinonid + Lidocain haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Fluocinonid + Lidocain. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen:
Reizung der Haut, Brennen, Juckreiz und Trockenheit, Verdünnung (Atrophie) und Aufweichen der Haut bei Langzeitanwendung mit gesteigertem Risiko für Infektionen.

Seltene unerwünschte Wirkungen:
Streifenbildung der Haut, Erweiterung von Hautäderchen (Teleangiektasien), punktförmige Hautblutungen (Purpura), Abnahme der Hautpigmentierung, Haarwurzelentzündung (Follikulitis), vermehrter und verstärkter Haarwuchs (Hypertrichosis).

Welche Wechselwirkungen zeigen Fluocinonid + Lidocain?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bislang sind keine Wechselwirkungen der Kombination bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Eine großflächige Anwendung salbenartiger Darreichungsformen des Medikaments kann durch Aufnahme der Wirkstoffe in den Körper zu vermehrten Nebenwirkungen führen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Fluocinonid + Lidocain?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Fluocinonid + Lidocain enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Salbe, Zäpfchen (Suppositorium)
Zäpfchen (Suppositorien)

So wirkt Fluocinonid + Lidocain

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Fluocinonid + Lidocain. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Mittel gegen Juckreiz, zu welcher die Wirkstoffkombination Fluocinonid + Lidocain gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Fluocinonid + Lidocain

Die Wirkstoffkombination aus Fluocinonid und Lidocain dient der örtlichen Behandlung von Erkrankungen im Bereich des Afters. Dazu gehören Entzündungen des Mastdarms (Proktitis), Ekzeme im Bereich des Afters, entzündliche Hämorrhoiden oder Risse in der Afterschleimhaut (Analfissuren).

Medikamente mit dieser Wirkstoffkombination werden in Form von Salben, Cremes oder Zäpfchen eingesetzt (topische Anwendung). Sie lindern Entzündungssymptome und stillen Schmerz und Juckreiz.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fluocinonid + Lidocain sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Fluocinonid + Lidocain

Fluocinonid ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Glukokortikoide. Es ähnelt in seinen Eigenschaften den Hormonen der Nebennierenrinde (zum Beispiel Cortisol), wird aber synthetisch hergestellt.

Der Wirkstoff zählt zu den mittelstark bis stark wirksamen Glukokortikoiden. Er wird nur örtlich zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt.

Die Aktivität bestimmter Abwehrzellen des Immunsystems wird durch den Wirkstoff gedämpft. Auf diese Weise verringert er typische Symptome entzündlicher Reaktionen: Hauterscheinungen wie Quaddeln, Schwellung, Rötung und Juckreiz gehen zurück.

Lidocain dient als Mittel zur örtlichen Betäubung, weil es die Weiterleitung von Empfindungen wie Druck, Schmerz und Wärme in sensiblen Nervenfasern blockiert. Es wird verwendet, um eine Körperregion vorübergehend zu betäuben.

Die beiden Wirkstoffe ergänzen sich in ihrer Wirkung und lindern die typischen Beschwerden durch entzündliche Hauterscheinungen in der Afterregion.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.