Benzylbenzoat

Allgemeines

Benzylbenzoat bekämpft die Krätze (Scabies), eine stark juckende, nicht allergische Hauterkrankung. Es wird äußerlich auf die Haut aufgetragen und tötet dort zuverlässig die Krankheit verursachenden Krätzmilben ab.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Krätzmilben abtöten.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Benzylbenzoat im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Benzylbenzoat nicht verwendet werden?

Benzylbenzoat darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Benzylbenzoat, Benzoesäure und Benzylalkohol.

Bei nässenden Entzündungen und Hautausschlägen oder stark entzündeter Haut sowie auf offenen Wunden darf Benzylbenzoat nicht angewendet werden.

Es sollte bei der Anwendung darauf geachtet werden, dass die Augen und Schleimhäute (Nase, Mund, Scheide, Darm) nicht in Kontakt mit Benzylbenzoat kommen. Sollte Benzylbenzoat versehentlich ins Auge gelangen, muss gründlich mit Wasser ausgespült werden.

Benzylbenzoat darf nicht eingenommen oder eingeatmet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nur in begründeten Ausnahmefällen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Es ergab sich allerdings bisher weder bei Menschen noch im Tierversuch der Verdacht einer Schädigung des Ungeborenen.

Während der Behandlung mit Benzylbenzoat sollte nicht gestillt werden, sondern abgepumpt und die Milch verworfen werden. Es besteht der Verdacht, dass Benzylbenzoat in die Milch übergeht. Anschließend an die Behandlung kann wieder gestillt werden. Keinesfalls darf jedoch der Säugling mit behandelten Körperstellen in Kontakt kommen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Benzylbenzoat kann in einer Konzentration von 10 Prozent bei Kindern ab sechs Jahren eingesetzt werden.

Neugeborene, insbesondere unreife Neugeborene, und Säuglinge dürfen keinesfalls mit Benzylbenzoat behandelt werden aufgrund der schweren, zum Teil tödlichen Nebenwirkungen (so genanntes Gasping-Syndrom). Kinder ab einem Jahr mit gesunder Haut dürfen unter ärztlicher Kontrolle mit Benzylbenzoat behandelt werden.

Kinder mit großflächigen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Ekzemem dürfen nicht mit Benzylbenzoat behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen kann Benzylbenzoat haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Benzylbenzoat. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Hautreizungen; Schleimhautreizung; Juckreiz (postscabiöses Ekzem); Überempfindlichkeitsreaktionen; Unwohlsein; Nesselsucht (Urtikaria); Gefäßödeme (Angioödem); Hautentzündungen (Kontaktdermatitis).

Welche Wechselwirkungen zeigt Benzylbenzoat?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Während der Behandlung ist Sonnenlicht zu meiden, da die Haut unter Umständen lichtempfindlicher werden kann.
  • Bei Kindern darauf achten, dass sie das Arzneimittel nicht ablecken können.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Benzylbenzoat?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Benzylbenzoat enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Benzylbenzoat

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Benzylbenzoat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Hautmittel gegen Insekten, zu welcher der Wirkstoff Benzylbenzoat gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Benzylbenzoat

Benzylbenzoat bekämpft die Krätze (Scabies), eine stark juckende, nicht allergische Hauterkrankung. Es wird äußerlich auf die Haut aufgetragen und tötet dort zuverlässig die Krankheit verursachenden Krätzmilben ab.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Benzylbenzoat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Benzylbenzoat

Benzylbenzoat gehört zu den Mitteln gegen Läuse, Milben und Flöhe. Dieses so genannte Milben tötende Mittel (Akarizid) wirkt zuverlässig gegen Milben und deren Gelege (die Eier).

Der Stoff Benzylbenzoat kommt in der Natur in der Rinde des Zimtbaums sowie im Perubalsam vor, jedoch nur in geringer Menge. Zur Anwendung gegen die Krätzmilben wird es in Konzentrationen von 10 Prozent bei Kindern und 25 Prozent bei Erwachsenen eingesetzt.

Benzylbenzoat ist im Vergleich zu anderen Mitteln gegen Läuse, Milben und Flöhe recht wenig giftig und für Menschen gut verträglich.

Neben der Anwendung direkt auf der befallenen Haut bei Krätze wird Benzylbenzoat auch bei Polstermöbeln, Teppichen, Matratzen und Textilien angewendet, zum Beispiel, wenn diese mit Hausstaubmilben befallen sind. Die Wirkung hier ist allerdings umstritten, da Benzylbenzoat vor allem bei Matratzen und Polstermöbeln nicht tief genug eindringt, um den Milben alle Rückzugsmöglichkeiten zu nehmen.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.