Antiscabiosum 10 % für Kinder

Hersteller: Strathmann AG & Co.
Wirkstoff: Benzylbenzoat
Darreichnungsform: Emulsion
Rezeptfrei

Wirkung

Antiscabiosum 10 % für Kinder enthält den Wirkstoff Benzylbenzoat.

Benzylbenzoat bekämpft die Krätze (Scabies), eine stark juckende, nicht allergische Hauterkrankung. Es wird äußerlich auf die Haut aufgetragen und tötet dort zuverlässig die Krankheit verursachenden Krätzmilben ab.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Benzylbenzoat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Hautmittel gegen Insekten, zu welcher der Wirkstoff Benzylbenzoat gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Krätze.

Dosierung

Die Behandlung dauert (soweit nicht anders verordnet) drei Tage und ist danach zu beenden (auch bei fortbestehendem Juckreiz).

Eine gründliche Körperwäsche ist vor der dreitägigen Anwendung durchzuführen.

Wie ein Sonnenschutzmittel wird das Medikament dann abends dünn aufgetragen und gleichmäßig auf der Haut (vom Hals bis einschließlich der Zehen) verteilt. Die sichtbar befallenen Hautpartien sind besonders gründlich zu behandeln.
Hinweis: Körperfalten, Fingerzwischenräume und dergleichen mit einbeziehen.

Diese Prozedur wird an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils einmal durchgeführt.

Am vierten Tag nach einem Vollbad gründlich unter der Dusche abseifen.
Hinweis: Wäsche (Bett- und Körperwäsche) wechseln. Oberbekleidung kann entweder vier Tage ausgelüftet werden oder von innen heiß ausgebügelt werden.

Nach der Behandlung sollte in jedem Fall eine ärztliche Kontrolle erfolgen.

Besteht auch nach der Behandlung ein Juckreiz, kann eine Folgebehandlung in Absprache mit dem Arzt erforderlich sein.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • emulgierender Cetylstearylalkohol
  • ger. Wasser
  • Propylenglycol
  • Sorbitol

Nebenwirkungen

Seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Hautreizungen; Schleimhautreizung; Juckreiz (postscabiöses Ekzem); Überempfindlichkeitsreaktionen; Unwohlsein; Nesselsucht (Urtikaria); Gefäßödeme (Angioödem); Hautentzündungen (Kontaktdermatitis).

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt.

Gegenanzeigen

Benzylbenzoat darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Benzylbenzoat, Benzoesäure und Benzylalkohol.

Bei nässenden Entzündungen und Hautausschlägen oder stark entzündeter Haut sowie auf offenen Wunden darf Benzylbenzoat nicht angewendet werden.

Es sollte bei der Anwendung darauf geachtet werden, dass die Augen und Schleimhäute (Nase, Mund, Scheide, Darm) nicht in Kontakt mit Benzylbenzoat kommen. Sollte Benzylbenzoat versehentlich ins Auge gelangen, muss gründlich mit Wasser ausgespült werden.

Benzylbenzoat darf nicht eingenommen oder eingeatmet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nur in begründeten Ausnahmefällen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Es ergab sich allerdings bisher weder bei Menschen noch im Tierversuch der Verdacht einer Schädigung des Ungeborenen.

Während der Behandlung mit Benzylbenzoat sollte nicht gestillt werden, sondern abgepumpt und die Milch verworfen werden. Es besteht der Verdacht, dass Benzylbenzoat in die Milch übergeht. Anschließend an die Behandlung kann wieder gestillt werden. Keinesfalls darf jedoch der Säugling mit behandelten Körperstellen in Kontakt kommen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Benzylbenzoat kann in einer Konzentration von 10 Prozent bei Kindern ab sechs Jahren eingesetzt werden.

Neugeborene, insbesondere unreife Neugeborene, und Säuglinge dürfen keinesfalls mit Benzylbenzoat behandelt werden aufgrund der schweren, zum Teil tödlichen Nebenwirkungen (so genanntes Gasping-Syndrom). Kinder ab einem Jahr mit gesunder Haut dürfen unter ärztlicher Kontrolle mit Benzylbenzoat behandelt werden.

Kinder mit großflächigen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Ekzemem dürfen nicht mit Benzylbenzoat behandelt werden.

Warnhinweise

  • Während der Behandlung ist Sonnenlicht zu meiden, da die Haut unter Umständen lichtempfindlicher werden kann.
  • Bei Kindern darauf achten, dass sie das Arzneimittel nicht ablecken können.
  • Augen, Schleimhäute und stark gereizte Haut dürfen mit dem Medikament nicht in Berührung kommen.
  • Der enthaltene Hilfsstoff Propylenglycol kann Hautirritationen hervorrufen.
  • Kontaktpersonen müssen untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt werden.
  • Da durch den Kontakt mit Patienten und der langen Latenzzeit unbemerkt kleine Endemien in Familien oder Schulklassen entstehen können, sollten Kontaktpersonen untersucht werden. Bei geringstem Auftauchen von Symptomen sollten sie ebenfalls behandelt werden. Ein Präparat mit höherem Wirkstoff steht für Erwachsene zur Verfügung.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Gramm Emulsion)
200 Gramm Emulsion
100 Milligramm Benzylbenzoat

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Antiscabiosum 10 % für Kinder sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Benzylbenzoat (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.