Lasea

Hersteller: Spitzner (W. Spitzner Arzneimittelfabrik GmbH)
Wirkstoff: Lavendelöl
Darreichnungsform: Weichkapsel
Rezeptfrei

Wirkung

Lasea enthält den Wirkstoff Lavendelöl.

Lavendel wird als Lavendelblüten und Lavendelöl schon jahrhundertelang in Haushalt, Küche und Medizin eingesetzt. In der Medizin werden die getrocknete Pflanze (in Tees oder Bädern) oder das extrahierte Lavendelöl (in Einreibungen, Tropfen, Bädern oder in Kapseln zum Einnehmen) verwendet. Die meisten medizinischen Anwendungen des Lavendelöls beruhen daher auf Erfahrung und traditioneller Anwendung. Wie bei vielen anderen Pflanzenwirkstoffen gibt es erst wenige klinische Prüfungen nach heutigen Standards.

Aufgrund der beruhigenden Wirkung des Lavendels kommt das Öl bei nervöser Unruhe und der Tee bei Einschlafstörungen zum Einsatz.

Die folgenden Einsatzgebiete beruhen auf Überlieferung, traditioneller Anwendung oder sind speziellen Therapierichtungen zuzuordnen: Lavendelöl soll bei Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden Krämpfe und Verspannungen lösen, Blähungen austreiben sowie den Gallenfluss anregen. Bei Husten wird Lavendelöl auch als Schleimlöser eingesetzt.

Weil es bei äußerlicher Anwendung die Durchblutung verbessern soll, kann Lavendelöl auch gegen rheumatische Beschwerden verwendet werden. Außerdem besitzt es eine bakterienhemmende Wirkung und wird daher bei kleinen Wunden, leichten Sonnenbränden und auch bei Juckreiz genommen.

In den meisten Fällen jedoch wird Lavendel in Arzneimitteln mit anderen Pflanzen, die die jeweilige Wirkung unterstützen, kombiniert.

Neben der medizinischen Anwendung kann Lavendelöl als sogenanntes Repellent vor Mücken und anderen Insekten schützen oder Motten vom Kleiderschrank fernhalten. Lavendelöl ist eines der wenigen Öle, die man direkt auf die Haut auftragen darf.

Eine wichtige Rolle spielt Lavendelöl in der Kosmetikindustrie, wo es vielfältig als Duftstoff eingesetzt wird. Am häufigsten kommt hier allerdings das Öl des Spiklavendels, das Spiköl, zur Anwendung.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Lavendelöl sind vertiefende Informationen verfügbar:

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Unruhezustände bei ängstlicher Verstimmung

Dosierung

Erwachsene ab 18 Jahren nehmen einmal täglich eine Weichkapsel (entsprechend
80 Milligramm Lavendelöl pro Tag) ein.

Die Weichkapseln werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise
ein Glas Trinkwasser) angewendet. Damit die Kapseln nicht an der Schleimhaut der Speiseröhre klebenbleiben, sollte das Medikament nicht im Liegen eingenommen werden.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Glycerol 85%
  • Indigocarmin (E 132)
  • Sorbitol
  • Titandioxid (E 171)
  • Gelatinepolysuccinat
  • Patentblau V (E 131)
  • raffiniertes Rapsöl

Nebenwirkungen

Bei der Einname kommt es häufig zu Aufstoßen und Übelkeit. Die Übelkeit tritt meistens vorübergehend auf oder kann vorübergehend durch die Behandlung
verstärkt werden.

Für die äußerliche Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Wechselwirkungen

Die Einnahme von Lavendelöl kann womöglich die Wirksamkeit von Substanzen beeinflussen, die über den GABA-Rezeptor wirken. Dazu gehören Barbiturate und Benzodiazepine. Bisher gibt es dazu allerdings noch keine Studien. Dennoch sollten diese Wirkstoffe nicht gleichzeitig mit Lavendeöl eingenommen
werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bei äußerlicher Anwendung bisher aufgrund fehlender Untersuchungen nicht bekannt.

Gegenanzeigen

Bei Allergie gegen Lavendel darf Lavendelöl nicht verwendet werden. Weitere Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen sind bisher aufgrund fehlender Untersuchungen nicht bekannt.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Es liegen keine Untersuchungen zur Anwendung in der Schwangerschaft oder Stillzeit vor, daher ist von einer innerlichen Einnahme des Öls während dieser Zeit sicherheitshalber abzuraten. Obwohl die äußerliche Anwendung als Einreibung, Massageöl oder Badezusatz in der Schwangerschaft verbreitet ist, sind diese Anwendungen nicht geprüft.

Auch so genannte "Milchbildungstees" enthalten zum Teil Lavendelblüten, ebenso ist das Lavendelöl Bestandteil von Massageölen, die die Brust zum Stillen vorbereiten sollen. Die Einnahme von Lavendelöl in konzentrierter Form sollte allerdings beim Stillen unterbleiben.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Es liegen keine Untersuchungen zur Anwendung von Lavendelöl bei Kindern vor. Deshalb sollte die innerliche Anwendung auf Personen über 18 Jahren beschränkt werden.

Warnhinweise

  • Das Medikament enthält den Süßungsstoff Sorbitol, der von manchen Patienten schlecht vertragen wird.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad gelagert werden.
  • Das Medikament sollte nicht im Liegen eingenommen werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Weichkapsel)
14 Stück Weichkapseln
80 Milligramm Lavendelöl
28 Stück Weichkapseln
80 Milligramm Lavendelöl
56 Stück Weichkapseln
80 Milligramm Lavendelöl

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Lasea sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Lavendelöl (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Weichkapseln

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.