Ein Kleinkind schläft bei Hitze
© Getty Images

Hitzepickel bei Babys: Hausmittel & Tipps

Hitzepickel bei Babys treten häufig an Kopf, Brust oder Po auf. Hier erfahren Sie, was Sie tun können und welche Hausmittel helfen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Wie sehen Hitzepickel beim Baby aus?

So schön der Sommer ist, gerade für Babys kann er auch unangenehme Nebenwirkungen haben. Eine Folge von hohen Temperaturen können zum Beispiel Hitzepickel sein. Hitzefriseln oder medizinisch Miliaria, wie die Pickelchen auch genannt werden, sind kleine, gerötete Flecken und Bläschen, die vor allem unter bedeckten Hautbereichen entstehen oder in Bereichen, an denen verschiedene Hautbereiche ständig miteinander in Kontakt kommen. Zum Beispiel in Hautfalten, Achselhöhle oder im Genitalbereich.

Lesetipp: Mehr über Hitzepickel können Sie hier nachlesen

Aber auch an anderen Körperstellen kann sich der Hitzeausschlag zeigen. Er kann als kleine bis stecknadelkopfgroße wasserklare Bläschen auftreten (in der Fachsprache: Miliaria cristallina) oder als punktförmige, juckende rote Flecken und Knötchen (Miliaria rubra).

Sie bilden sich, wenn die Schweißdrüsen durch starkes Schwitzen verstopfen. Babys betrifft das häufiger als Erwachsene, weil bei ihnen die Hautporen noch sehr eng sind. Hitzepickel können auftreten, wenn das Baby Fieber hat und aus diesem Grund schwitzt.

Wie kann man Hitzepickeln bei Babys vorbeugen?

Hitzepickel treten bei Babys und Kleinkindern recht häufig auf und erfordern in der Regel keine Behandlung. Sie können jedoch ein Hinweis darauf sein, dass das Kind zu viel Hitze ausgesetzt ist.

Darum sollten Sie darauf achten, dass Sie das Kind nicht zu warm anziehen. Bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie Ihrem Baby keine lange und enganliegende Kleidung anziehen, unter der sich die Hitze stauen kann. Luftige, lockere und atmungsaktive Sachen eignen sich besser für heiße Tage.

Verzichten Sie bei Hitze auch auf fettige Cremes, die die Poren zusätzlich verstopfen können.

Sie sollten Ihr Baby außerdem im Bett nur mit einer dünnen Decke zudecken und das Zimmer regelmäßig durchlüften. Wichtig an heißen Tagen ist auch, dass das Kind genug trinkt.

Hausmittel: Was hilft gegen Hitzepickel bei Babys?

In der Regel verschwinden die Pickelchen von selbst wieder, wenn die Hitze nachlässt und das Baby weniger schwitzt. Sie können Ihrem Kind helfen, indem Sie es an der Luft oder in einem Bad mit lauwarmem Wasser abkühlen. Verwenden Sie aber kein eiskaltes Wasser!

Falls die Hitzepickel nicht von selbst nach einigen Tagen verschwinden oder sich gar entzünden, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Das kann auch nötig sein, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass es sich tatsächlich um Hitzepickel handelt.

Manchmal reagieren Babys auch mit einer Hautallergie auf die Sonne. Davon sind im Gegensatz zu den Hitzepickeln vor allem die Bereiche betroffen, die der Sonne ausgesetzt waren. Hitzepickel könnten außerdem mit Neugeborenenakne verwechselt werden, die aber ebenfalls harmlos ist.

Wie lange bleiben Hitzepickel?

Es gibt verschiedene Formen beziehungsweise Abstufungen von Miliaria. Die mildeste Form, Miliaria cristallina, verschwindet normalerweise innerhalb von 24 Stunden von selbst wieder.

Sind die Schweißdrüsen bereits weiter unten verstopft, handelt es sich Miliaria rubra. Dann können sich entzündliche Knötchen bilden. Verschwinden diese nicht innerhalb weniger Tage, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.