Trifluridin

Allgemeines

Der Wirkstoff Trifluridin kommt bei Augeninfektionen durch Herpesviren zum Einsatz. Er dient zur Behandlung einer akuten Hornhautentzündung des Auges (Keratitis herpetica), wenn diese auf die Augenoberfläche beschränkt ist. Sind die Herpesviren bereits in tiefere Schichten eingedrungen, ist eine Behandlung mit dem Wirkstoff Aciclovir vorzuziehen.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Hornhautentzündungen durch Herpesviren behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Trifluridin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Trifluridin nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeiten gegen Trifluridin sowie gegen Fluor darf der Wirkstoff nicht angewendet werden. Ferner ist von einer Behandlung abzusehen, wenn bereits tiefere Schichten des Auges von der Virusinfektion betroffen sind und es sich um eine chronische Entzündung handelt (metaherpetische Keratopathie). Auch nach operativen Eingriffen am Auge sowie bei einer Verletzung der Augenhornhaut ist der Einsatz des Wirkstoffs nicht erlaubt.

Von einer gleichzeitigen Behandlung der Augen mit Glukokortikoiden ist abzuraten, weil dadurch der Heilungsprozess verzögert werden kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In Tierversuchen zeigt Trifluridin eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene. Inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist unbekannt. Daher darf der Wirkstoff während der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Vor der Behandlung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, während der Trifluridin-Therapie ist eine Schwangerschaftsverhütung erforderlich.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Da zur Anwendung bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Trifluridin-haltige Präparate bei Kindern unter zwölf Jahren nicht angewendet werden. Ältere Kinder dürfen nur unter strenger augenärztlicher Kontrolle behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen kann Trifluridin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Trifluridin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (Rötung, Brennen, gesteigerter Tränenfluss, Juckreiz).

Seltene Nebenwirkungen:
Gesteigerte Lichtempfindlichkeit, Augenschmerzen, unscharfes Sehen, Bindehautentzündung, verzögerte Heilung (insbesondere bei chronischer Entzündung).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Schädigung der Augenhornhaut, Narbenbildung der Bindehaut.

Welche Wechselwirkungen zeigt Trifluridin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Werden gleichzeitig mit Trifluridin Glukokortikoide verabreicht, kann die Heilung verzögert werden und das Risiko für eine Schädigung der Hornhaut und Bindehaut ist erhöht. Daher darf diese Kombinationsbehandlung nur unter augenärztlicher Überwachung erfolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Während der Therapie mit dem Wirkstoff dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden.
  • Während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung notwendig.
  • Der Wirkstoff kann das Sehvermögen beeinträchtigen, somit kann das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen verzögert sein.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Trifluridin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Trifluridin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Trifluridin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Trifluridin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Herpesmittel, zu welcher der Wirkstoff Trifluridin gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Trifluridin

Der Wirkstoff Trifluridin kommt bei Augeninfektionen durch Herpesviren zum Einsatz. Er dient zur Behandlung einer akuten Hornhautentzündung des Auges (Keratitis herpetica), wenn diese auf die Augenoberfläche beschränkt ist. Sind die Herpesviren bereits in tiefere Schichten eingedrungen, ist eine Behandlung mit dem Wirkstoff Aciclovir vorzuziehen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Trifluridin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Trifluridin

Trifluridin ist ein äußerlich anzuwendendes Herpesmittel. Der Wirkstoff stört die Bildung der viralen Erbsubstanz und hemmt auf diese Weise die Vermehrung der Herpesviren. In der Folge können keine neuen Viren gebildet werden und die Infektion der Augenhornhaut kann ausheilen.


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.