Triflumann-Augentropfen

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 10.10.2007
Hersteller: Mann (Dr. Gerhard Mann, Chem.-pharm. Fabrik GmbH)
Wirkstoff: Trifluridin
Darreichnungsform: Augentropfen
Rezeptpflichtig

Wirkung

Triflumann-Augentropfen enthalten den Wirkstoff Trifluridin.

Der Wirkstoff Trifluridin kommt bei Augeninfektionen durch Herpesviren zum Einsatz. Er dient zur Behandlung einer akuten Hornhautentzündung des Auges (Keratitis herpetica), wenn diese auf die Augenoberfläche beschränkt ist. Sind die Herpesviren bereits in tiefere Schichten eingedrungen, ist eine Behandlung mit dem Wirkstoff Aciclovir vorzuziehen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Trifluridin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Herpesmittel, zu welcher der Wirkstoff Trifluridin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • durch Herpes-simplex-Viren ausgelöste Augenhornhautentzündung

Dosierung

Tagsüber wird alle drei Stunden ein Tropfen in den Bindehautsack des betroffenen Auges eingetropft. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch wird die maximale Wirkstoffmenge von drei Milligramm Trifluridin pro Tag nicht überschritten.
Nach dem Abklingen der Beschwerden sollte die Behandlung noch acht Tage in geringerer Dosierung fortgesetzt werden, um ein Wiederauftreten der Beschwerden zu vermeiden. Die Behandlung sollte nicht länger als 21 Tage dauern. Die tatsächliche Behandlungsdauer wird im Einzelfall aber vom behandelnden Arzt festgelegt.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (Rötung, Brennen, gesteigerter Tränenfluss, Juckreiz).

Seltene Nebenwirkungen:
Gesteigerte Lichtempfindlichkeit, Augenschmerzen, unscharfes Sehen, Bindehautentzündung, verzögerte Heilung (insbesondere bei chronischer Entzündung).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Schädigung der Augenhornhaut, Narbenbildung der Bindehaut.

Wechselwirkungen

Werden gleichzeitig mit Trifluridin Glukokortikoide verabreicht, kann die Heilung verzögert werden und das Risiko für eine Schädigung der Hornhaut und Bindehaut ist erhöht. Daher darf diese Kombinationsbehandlung nur unter augenärztlicher Überwachung erfolgen.

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeiten gegen Trifluridin sowie gegen Fluor darf der Wirkstoff nicht angewendet werden. Ferner ist von einer Behandlung abzusehen, wenn bereits tiefere Schichten des Auges von der Virusinfektion betroffen sind und es sich um eine chronische Entzündung handelt (metaherpetische Keratopathie). Auch nach operativen Eingriffen am Auge sowie bei einer Verletzung der Augenhornhaut ist der Einsatz des Wirkstoffs nicht erlaubt.

Von einer gleichzeitigen Behandlung der Augen mit Glukokortikoiden ist abzuraten, weil dadurch der Heilungsprozess verzögert werden kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In Tierversuchen zeigt Trifluridin eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene. Inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist unbekannt. Daher darf der Wirkstoff während der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Vor der Behandlung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden, während der Trifluridin-Therapie ist eine Schwangerschaftsverhütung erforderlich.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Da zur Anwendung bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Trifluridin-haltige Präparate bei Kindern unter zwölf Jahren nicht angewendet werden. Ältere Kinder dürfen nur unter strenger augenärztlicher Kontrolle behandelt werden.

Warnhinweise

  • Der Wirkstoff kann das Sehvermögen beeinträchtigen, somit kann das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen verzögert sein.
  • Während der Therapie mit dem Wirkstoff dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden.
  • Während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung notwendig.
  • Während der Therapie muss eine Schwangerschaft sicher verhütet werden.
  • Während der Behandlung dürfen keine weichen Kontaktlinsen getragen werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Milliliter Augentropfen)
5 Milliliter Augentropfen
10 Milligramm Trifluridin

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Triflumann-Augentropfen sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Trifluridin (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.