Silymarin

Allgemeines

Silymarin ist der Wirkstoff der Mariendistel (Silybum marianum). Genauer gesagt: Es ist der Sammelname für ein Gemisch leberschützender Substanzen, die sich vor allem in den Früchten der Mariendistel befinden. Trockenextrakte aus Mariendistelfrüchten werden deshalb unterstützend zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen (Leberentzündungen)und Leberzirrhose sowie gegen Leberschäden, die durch Zellgifte verursacht werden, eingesetzt. Silymarin eignet sich nicht für die Therapie akuter Vergiftungen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Zellmembrane von Leberzellen schützen
  • dem Übertritt von Zellgiften in die Leberzellen vorbeugen
  • Regenerationsfähigkeit und Neubildung von Leberzellen fördern
  • Verdauung fördern
  • Blähungen mindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Silymarin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Silymarin nicht verwendet werden?

Bisher sind keine Anwendungseinschränkungen für Silymarin bekannt.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Unbedenklichkeit der Anwendung von Silymarin während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht nachgewiesen. Sicherheitshalber sollte der Wirkstoff nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Da für Kinder keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte der Wirkstoff bei Kindern unter zwölf Jahren sicherheitshalber nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Silymarin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Silymarin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Leicht abführende Wirkung, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Atemnot, Juckreiz.

Welche Wechselwirkungen zeigt Silymarin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bisher sind keine Wechselwirkungen von Silymarin mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Während der Einnahme des Medikaments ist auf Alkohol zu verzichten, um den Behandlungserfolg zu fördern.
  • Das Medikament ist nicht geeignet zur Behandlung akuter Vergiftungen der Leber.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Silymarin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Silymarin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Kapseln
Hartkapseln
Hartkapseln
Hartkapseln

So wirkt Silymarin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Silymarin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Silymarin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Silymarin

Silymarin ist der Wirkstoff der Mariendistel (Silybum marianum). Genauer gesagt: Es ist der Sammelname für ein Gemisch leberschützender Substanzen, die sich vor allem in den Früchten der Mariendistel befinden. Trockenextrakte aus Mariendistelfrüchten werden deshalb unterstützend zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen (Leberentzündungen)und Leberzirrhose sowie gegen Leberschäden, die durch Zellgifte verursacht werden, eingesetzt. Silymarin eignet sich nicht für die Therapie akuter Vergiftungen.

Daneben gibt es Leber- und Gallentees, die das Kraut oder die Früchte der Mariendistel meist in Kombination mit anderen Pflanzen enthalten und bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, sowie bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt werden.

Die Stammpflanze des Silymarin wird wissenschaftlich auch Carduus marianus und volkstümlich als Frauendistel, Milchdistel und Silberdistel bezeichnet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Silymarin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Silymarin

Als Silymarin wird ein Gemisch aus den Substanzen Silibin, Silicristin und Silidianin bezeichnet. Die leberschützende, leberstärkende, entgiftende und den Gallenfluss anregende Wirkung von Silymarin beruht auf zwei Prinzipien. Es unterbricht einerseits die Zerstörung der Zellmembranen von Leberzellen und verhindert andererseits ein Eindringen von Giften in die Leberzelle.

Zusätztlich fördert Silymarin die Regeneration der Leber durch Steigerung der Eiweißherstellung, indem es ein daran beteiligtes Enzym (Polymerase A) aktiviert. Auf diese Weise wird auch die Neubildung von Leberzellen stimuliert.

Die Ursachen einer Wirkung bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sind bisher nicht ausreichend untersucht, der Behandlungserfolg aber durch positive Erfahrungen belegt.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.