Saccharomyces cerevisiae

Allgemeines

Saccharomyces cerevisiae wird zur Linderung der Beschwerden bei akutem Durchfall eingesetzt, der auf Reisen oder bei künstlicher Ernährung auftritt. Der Wirkstoff dient auch dazu, einem Durchfall vorzubeugen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Durchfälle bei Reisen oder unter künstlicher Ernährung behandeln
  • starke Formen von Akne lindern
  • Durchfällen vorbeugen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Saccharomyces cerevisiae im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Saccharomyces cerevisiae nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Hefen darf Saccharomyces cerevisiae nicht eingenommen werden. Ebenso verbietet sich die Anwendung bei
  • geschwächter körpereigener Abwehr
  • während einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung
  • einer schweren Grunderkrankung wie beispielsweise Tuberkulose oder einer HIV-Infektion
  • einem Klinikaufenthalt (Infusionszugang in einer großen Körpervene beispielsweise am Hals).
Es besteht hier die Gefahr, dass die Hefezellen ins Blut gelangen und dort eine allgemeine Infektion hervorrufen.

Säuglinge und Kleinkinder sollten erst nach Absprache mit einem Arzt mit dem Wirkstoff behandelt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bei sachgemäßem Gebrauch sind bislang keine schädlichen Wirkungen in der Schwangerschaft und Stillzeit bekannt.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Säuglinge und Kleinkinder sollten nur auf Anraten eines Arztes Saccharomyces cerevisiae erhalten. Bei manchen Medikamenten erlauben die Hersteller den Gebrauch erst ab einem gewissen Alter.

Kinder mit Durchfall müssen ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Welche Nebenwirkungen kann Saccharomyces cerevisiae haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Saccharomyces cerevisiae. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Unverträglichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Quaddeln auf der Haut, Ausschläge, Schwellungen (Quincke-Ödem), allergischer Schock, Atemnot.

Besonderheiten:
Es können Blähungen auftreten.

Welche Wechselwirkungen zeigt Saccharomyces cerevisiae?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Werden gleichzeitig Mittel gegen Pilzerkrankungen eingenommen, kann das die Wirkung von Saccharomyces boulardii mindern. Bei gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern kann sich der Blutdruck erhöhen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Besonders bei Kindern ist während der Behandlung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
  • Bei Durchfällen, die länger als zwei Tage andauern oder mit Blutbeimengungen beziehungsweise Temperaturerhöhung einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Das Medikament kann Stuhlproben verfälschen. Bei mikrobiologischer Stuhluntersuchung muss die Einnahme dem untersuchenden Arzt mitgeteilt werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Saccharomyces cerevisiae?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Saccharomyces cerevisiae enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Hartkapseln
Hartkapseln

So wirkt Saccharomyces cerevisiae

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Saccharomyces cerevisiae. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mittel gegen Durchfallerkrankungen, zu welcher der Wirkstoff Saccharomyces cerevisiae gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Saccharomyces cerevisiae

Saccharomyces cerevisiae wird zur Linderung der Beschwerden bei akutem Durchfall eingesetzt, der auf Reisen oder bei künstlicher Ernährung auftritt. Der Wirkstoff dient auch dazu, einem Durchfall vorzubeugen.

Bei chronischer Akne unterstützt der Wirkstoff "von innen heraus" die Therapie durch seine antibakterielle Wirkung.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Saccharomyces cerevisiae sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Saccharomyces cerevisiae

Saccharomyces cerevisiae ist ein Hefepilz. Über den Mund eingenommen, besiedelt er innerhalb weniger Stunden den Magen-Darm-Trakt. Dort kann er bestimmte krankheitserregende, Durchfälle verursachende Bakterien an sich binden und so unschädlich machen. Saccharomyces cerevisiae verhindert außerdem, dass Bakteriengifte ihre schädliche Wirkung entfalten können. So verhindert die Hefe zum Beispiel, dass sich das Gift an passende Bindestellen im Darm anlagern kann. Das Gift bestimmter Bakterien bewirkt, dass Wasser und Natrium vermehrt in den Darm einströmen und sich so Durchfall entwickelt. Saccharomyces cerevisiae kann diesen Einstrom stark vermindern. Weiterhin wird das Immunsystem angeregt und im Magen-Darm-Trakt werden mehr Antikörper (Immunglobuline) gebildet. Diese können dann die krankmachenden Bakterien unschädlich machen.

Ausgeprägte Formen von Akne können durch eine starke Besiedelung bestimmter Bakterien verursacht werden. Die innerliche Anwendung von Saccharomyces cerevisiae vermindert die Anzahl dieser Bakterien und kann damit eine Verschlechterung der Aknesymptome verhindern.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.