Prednicarbat

Allgemeines

Prednicarbat wird in Form von Salben, Cremes und Lotionen bei akuten und chronischen Hauterkrankungen angewendet, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen. Dazu gehören Ekzeme wie:

  • das Kontaktekzem (Kontaktallergie, etwa durch Nickel)
  • das toxische Ekzem (Schädigung durch Stoffe wie Gips oder Lösungsmittel)
  • das atopische Ekzem (wie etwa Neurodermitis)
  • das seborrhoische Ekzem (meist auf dem Kopf, verbunden mit einer Infektion durch Hautpilze).

Des Weiteren kann Prednicarbat zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), der Knötchenflechte (Lichen ruber planus) und von Hautveränderungen bei einer bestimmten Immunkrankheit (Lupus erythematodes) eingesetzt werden. Auch die Linderung von Beschwerden nach Insektenstichen und Verbrennungen ersten Grades ist möglich.

 

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Entzündungen hemmen
  • allergische Reaktionen hemmen
  • Juckreiz lindern
  • Insektenstiche und Verbrennungen ersten Grades lindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Prednicarbat im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Prednicarbat nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff darf Prednicarbat nicht eingesetzt werden.

Im Bereich des Auges ist die Behandlung mit dem Wirkstoff wegen der Gefahr einer Augeninnendruckerhöhung (grüner Star) nicht erlaubt.

Auch bei folgenden Hauterkrankungen darf Prednicarbat nicht angewendet werden:

  • Hautveränderungen durch Tuberkulose oder Syphilis (Hautausschlag)
  • Hauterkrankungen, die durch Viren bedingt sind, wie Windpocken oder Herpes
  • Akne
  • Hautreaktionen nach Impfungen
  • Pilzinfektionen
  • Dermatitis perioralis (Hautentzündung im Mundbereich, die durch Kortikoide ausgelöst werden kann)
  • Rosazea, einer chronischen Erkrankung im Gesicht mit charakteristischer Rötung, Bildung von Pusteln sowie oberflächlich erweiterten Äderchen.

Bakterielle Hauterkrankungen und Pilzinfektionen müssen zusätzlich mit Antibiotika oder Mitteln gegen Pilzerkrankungen behandelt werden.

Die Behandlung mit Prednicarbat sollte bei Säuglingen nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt erfolgen. Die Dosierung muss hierbei so gering wie möglich gehalten werden.

 

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die großflächige oder langfristige Anwendung von Prednicarbat (größer als 30 Prozent der Körperoberfläche oder länger als vier Wochen) während des ersten Drittels der Schwangerschaft ist nicht erlaubt, da mit einer erhöhten Aufnahme in den Körper und dadurch mit verstärkten Nebenwirkungen zu rechnen ist. Eine Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft oder auf kleineren Hautbereichen sollte der Arzt nach Abwägung von Nutzen und Risiko entscheiden.

Glukokortikoide wie Prednicarbat gehen in die Muttermilch und damit in den Säugling über. Um Schädigungen zu vermeiden, sollte eine großflächige Auftragung des Wirkstoffs während der Stillzeit vermieden werden. Die Anwendung im Brustbereich ist nicht erlaubt. Generell sollte die Behandlung mit dem Wirkstoff jedoch immer erst nach ärztlicher Rücksprache begonnen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Säuglingen ist die Gefahr einer verstärkten Wirkstoffaufnahme von Prednicarbat durch die Haut in den Körper höher als bei Erwachsenen. Die Behandlung mit dem Wirkstoff sollte deshalb nur nach ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko erfolgen. Die Dosierung muss dabei so gering wie möglich gehalten werden.

Welche Nebenwirkungen kann Prednicarbat haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Prednicarbat. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Brennen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Juckreiz, Haarfollikelentzündung, allergische Reaktionen (Hautreizungen, Rötung, Nässen, Bildung von Pusteln), trockene Haut.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe (bei Anwendung länger als vier Wochen möglich):
Hautstreifenbildung (Striae), Hautrückbildung (Atrophie), Hautgefäßerweiterung, punktförmige Blutungen (Purpura), Steroidakne, Dermatitis perioralis, Körperbehaarungszunahme (Hypertrichose).

Besonderheiten:
Bei der Anwendung unter dicht verschlossenen Verbänden kann Prednicarbat verstärkt in den Körperkreislauf gelangen und zu Störungen des Hormonhaushalts führen.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Prednicarbat?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen von Prednicarbat mit anderen Wirkstoffen bekannt.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Der Wirkstoff eignet sich besonders gut für die wiederholte Anwendung oder für die Behandlung empfindlicher Körperpartien.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Welche Medikamente beinhalten Prednicarbat?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Prednicarbat enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 

 

So wirkt Prednicarbat

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Prednicarbat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Prednicarbat gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Prednicarbat

Prednicarbat wird in Form von Salben, Cremes und Lotionen bei akuten und chronischen Hauterkrankungen angewendet, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen. Dazu gehören Ekzeme wie:

  • das Kontaktekzem (Kontaktallergie, etwa durch Nickel)
  • das toxische Ekzem (Schädigung durch Stoffe wie Gips oder Lösungsmittel)
  • das atopische Ekzem (wie etwa Neurodermitis)
  • das seborrhoische Ekzem (meist auf dem Kopf, verbunden mit einer Infektion durch Hautpilze).

Des Weiteren kann Prednicarbat zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), der Knötchenflechte (Lichen ruber planus) und von Hautveränderungen bei einer bestimmten Immunkrankheit (Lupus erythematodes) eingesetzt werden. Auch die Linderung von Beschwerden nach Insektenstichen und Verbrennungen ersten Grades ist möglich.

 

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Prednicarbat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Prednicarbat

Prednicarbat ist ein stark wirksames Glukokortikoid und wird nur äußerlich eingesetzt. Es zeichnet sich durch ein günstiges Verhältnis von Wirkungen und Nebenwirkungen aus und wird daher auch als "soft steroid" (engl. für sanftes Steroid) bezeichnet. Prednicarbat hemmt Entzündungen. Diese können durch eine allergische Reaktion oder durch den Kontakt der Haut mit reizenden Stoffen (wie organischen Lösungsmitteln oder Nickel) ausgelöst werden. Infolge der entzündungshemmenden Wirkung von Prednicarbat lässt auch der oft quälende Juckreiz nach.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.