Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)

Allgemeines

Der Wirkstoff dient der Vorbeugung einer Virus-Grippe bei Personen ab einem Lebensalter von 24 Monaten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • körpereigene Abwehr gegen Grippeviren anregen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen die Viren oder gegen Gentamicin, Eier oder gegen Eier-Eiweiß (mögliche Rückstände aus der Produktion) darf der Wirkstoff nicht angewendet werden.

Auch bei Kindern und Jugendlichen mit geschwächter körperlicher Abwehr darf der Wirkstoff nicht eingesetzt werden. Zu einer Abwehrschwächung kann es aufgrund von Erkrankungen (beispielsweise AIDS oder fehlende Immunzellen) kommen oder infolge einer Therapie mit Immunlogika, wie sie bei akutem und chronischem Blutkrebs oder Lymphdrüsenkrebs angewendet werden. Auch bei hochdosierter Behandlung mit Glukokortikoiden kann die Abwehr geschwächt sein.

Hingegen kann der Impfstoff angewendet werden bei Personen mit HIV-Infektionen, die noch kein AIDS hervorgerufen haben sowie bei Personen, die Glukokortikoide örtlich oder niedrig dosiert einnehmen oder die Glukokortikoide als Ersatztherapie anwenden wie beispielsweise bei Funktionsstörungen der Nebenniere.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt darf der Impfstoff Kindern und Jugendlichen mit schwerem Asthma oder akutem Giemen verabreicht werden, da solche Patienten im Rahmen von klinischen Studien nicht hinreichend untersucht wurden.

Die abgeschwächten Grippe-Viren sind immer noch ansteckend und können auf immungeschwächte Personen übertragen werden. Die Impflinge sollten sich bemühen, in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Impfung soweit wie möglich jeden engen Kontakt zu stark immungeschwächten Personen zu ver-
meiden. Solche sind beispielsweise Empfänger von Knochenmarkspenden während der Isolation.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung des Impfstoffs bei Schwangeren vor. Obwohl Tierexperimente keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen auf die Nachkommen ergaben, wird die Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen.

Da nicht bekannt ist, ob der Impfstoff in die Muttermilch übergeht, soll er während der Stillzeit nicht eingesetzt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff darf nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwölf Monaten angewendet werden. In einer klinischen Studie wurde nach der Impfung dieser Altersgruppe ein Anstieg der Krankenhausaufenthalte beobachtet.

Bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von zwölf bis 23 Monaten wird die Impfung nicht empfohlen. In einer klinischen Studie wurde bei Kindern dieser Altersgruppe nach der Impfung vermehrt akutes Giemen beobachtet. Ob ein Kind diesen Alters mit dem Wirkstoff geimpft wird, muss der Arzt entscheiden.

Welche Nebenwirkungen kann Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal). Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Verstopfung der Nase, Naselaufen, Unwohlsein.

Häufige Nebenwirkungen:
Muskelschmerzen, Fieber.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Gesichtsschwellung, Nesselsucht), Nasenbluten, Hautausschlag.


Sehr seltene Nebenwirkungen:
allergischer Schock.

Welche Wechselwirkungen zeigt Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren darf man nicht mit dem Wirkstoff impfen, wenn sie eine Salicylat-Therapie erhalten. Das ist beispielsweise bei chronisch-entzündlichen Darmerkankungen der Fall, die mit Mesalazin oder Sulfasalazin behandelt werden. Salicylate können bei einer Grippe-Erkrankung eine Hautablösung (Reye-Syndrom) hervorrufen.

Die gleichzeitige Anwendung mit virenhemmenden Mitteln gegen Grippe wurde nicht untersucht. Möglicherweise vermindern antivirale Wirkstoffe die Wirksamkeit des Impfstoffs. Daher wird empfohlen, den Impfstoff frühestens 48 Stunden nach Beendigung der virenhemmenden Therapie zu verabreichen. Wird in den ersten zwei Wochen nach Impfung eine antivirale Grippe-Therapie angewendet, kann dies die Wirkung des Impfstoffs nachteilig beeinflussen. Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung von virenhemmenden Grippemitteln und dem Impfstoff wird der Arzt gegebenenfalls eine Nachimpfung in Betracht ziehen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal). Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Impfstoffe, zu welcher der Wirkstoff Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)

Der Wirkstoff dient der Vorbeugung einer Virus-Grippe bei Personen ab einem Lebensalter von 24 Monaten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal) sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Influenza-Impfstoff (lebend-attenuiert, nasal)

Der Wirkstoff gehört zur Wirkstoffgruppe der Impfstoffe. Da die enthaltenen Viren nicht abgetötet, sondern nur harmloser gemacht (attenuiert) wurden, handelt es sich um einen aktiven oder "Lebendimpfstoff". Der Körper muss gegen diese Viren selbst Antikörper bilden, was einer aktiven Impfung entspricht. Der Wirkstoff ist eine Mischung aus drei Stämmen von Grippe-Viren.

Damit der Impfstoff in der Nase angewendet werden kann, sind die "gezähmten" Viren unempfindlich gegen Kälte, aber dennoch temperaturempfindlich. Infolgedessen vermehren sie sich im Nasen-Rachen-Bereich und veranlassen eine schützende Abwehrreaktion.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.