Donepezil

Allgemeines

Donepezil wird zur Behandlung der Symptome einer leichten und mittelschweren Alzheimer-Demenz eingesetzt. Die Denk- und Handlungsfähigkeit der Patienten wird durch die Einnahme verbessert, die Krankheit jedoch nicht geheilt.

 

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Symptome der Alzheimer-Demenz mindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Donepezil im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Donepezil nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Donepezil oder ähnliche Wirkstoffe (Piperidin-Abkömmlinge) darf der Wirkstoff nicht eingesetzt werden.

Nur unter größter ärztlicher Vorsicht darf Donepezil bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Ohnmacht, Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen, Erregungsleitungsstörungen am Herzen, Asthma, COPD, Harnabflussstörungen, Vollnarkose oder bei schweren Leberfunktionsstörungen verwendet werden.

Während einer Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika soll nach Möglichkeit kein Donepezil eingenommen werden. Das Gleiche gilt für Wirkstoffe, die wie Donepezil wirken oder auf eine andere Weise in die Wirkung des Botenstoffs Acetylcholin eingreifen.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf der Wirkstoff nicht angewendet werden, weil nicht bekannt ist, ob Donepezil dem Kind schaden kann.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Donepezil ist nicht für die Anwendung bei Kindern geeignet.

Welche Nebenwirkungen kann Donepezil haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Donepezil. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Durchfall, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Erregungszustände, Aggressivität, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Ohnmacht, bestimmte Blutbildveränderungen, Erkältung, Appetitlosigkeit, Ausschlag, Juckreiz, Harninkontinenz, Schmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Verlangsamter Herzschlag, Krampfanfälle, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Blutungen aus diesen Geschwüren, geringe Erhöhung der Muskelwerte im Blut (Kreatinkinase).

Seltene Nebenwirkungen:
Herzrhythmusstörungen, Leberfunktionsstörungen, Bewegungsstörungen, Leberentzündung.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
malignes neuroleptisches Syndrom (Anzeichen: Fieber, Muskelsteifigkeit, Veränderungen des Bewusstseins, Muskelschäden; insbesondere bei Patienten, die gleichzeitig Antipsychotika einnehmen).

Besonderheiten:
Da der Wirkstoff sehr langsam im Körper abgebaut wird, können Herzrhythmusstörungen erst einige Zeit nach Einnahmebeginn auftreten, aber auch für längere Zeit nach Behandlungsende bestehen bleiben. Die Herzrhythmusstörungen gehen mit einer Verlangsamung des Herzschlages einher, was zu Schwindel und kurzen Bewußtseinsverlusten führen kann. Treten solche erscheinungen bei Patienten auf, die mit Donepezil behandelt werden, ist der Arzt zu befragen.

Wenn ein Patient Anzeichen für ein malignes neuroleptisches Syndrom zeigt oder nur allein unklares, hohes Fieber hat, muss die Behandlung mit Donepezil abgebrochen werden.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Donepezil?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Donepezil mit Muscarinrezeptor-Antagonisten oder anderen Wirkstoffen, die die Acetylcholinwirkung vermindern, wird deren Wirkung beeinträchtigt. Die Wirkung von Betablockern, Wirkstoffen, die die Wirkung von Acetylcholin erhöhen, sowie Succinylcholin und ähnlichen Wirkstoffen wird hingegen verstärkt.

Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Fluoxetin und Chinidin hemmen den Abbau von Donepezil und erhöhen deshalb dessen Wirkung.

Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin und Alkohol vermindern die Konzentration von Donepezil im Blut. Die Wirkung von Donepezil wird dadurch verringert.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die Behandlung mit dem Medikament darf nur von einem Arzt begonnen und durchgeführt werden, der in der Therapie der Alzheimer-Erkrankung erfahren ist.
  • Die Wirksamkeit des Medikaments sollte regelmäßig überprüft werden. Wirkt er bei einem Patienten nicht, muss er abgesetzt werden.
  • Treten während der Behandlung Schwindel und kurze Bewußtseinsverluste auf, sollte der Arzt befragt werden.
  • Bei unklarem hohem Fieber, mit oder ohne Muskelbeschwerden und Bewusstseinstrübungen, ist die Behandlung zu beenden.
  • Das Medikament kann das Reaktionsvermögen herabsetzen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Welche Medikamente beinhalten Donepezil?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Donepezil enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 
Medikament
Darreichungsform
Filmtabletten
Filmtabletten
Donepezil-HCl HEXAL SF 5mg/ -10mg Schmelzfilm
Schmelztabletten

 

So wirkt Donepezil

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Donepezil. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Cholinesterase-Hemmstoffe, Antidementiva, zu welcher der Wirkstoff Donepezil gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Donepezil

Donepezil wird zur Behandlung der Symptome einer leichten und mittelschweren Alzheimer-Demenz eingesetzt. Die Denk- und Handlungsfähigkeit der Patienten wird durch die Einnahme verbessert, die Krankheit jedoch nicht geheilt.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Donepezil sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Donepezil

Donepezil zählt zur Wirkstoffgruppe der Cholinesterasehemmer, der Wirkstoff hemmt also das Enzym Cholinesterase, das den Botenstoff Acetylcholin spaltet. In unserem Gehirn spielt der Botenstoff Acetylcholin bei Denkprozessen eine wichtige Rolle. Bei Alzheimerpatienten ist die Denkleistung stark eingeschränkt. Donepezil erhöht die Menge an Acetylcholin, die im Gehirn zur Verfügung steht, indem es den Abbau des Botenstoffs hemmt. Dadurch wird die Denkleistung des Patienten verbessert.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.