Dinatriumhydrogencitrat

Allgemeines

Der Wirkstoff Dinatriumhydrogencitrat wird bei Durchfall-Erkrankungen eingesetzt. Er gleicht, in Wasser gelöst, die durch die Verdauungsstörung verursachten Flüssigkeits- und Mineralienverluste im Körper aus.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Flüssigkeits- und Mineralverluste bei Durchfallerkrankungen ausgleichen
  • gestörten Mineralhaushalt regulieren

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Dinatriumhydrogencitrat im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Dinatriumhydrogencitrat nicht verwendet werden?

Dinatriumhydrogencitrat darf nicht angewendet werden bei:
  • Patienten mit akuter oder dauerhafter Nierenschwäche
  • Verschiebungen des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut in Richtung auf eine metabolische Alkalose
  • unstillbarem Erbrechen
  • einer Bewusstseinstrübung beziehungsweise einem Schock bei schwerem Flüssigkeitsmangel. Hier ist eine Verabreichung von Flüssigkeit und Mineralien über die Vene nötig.
  • Flüssigkeitsmangelzuständen wie zum Beispiel dem akutem Darmverschluss.
Ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht und Beratung darf Dinatriumhydrogencitrat gegeben werden, wenn Patienten an Herzmuskelschwäche und Bluthochdruck leiden. Der Arzt muss vor Beginn der Behandlung wegen der zugeführten Menge an Flüssigkeit und Natrium prüfen, ob diese nicht schaden kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Dinatriumhydrogencitrat ist auch in Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich anzuwenden.

Allerdings stellen Durchfallerkrankungen selbst für Mutter und Kind ein Risiko dar. Es wird daher darauf hingewiesen, dass bei Durchfällen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ein Arzt befragt werden sollte.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern können Durchfälle, besonders bei gleichzeitigem unstillbarem Erbrechen, rasch zu schweren Krankheitserscheinungen wie einer Bewusstseinseintrübung oder Schock führen. Es ist daher bei der Durchfallbehandlung in jedem Fall ein Arzt hinzuzuziehen.

Welche Nebenwirkungen kann Dinatriumhydrogencitrat haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Dinatriumhydrogencitrat. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Welche Wechselwirkungen zeigt Dinatriumhydrogencitrat?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen für Dinatriumhydrogencitrat bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die Behandlung sollte beibehalten werden, solange der Durchfall anhält.
  • Bei Säuglingen richtet sich die Behandlungsdauer unmittelbar nach der Anweisung des Arztes.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Dinatriumhydrogencitrat?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Dinatriumhydrogencitrat enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Dinatriumhydrogencitrat

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Dinatriumhydrogencitrat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mittel gegen Durchfallerkrankungen, zu welcher der Wirkstoff Dinatriumhydrogencitrat gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Dinatriumhydrogencitrat

Der Wirkstoff Dinatriumhydrogencitrat wird bei Durchfall-Erkrankungen eingesetzt. Er gleicht, in Wasser gelöst, die durch die Verdauungsstörung verursachten Flüssigkeits- und Mineralienverluste im Körper aus.

Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, aber auch bei alten Menschen können Durchfälle, besonders bei gleichzeitigem unstillbarem Erbrechen, rasch zu schweren Krankheitserscheinungen wie einer Bewusstseinseintrübung oder Schock führen. Es ist daher bei der Durchfallbehandlung in diesen Altersstufen in jedem Fall ein Arzt hinzuzuziehen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Dinatriumhydrogencitrat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Dinatriumhydrogencitrat

Bei einem Durchfall stellt der Verlust von Wasser und Mineralien ein großes Problem dar, da er sich unmittelbar auf den Kreislauf des Patienten auswirken kann. Die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm scheint hingegen durch die Erkrankung weniger gestört zu sein. So können Wirkstoffe wie Dinatriumhydrogencitrat aus dem Darm in den Körper transportiert werden.

Dinatriumhydrogencitrat ist ein Salz, das in gelöster Form in seine zwei Komponenten zerfällt. Natrium gleicht dabei die durchfallbedingten Verluste an diesem Mineral aus. Das Citrat (Salz der Zitronensäure) beugt einer häufig den Durchfall begleitenden so genannten metabolischen Azidose vor. Bei einer metabolischen Azidose vermehren sich aufgrund einer stoffwechselbedingten Störung die organischen Säuren im Organismus.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.