Chlorphenoxamin

Allgemeines

Der Wirkstoff Chlorphenoxamin wird als Creme oder Gel auf die Haut aufgetragen, um überempfindliche (allergische) Hautreaktionen (Allergie) wie Brennen, Juckreiz, Rötungen und Schwellungen zu lindern.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Juckreiz bei allergischen Hauterkrankungen lindern
  • Juckreiz bei Insektenstichen, Quaddeln, Ekzemen und Sonnenbrand lindern
  • Beschwerden bei Frostbeulen lindern
  • Beschwerden bei leichten Verbrennungen lindern
  • Beschwerden bei Allergie der Haut lindern
  • Hautinfektionen behandeln.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Chlorphenoxamin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Chlorphenoxamin nicht verwendet werden?

Der Wirkstoff darf bei Überempfindlichkeit gegen Chlorphenoxamin sowie bei nässenden, akuten Juckflechten (Ekzemen), Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung und Engwinkelglaukom nicht angewendet werden.

Chlorphenoxamin ist zudem nicht zur großflächigen Anwendung (beispielsweise bei schweren Verbrennungen und Verbrühungen) bei Säuglingen und Kleinkindern bestimmt. Hier ist umgehende ärztliche Hilfe notwendig.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bislang ergaben Untersuchungen keine Anhaltspunkte, dass der Wirkstoff Chlorphenoxamin das Ungeborene schädigt. Dennoch sollte der Wirkstoff in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten nicht großflächig auf die Haut aufgetragen werden.

Um einen direkten Kontakt des Säuglings mit dem Wirkstoff zu vermeiden, darf Chlorphenoxamin während der Stillzeit nicht an oder in der Nähe der Brustwarzen aufgetragen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff darf, sparsam verwendet, für die Hautbehandlung von Kindern genutzt werden.

Chlorphenoxamin darf bei Säuglingen und Kleinkindern nicht großflächig auf die Haut aufgetragen werden.

Welche Nebenwirkungen kann Chlorphenoxamin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Chlorphenoxamin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Leichtes Brennen.

Seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Rötungen und Exantheme.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Blutbildveränderungen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Zentralnervöse Beschwerden; Sehstörungen; Glaukomauslösung (Engwinkelglaukom); Mundtrockenheit; Magen-Darm-Störungen; Veränderungen und Beschwerden beim Wasserlassen (Miktionsstörungen).

Besonderheiten:
In sehr seltenen Fällen können Nebenwirkungen wie Unruhe, Verwirrtheit und Pupillenerweiterung bei großflächiger Anwendung bei Kindern sowie Müdigkeit bei großflächiger Anwendung bei Erwachsenen auftreten.

Welche Wechselwirkungen zeigt Chlorphenoxamin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die Wirkung von zentraldämpfenden Wirkstoffen wie Schmerzmitteln (Analgetika), Beruhigungsmitteln (Hypnotika), Narkosemitteln (Narkotika), Wirkstoffen zur Behandlung seelischer Erkrankungen (Psychopharmaka) und Alkohol kann bei gleichzeitiger Anwendung von Chlorphenoxamin verstärkt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Der Wirkstoff darf nicht mit den Augen in Kontakt kommen. Nach versehentlichem Augenkontakt muss gründlich mit Wasser gespült werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Chlorphenoxamin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Chlorphenoxamin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Chlorphenoxamin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Chlorphenoxamin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen H1-Antihistaminika, Antiallergika, zu welcher der Wirkstoff Chlorphenoxamin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Chlorphenoxamin

Der Wirkstoff Chlorphenoxamin wird als Creme oder Gel auf die Haut aufgetragen, um überempfindliche (allergische) Hautreaktionen (Allergie) wie Brennen, Juckreiz, Rötungen und Schwellungen zu lindern.

Er wird zur örtlichen Behandlung von allergischen und juckenden Hauterkrankungen und Hautinfektionen wie Urtikaria und Ekzemen sowie bei Insektenstichen, Quallenverbrennungen, Sonnenbrand, leichten Verbrennungen und Kälteschäden der Haut wie beispielsweise Frostbeulen eingesetzt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Chlorphenoxamin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Chlorphenoxamin

Der Wirkstoff Chlorphenoxamin gehört zur Gruppe der H1-Antihistaminika und zeigt auch deren Wirkungsweise. So wird die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin am H1-Rezeptor gehemmt, weil Chlorphenoxamin das Histamin vom Rezeptor verdrängt.

Histamin verursacht Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Gewebeschwellung und Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe. Durch die Hemmung von Histamin werden diese Hautreaktionen unterdrückt. Die Juckreizstillung von Chlorphenoxamin ist durch die zusätzliche leichte örtliche Betäubung (lokalanästhetische Wirkung) stark ausgeprägt. Die Wirkung setzt sehr schnell ein.

Als fettlöslicher Wirkstoff haftet Chlorphenoxamin gut an der Haut und ist deshalb für die lokale Anwendung ausgezeichnet geeignet.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.