Betahistin

Allgemeines

Betahistin wird eingesetzt zur Behandlung funktioneller Störungen des Gleichgewichtsorgans, die mit Schwindel, Ohrgeräuschen und Übelkeit (Übelkeit und Erbrechen) verbunden sind. Ein Anwendungsbeispiel ist die Menière-Krankheit.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Schwindelgefühl verringern
  • Übelkeit und Erbrechen mindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Betahistin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Betahistin nicht verwendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Betahistin dürfen betahistinhaltige Medikamente nicht eingenommen werden.

Bei Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom), Asthma oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren darf Betahistin nicht eingesetzt werden.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Antihistaminika (H1-Antihistaminika, H2-Rezeptorenblocker) und Betahistin darf nicht stattfinden. Die Arzneimittel heben sich (zumindest teilweise) gegenseitig in ihrer Wirkung auf.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Wegen unzureichender Kenntnisse darf Betahistin während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Zur Anwendung von Betahistin bei Kindern liegen nur unzureichende Erfahrungen vor. Deshalb sollte Betahistin im Kindesalter nicht eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen kann Betahistin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Betahistin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Vereinzelte Nebenwirkungen:
Brustbeklemmung.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Kopfdruck; Benommenheit; Magen-Darm-Unverträglichkeiten; Übelkeit und Erbrechen; Brechreiz; Sodbrennen (Sodbrennen und Speiseröhrenentzündung; Magendrücken; Blähungen; Durchfall; Herzklopfen; Hitzegefühl; Kopfschmerzen; Missempfindungen; Hautreaktionen; Hautrötung; Juckreiz; Quaddelbildung.

Besonderes:
Durch Betahistin kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Diese Magenunverträglichkeiten lassen sich in der Regel durch die Einnahme zum oder nach dem Essen oder durch Dosisverringerung vermeiden.

Welche Wechselwirkungen zeigt Betahistin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Betahistin sollte nicht gleichzeitig mit Antihistaminika (H1-Antihistaminika, H2-Rezeptorenblocker) eingenommen werden, da eine gegenseitige Abschwächung der Wirkungen möglich ist.

Wird Betahistin im Anschluss an die Behandlung mit Antihistaminika gegeben, sollte die Behandlung mit dem Antihistaminikum zuvor langsam über etwa sechs Tage beendet werden. Diese schrittweise Verringerung der Dosis wird als "Ausschleichen" bezeichnet. Ein plötzliches Absetzen des Antihistaminikums hätte Unruhe und Schlafstörungen zur Folge.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Betahistin wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


Welche Medikamente beinhalten Betahistin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Betahistin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Tabletten
Tabletten

So wirkt Betahistin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Betahistin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen), zu welcher der Wirkstoff Betahistin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Betahistin

Betahistin wird eingesetzt zur Behandlung funktioneller Störungen des Gleichgewichtsorgans, die mit Schwindel, Ohrgeräuschen und Übelkeit (Übelkeit und Erbrechen) verbunden sind. Ein Anwendungsbeispiel ist die Menière-Krankheit.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Betahistin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Betahistin

Betahistin gehört zu den Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen und reguliert funktionelle Störungen des Gleichgewichtsorgans, die mit Schwindel, Ohrgeräuschen und Übelkeit verbunden sind.
Der genaue Wirkmechanismus von Betahistin ist bisher nicht bekannt. Der Wirkstoff weist jedoch eine große Ähnlichkeit zu dem körpereigenen Botenstoff Histamin auf. Betahistin scheint bestimmte Bindungsstellen des Histamins, die so genannten H1-Rezeptoren zu stimulieren. Es wirkt gefäßerweiternd und könnte über diesen Effekt eventuell die Durchblutung im Innenohr und im Gleichgewichtsorgan fördern und so deren Funktion verbessern.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.