Geschwister

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2013)

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Für die meisten Erstgeborenen ist es nicht immer ganz leicht, wenn sie Geschwister bekommen. Von nun an müssen sie die Aufmerksamkeit der Eltern teilen. Vielleicht haben sie den wachsenden Bauch der Mutter während der Schwangerschaft noch spannend gefunden – ist das Baby erst geboren, sieht die Welt jedoch ganz anders aus. Nicht selten fragt der oder die "Große" dann schon nach wenigen Tagen ganz bekümmert, wann denn das Baby endlich wieder verschwindet.

Auch wenn sie sich dem Vernehmen nach auf die Ankunft des Geschwisterkinds gefreut haben, stellt das Ereignis für die Erstgeborenen eine enorme Umstellung dar. Die Eltern haben nun weniger Zeit, weil sie sich um das neue Baby kümmern müssen und sind unter Umständen ungeduldiger, weil sie erwarten, dass sich das ältere Kind nun vernünftiger verhält. Viele Kinder reagieren auf die neue Situation weinerlich und anlehnungsbedürftig, andere werden nörgelig oder gar aggressiv. Auch ist es möglich, dass Kinder plötzlich wieder einnässen. Wichtig ist, jetzt besonders verständnisvoll zu reagieren.

Tipps

Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihrem ersten Kind die schwierige Eingewöhnungsphase in sein Geschwister-Dasein ein wenig erleichtern:

  • Oft braucht es nun besonders viel mütterliche oder väterliche Zuwendung: Exklusive Zeit für das große Kind ganz allein.
  • Schimpfen Sie nicht, wenn es mit einem Mal auf Nichtigkeiten launisch oder streitsüchtig reagiert.
  • Attacken auf das Geschwisterkind müssen natürlich unterbunden werden, doch verstärken Strafen und Drohungen oft nur die ursächliche Eifersucht.
  • Fragen Sie Ihr Kind, ob es Sie bei der Versorgung des Babys unterstützen möchte.
  • Kommt Antrittsbesuch, sollte er Ihr erstes Kind ausführlich begrüßen. Anschließend kann es den Besuch zum Baby führen und es vorstellen.
  • Seien Sie verständnisvoll, wenn Ihr Kind plötzlich wieder schnullern möchte, häufiger einnässt oder sich einfach wie ein Baby verhält. Dieses sogenannte regressive Verhalten legt sich meist bald von selbst.

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