Die Kopfhaut

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2011)

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Die meisten Menschen schenken ihr nur wenig Aufmerksamkeit: der Kopfhaut. Dabei gehört die Kopfhaut zu den empfindlichen Körperregionen und ihr Zustand ist ausschlaggebend für Aussehen und Beschaffenheit der Haare. Außerdem dient sie dem Schutz des Kopfes, sie reguliert Wasserhaushalt und Körpertemperatur und ist an der Sinneswahrnehmung beteiligt. Gründe genug, um der Kopfhaut etwas mehr Beachtung zu schenken und sie zu pflegen!

Die Kopfhaut schmiegt sich wie ein schützender Mantel um unseren Kopf. Sie besteht – wie alle anderen Hautbereiche auch – aus mehreren Schichten, die sich grob in Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subkutis) einteilen lassen. Die Schichten beherbergen neben Haarwurzeln und Talgdrüsen auch Schweißdrüsen, Nerven und Immunabwehrzellen. Damit bildet die Kopfhaut ein ausgeklügeltes System, in dem Prozesse wie Flüssigkeitsaustausch, Temperaturregulation, Sinneswahrnehmung und Schutzmechanismen ablaufen.

Ein weiterer Bestandteil der Kopfhaut sind Haarfollikel, in denen Haare entstehen, und Talgdrüsen, die Talg abgeben. Talg sorgt dafür, dass Haut und Haare geschmeidig bleiben und verleiht ihnen Glanz.

Die oberste Schicht der Kopfhaut erneuert sich fortlaufend. Während in tiefer liegenden Hautschichten immer wieder neue hornbildende Zellen entstehen, werden verhornte, abgestorbene Zellen an der Hautoberfläche als Hornschuppen abgestoßen.

Wenn der Prozess von Talgbildung, Verhornung und Schuppung aus dem Gleichgewicht gerät, können Kopfhautprobleme wie Austrocknung, Juckreiz oder vermehrte Schuppenbildung die Folge sein.

Funktionen der Kopfhaut im Überblick

Die Funktionen der Kopfhaut unterscheiden sich im Prinzip nicht von den Funktionen der Haut in anderen Körperbereichen:

  • Schutz: Durch Verhornung und Abgabe von Drüsensekret dient die Kopfhaut als Schutzmantel – wobei die Haarschicht noch einmal eine zusätzliche Schutzschicht bietet. Zudem befinden sich in der Kopfhaut Abwehrzellen, die an der körpereigenen Immunabwehr beteiligt sind.
  • Temperaturregulation: Die Kopfhaut ist in der Lage, ihre Gefäße zu erweitern und zu verengen. Zusammen mit der Verdunstung von Flüssigkeit reguliert die Haut so die Körpertemperatur.
  • Flüssigkeitsaustausch: Indem die (Kopf-)Haut kontrolliert Flüssigkeit und Salze abgibt, reguliert sie neben der Temperatur auch den Wasserhaushalt.
  • Sinneswahrnehmung: In der Kopfhaut liegen – wie auch in anderen Hautbereichen des Körpers – unterschiedliche Rezeptoren vor, die der Sinneswahrnehmung dienen.

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