Eine Frau telefoniert und sitzt dabei in einem Sessel.
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Coronavirus: Wie lange ist man ansteckend?

Coronaviren gelangen über feinste Tröpfchen oder Aerosole von Mensch zu Mensch. Die Infektion ist hochansteckend – doch wie lange eigentlich? Besteht auch ohne Symptome ein Ansteckungsrisiko? Und ab wann ist man nach Ausbruch der Erkrankung nicht mehr ansteckend? Hier erfahren Sie, was man dazu bislang weiß.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Coronavirus: Wie lange ist man ansteckend?

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, ist meist schon 1 bis 2 Tage vor Ausbruch der Erkrankung ansteckend – also noch bevor die ersten Symptome auftreten.

Wie lange man ab Beginn der eigentlichen Covid-19-Erkrankung ansteckend ist, lässt sich noch nicht sicher sagen. Studien legen aber nahe, dass das vor allem von der Schwere der Erkrankung abhängt. Infizierte mit nur leichten Beschwerden sind wohl nicht so lange ansteckend wie Menschen, die schwer erkranken:

  • Wer eher mild bis mittelschwer an Covid-10 erkrankt, ist in der Regel für mindestens 10 Tage ansteckend. Danach sinkt das Risiko, andere anzustecken, deutlich.
  • Wer schwer erkrankt, ist möglicherweise noch länger als 10 Tage nach Beginn der Beschwerden ansteckend.

Wie lange ansteckend ohne Symptome?

Verläuft die Infektion komplett ohne Symptome, ist das Risiko, andere anzustecken, wahrscheinlich gering. In welchem Maß und wie lange Menschen ohne Symptome ansteckend sind, ist jedoch ungewiss. Zudem lässt sich zu Beginn einer Infektion nie absehen, ob die Erkrankung noch ausbrechen wird oder nicht. Darum gilt:

Wer ein positives Testergebnis erhält, muss immer für mindestens 10 Tage in Quarantäne. Anschließend darf die oder der Betroffene erst dann wieder das Haus verlassen, wenn sie oder er seit mindestens 48 Stunden kein Fieber und keine Beschwerden mehr hat und einen negativen Corona-Test vorweisen kann.

Wenn man wegen einer schweren Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt wurde, darf man die Isolation erst wieder verlassen, wenn man

  • die Symptome seit mindestens 48 Stunden abgeklungen sind und
  • der Test auf das Coronavirus negativ ausfällt.

Coronavirus: Wann besonders ansteckend?

Wenn Coronaviren einen neuen Wirt befallen, vermehren sie sich sehr schnell. Entsprechend wird man ab dem Tag der eigenen Ansteckung von Tag zu Tag ansteckender: Je mehr Viren sich in Hals, Mund und Nase tummeln, umso infektiöser sind die Speicheltropfen und Aerosole, die man ausstößt. Zwischen Ansteckung und Ausbruch vergehen meist etwa 5 bis 6 Tage – wobei einige Studien darauf hindeuten, dass dieser Zeitraum auch deutlich länger sein kann. Klar ist:

Besonders ansteckend ist eine Corona-Infektion

  • 1 bis 2 Tage, bevor die ersten Symptome auftreten und
  • in den ersten Tagen der Erkrankung.

Im Laufe der Erkrankung siedeln die Viren vom Nasen-Rachen-Raum auf die Lunge über. "Etagenwechsel" nennt man diesen Übergang von den oberen auf die unteren Atemwege. Da sich die Erreger danach hauptsächlich in der Lunge vermehren, nimmt die Viruslast in Nase und Rachen ab. Dadurch sinkt das Ansteckungsrisiko, weil die Betroffenen – etwa beim Sprechen, Ausatmen und Husten – weniger Viren ausscheiden.

Endgültig vorüber ist die Ansteckungsgefahr dann jedoch noch nicht: Der Auswurf aus den unteren Atemwegen, den die Erkrankten abhusten, erhält weiterhin infektiöse Viren.

Video: Coronavirus: Das richtige Verhalten zu Hause

Omikron-Variante: Wie lange ansteckend?

Die Omikron-Variante hat das Infektionsgeschehen weltweit verändert. Die hohe Infektionsfähigkeit sowie die Fähigkeit den erworbenen Antikörpern zu entgehen, sorgen für eine hohe Zahl an Neuinfektionen.

Während die Inkubationszeit also die Zeit der Ansteckung bis zu ersten Symptomen in der Regel fünf bis sieben Tage betrug, bricht eine Covid-19-Erkrankung mit Omikron laut Forschenden des RKI meist drei Tage früher aus. 

Auch bei der Omikron-Variante ist das Risiko andere zu infizieren vor und während Beginn der Symptome besonders hoch. Je nach Schwere der Erkrankung können Betroffene das Umfeld auch innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage infizieren. 

Zudem steigt bei Omikron und weiteren Subvarianten die Möglichkeit einer erneuten Ansteckung