Fluocinonid

Allgemeines

Fluocinonid wird äußerlich bei akuten sowie chronischen entzündlichen oder allergischen, juckenden Hauterkrankungen eingesetzt, die nicht auf Infektionen durch Pilze oder Bakterien zurückzuführen sind. Die Anwendung erfolgt in Form von Cremes, Lösungen oder Salben.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Entzündungen hemmen
  • allergische Reaktionen hemmen
  • Juckreiz lindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Fluocinonid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Fluocinonid nicht verwendet werden?

Fluocinonid darf bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht eingesetzt werden.

Bei schweren Hautinfektionen, die durch Pilze, Bakterien (wie etwa bei Akne, Tuberkulose, Syphilis oder einem entzündeten Ekzem) oder Viren (beispielsweise Windpocken oder Hautreaktionen infolge von Impfungen) ausgelöst wurden, ist die Anwendung von Fluocinonid nicht erlaubt. Auch Hauterkrankungen wie Dermatitis perioralis und Rosazea dürfen nicht mit Fluocinonid behandelt werden.

Fluocinonid darf nicht am Auge verwendet werden.

Eine großflächige (mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche) oder längerfristige (über zwei bis drei Wochen hinaus) Behandlung, besonders unter dicht verschlossenen Verbänden, soll vermieden werden. In diesen Fällen ist mit einer verstärkten Wirkstoffaufnahme und entsprechenden Nebenwirkungen zu rechnen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff sollte während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, nur nach Rücksprache mit dem Arzt aufgetragen werden.

Glukokortikoide treten in die Muttermilch und damit in den Säugling über. Die Anwendung von Fluocinonid sollte deshalb auch in der Stillzeit ärztlich abgeklärt werden. Auf eine großflächige oder längerfristige Anwendung des Wirkstoffs sollte aber in jedem Fall verzichtet beziehungsweise der Säugling vorher abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist trotz äußerer Anwendung die Gefahr einer Aufnahme von Fluocinonid in den Körper größer als bei Erwachsenen. Dadurch kann es bei längerer Anwendung (länger als zwei bis drei Wochen) zu Wachstumsstörungen kommen. Der Wirkstoff sollte deshalb nur kurzfristig (nicht länger als eine Woche) und kleinflächig (maximal zehn Prozent der Körperoberfläche) sowie stets in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen kann Fluocinonid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Fluocinonid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Seltene Nebenwirkungen:
allergische Hautreaktionen (Hautausschlag, Nesselsucht), Kontaktallergie.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Hautstreifenbildung (Striae), Hautrückbildung (Atrophie), Hautgefäßerweiterung, punktförmige Blutungen (Purpura), flohstichartige Blutungen (Petechien), Körperbehaarungszunahme (Hypertrichose), Steroidakne, Dermatitis perioralis, kleinflächige, fleckenförmige Blutungen der Haut (Ekchymosen).

Welche Wechselwirkungen zeigt Fluocinonid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen von Fluocinonid mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Fluocinonid wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


Welche Medikamente beinhalten Fluocinonid?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Fluocinonid enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Creme
Lösung
Salbe

So wirkt Fluocinonid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Fluocinonid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Fluocinonid gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Fluocinonid

Fluocinonid wird äußerlich bei akuten sowie chronischen entzündlichen oder allergischen, juckenden Hauterkrankungen eingesetzt, die nicht auf Infektionen durch Pilze oder Bakterien zurückzuführen sind. Die Anwendung erfolgt in Form von Cremes, Lösungen oder Salben.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fluocinonid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Fluocinonid

Fluocinonid ist ein stark wirksames Glukokortikoid und wird nur äußerlich eingesetzt. Es unterdrückt Entzündungsprozesse der Haut, die durch allergische Reaktionenen oder giftige Stoffe ausgelöst wurden. Gleichzeitig beseitigt es auch den oft quälenden Juckreiz der Hautentzündungen.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.