Telfast 30mg/ -120mg/ -180mg

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 22.10.2009
Hersteller: Aventis Pharma Deutschland GmbH
Wirkstoff: Fexofenadin
Darreichnungsform: Filmtablette
Rezeptpflichtig

Wirkung

Telfast 30mg/ -120mg/ -180mg enthält den Wirkstoff Fexofenadin. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Telfast 30mg/ -120mg/ -180mg.

Fexofenadin wird angewendet bei Heuschnupfen, allergischer Nasenschleimhautentzündung Rhinitis, Bindehautentzündung und bei chronischer Nesselsucht (Urtikaria) ohne offensichtlich erkennbare Ursache (ideopathisch).

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fexofenadin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen H1-Antihistaminika, Antiallergika, zu welcher der Wirkstoff Fexofenadin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Behandlung der Beschwerden bei Heuschnupfen (120 Milligramm)
  • Behandlung der Beschwerden von chronischem Nesselausschlag ohne erkennbare Ursache (180 Milligramm)
  • Behandlung der Heuschnupfen-Beschwerden bei Kindern von sech bis 11 Jahren (30 Milligramm)

Dosierung

Kinder ab sechs Jahren bis zu einem Alter von 11 Jahren nehmen einmal täglich eine 30mg-Tablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren nehmen einmal täglich eine Tablette der Wirkstärke 120 Milligramm oder eine Tablette der Wirkstärke 180 Milligramm unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • mikrokristalline Cellulose
  • Titandioxid (E 171)
  • Croscarmellose-Natrium
  • Eisenoxide und -hydrate (E 172)
  • Hypromellose
  • Macrogol 400
  • Magnesium stearat
  • Maisquellstärke
  • Povidon K30

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen; Schläfrigkeit; Benommenheit; Übelkeit.

Seltene Nebenwirkungen:
Müdigkeit; Überempfindlichkeitsreaktionen; allergische Reaktionen; Brustenge; Atemnot; Hautrötungen; Juckreiz; Schlaflosigkeit; Nervosität; Schlafstörungen; Traumveränderungen (Paroneirie).

Wechselwirkungen

Aluminium- oder magnesiumhaltige säurebindende Mittel (Antazida) vermindern die Aufnahme von Fexofenadin in den Körper und sollten daher zwei Stunden später als Fexofenadin eingenommen werden.

Erythromycin (Makrolid-Antibiotikum) und Ketoconazol (Pilzmittel) bewirken eine Erhöhung der Fexofenadinkonzentration im Blut und verstärken seine Wirkung. Mit verstärkten Nebenwirkungen ist dabei anscheinend nicht zu rechnen.

Auf die Einnahme von Alkohol sollte vorsichtshalber verzichtet werden. Auch wenn Fexofenadin zu den nicht müde machenden H1-Antihistaminika gehört, ist eine verstärkte Müdigkeit oder Benommenheit nicht auszuschließen.

Gegenanzeigen

Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Fexofenadin, so darf der Wirkstoff nicht angewendet werden.

Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung oder mit Leberfunktionsstörungen sollten Fexofenadin nur unter besonderer ärztlicher Kontrolle anwenden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Fexofenadin sollte in der Schwangerschaft nach Möglichkeit nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist. Es existieren keine ausreichenden Untersuchungen für diese Patientengruppe. Im Tierversuch ergaben sich allerdings bisher keine Hinweise auf Schädigungen des Ungeborenen.

Da nicht bekannt ist, ob Fexofenadin in die Muttermilch übergehen kann, sollte Fexofenadin in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Für Kinder unter sechs Jahren konnte die Wirksamkeit sowie die Verträglichkeit der Substanz nicht nachgewiesen werden. In dieser Altersgruppe sollte Fexofenadin daher nicht angewendet werden. Kinder ab sechs Jahren können Fexofenadin verwenden.

Für eine länger als zwei Wochen dauernde Behandlung von Kindern gibt es bisher keine ausreichenden Studien zur Sicherheit und Verträglichkeit. Die Anwendung ist daher auf höchstens zwei Wochen zu begrenzen.

Warnhinweise

  • Das Medikament kann benommen machen. Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen können dadurch eingeschränkt sein.
  • Während der Anwendung des Medikaments darf kein Alkohol getrunken werden.
  • Das Medikament ist ab einer Wirkstärke von 120 Milligramm nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Filmtablette)
30 Stück Filmtabletten
27,97 Milligramm Fexofenadin
100 Stück Filmtabletten
112 Milligramm Fexofenadin
20 Stück Filmtabletten
112 Milligramm Fexofenadin
50 Stück Filmtabletten
112 Milligramm Fexofenadin
100 Stück Filmtabletten
168 Milligramm Fexofenadin
20 Stück Filmtabletten
168 Milligramm Fexofenadin
50 Stück Filmtabletten
168 Milligramm Fexofenadin

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Telfast 30mg/ -120mg/ -180mg sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Fexofenadin (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Filmtabletten
Filmtabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.