InfectoCiproCort Ohrentropfen

Hersteller: INFECTOPHARM Arzneimittel und CONSILIUM GmbH
Wirkstoffkombination: Ciprofloxacin + Fluocinolon
Darreichnungsform: Lösung
Rezeptpflichtig

Wirkung

InfectoCiproCort Ohrentropfen enthält die Wirkstoffkombination Ciprofloxacin + Fluocinolon. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von InfectoCiproCort Ohrentropfen.

Die Kombination dieser Wirkstoffe wird ausschließlich äußerlich eingesetzt. In Form von Ohrentropfen dient sie beispielsweise der Behandlung einer akuten Entzündung des äußeren Gehörganges.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Ciprofloxacin + Fluocinolon sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Gyrasehemmer (Chinolone), zu welchen die Wirkstoffkombination Ciprofloxacin + Fluocinolon gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • akute Entzündung des äußeren Gehörganges

Dosierung

Tropfen Sie alle acht Stunden vier bis sechs Tropfen in den äußeren Gehörgang des betroffenen Ohrs.

Die Lösung sollte vor der Anwendung angewärmt werden, indem die Flasche einige Minuten lang in der Hand gehalten wird. So lässt sich das unangenehme Gefühl vermeiden, das durch das Eintropfen einer kalten
Lösung in den Gehörgang hervorgerufen werden kann. Beim Einbringen der Tropfen sollte sich der Patient in liegender Position mit dem betroffenen Ohr nach oben befinden und einige Male an der Ohrmuschel gezogen werden. Diese Position sollte für etwa fünf Minuten beibehalten werden, um das Eindringen der Tropfen ins Ohr zu fördern. Wiederholen Sie die Behandlung bei Bedarf am anderen Ohr.

Um eine Verkeimung der Tropferspitze zu verhindern und so bakterielle Risiken zu begrenzen, sollten Sie eine Berührung der Ohrmuschel, des äußeren Gehörgangs und der angrenzenden Bereiche sowie anderer Oberflächen mit der Tropferspitze der Flasche vermeiden. Die Flasche muss zwischen den Anwendungen fest verschlossen gehalten werden.

Die Dauer der Behandlung beträgt acht Tage. Falls nach einwöchiger Therapie weiterhin Krankheitszeichen und Symptome bestehen, wird der Arzt entscheiden, wie und ob weiterbehandelt wird.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Povidon
  • Propyl-4-hydroxybenzoat
  • Salzsäure
  • Diethylenglycolmonoethylether
  • gereinigtes Wasser
  • Glyceryltris(polyethylenglycol)
  • Methyl-4-hydroxybenzoat
  • Natriumhydroxid-Lösung

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Juckreiz oder Überempfindlichkeit an der Anwendungsstelle.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
allergische Reaktionen.

Besonderheiten:
Wie bei anderen Antibiotika kann die Anwendung der Kombination zu übermäßigem Wachstum von unempfindlichen Erregern einschließlich Bakterien, Hefen und Pilzen führen. Bei Auftreten einer solchen Infektion wird der Arzt eine geeignete Therapie einleiten.

Die Kombination darf beim ersten Auftreten von Hautausschlag oder anderen Zeichen einer Überempfindlichkeit nicht mehr angewendet werden.

Wechselwirkungen

Bei Anwendung im Ohr sind nur sehr niedrige Konzantrationen der Wirkstoffe im Blut zu erwarten. Daher ist es unwahrscheinlich, dass bedeutende Wechselwirkungen von Ciprofloxacin oder Fluocinolon mit anderen Wirkstoffen auftreten.

Es wird empfohlen, keine anderen Präparate zur Behandlung der Ohren gleichzeitig anzuwenden. Wenn mehr als ein Medikament auf diesem Verabreichungsweg angewendet werden muss, sollte dies in einem zeitlichen Abstand geschehen.

Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht eingesetzt werden bei Überempfindlichkeit gegen Ciprofloxacin oder Fluocinolon, Überempfindlichkeit gegen ein anderes Antibiotikum der Wirkstoffklasse der Gyrasehemmer oder bei Infektionen des äußeren Gehörgangs mit Viren oder Pilzen.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf die Kombination bei Schäden des Trommelfells wie Rissen, Verdacht auf Trommelfell-Riss oder bestehendem Risiko einer Risses eingesetzt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Zwar haben sich Gyrasehemmer wie auch Glukokortikoide bei innerlicher Anwendung als schädlich für Ungeborene erwiesen, doch ist die aus Ohrentropfen in den Körper aufgenommene Menge für solche Folgen wohl zu gering. Bevor der Arzt das Arzneimittel verabreicht, wird er abwägen, ob der Nutzen der Behandlung das mögliche Risiko überwiegt.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Es liegen keine Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination bei Kindern unter sieben Jahren vor, aber es sind keine besonderen Risiken oder
Unterschiede im Krankheitsverlauf bekannt, die eine Anwendung in dieser Altersgruppe ausschließen würden.

Bei Kindern unter zwei Jahren liegen keine Studien mit Fluocinolon vor, daher muss der Arzt über einen Einsatz der Kombination in dieser Altersgrupe entscheiden.

Warnhinweise

  • Bei ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion ist die Behandlung mit dem Medikament zu beenden.
  • Das Medikament enthält als Konservierungsstoffe Parabene, die allergische Reaktionen auslösen können.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
10 Milliliter Lösung

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über InfectoCiproCort Ohrentropfen sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Ciprofloxacin + Fluocinolon (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.