Binosto 70 mg Brausetabletten

Hersteller: Recordati Pharma GmbH
Wirkstoff: Alendronsäure
Darreichnungsform: Brausetablette
Rezeptpflichtig

Wirkung

Binosto 70 mg Brausetabletten enthalten den Wirkstoff Alendronsäure. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Binosto 70 mg Brausetabletten.

Alendronsäure wird vor allem zur Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose) eingesetzt. Zielgruppe sind Frauen nach den Wechseljahren (Postmenopause) sowie Männer mit Störungen im Knochenaufbau.

Bei Patienten, die Alendronsäure einnehmen, sind Blutbild, Leberfunktion, Nierenfunktion, Calcium- und Phosphatspiegel im Blut regelmäßig zu kontrollieren.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Alendronsäure sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Bisphosphonate, Osteoporose-Mittel, zu welcher der Wirkstoff Alendronsäure gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Knochenbrüchigkeit bei Frauen nach den Wechseljahren

Dosierung

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Brausetablette einmal wöchentlich.

Haben Sie die Einnahme einer Dosis vergessen, holen Sie diese am folgenden Morgen, nachdem Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben, nach. Keinesfalls dürfen zwei Brausetabletten am selben Tag eingenommen werden.

Das Medikament muss auf nüchternen Magen mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen, Getränk oder Einnehmen von Arzneimitteln eingenommen werden. Die Einnahme darf nur mit Leitungswasser erfolgen. Andere Getränke (einschließlich Mineralwasser), Nahrungsmittel und manche Arzneimittel können die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper beeinträchtigen.

Um Reizungen der Speiseröhre zu vermeiden, dürfen Sie die Lösung erst trinken, wenn sich die Brausetablette vollständig aufgelöst hat. Anschließend sollten Sie mindestens etwa 1/6 eines Glases Leitungswasser oder auch eine größere Wassermenge nachtrinken. Wenn Sie die Lösung trinken, müssen Sie dazu aufrecht sitzen oder stehen und dürfen sich auch danach für mindestens 30 Minuten nicht hinlegen. Es darf frühestens 30 Minuten nach der Einnahme der Lösung gefrühstückt werden.

Die Dauer der Behandlung ist nicht festgelegt. Der Arzt wird die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung in regelmäßigen Abständen prüfen, insbesondere bei einer Anwendung über fünf oder mehr Jahre.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Acesulfam-Kalium
  • Citronensäure
  • Erdbeer-Aroma
  • Natriumcarbonat
  • Natriumdihydrogencitrat
  • Natriumhydrogencarbonat
  • Sucralose

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Speiseröhrenentzündung (Sodbrennen und Speiseröhrenentzündung); Calciummangel im Blut; Phosphatmangel im Blut.

Häufige Nebenwirkungen:
Bauchschmerzen; Magenreizung; Schluckstörungen; Brustschmerzen; Sodbrennen; Völlegefühl; Verstopfung; Durchfall; Blähungen; Übelkeit und Erbrechen; Schädigung der Speiseröhrenschleimhaut; Muskelschmerzen; Kopfschmerzen; Knochenschmerzen; Gelenkschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Hautausschlag; Hautrötung; Hautschwellung; Juckreiz; Augenhautentzündung; Magenentzündung; Zwölffingerdarmentzündung; Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre; Blutungen des Verdauungstraktes; Speiseröhrenverengung; Rachengeschwüre.

Seltene Nebenwirkungen:
Kieferknochenschwund; Fieber.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Erhöhung der Leberwerte; örtliche Schleimhautreizungen in Mundhöhle und Rachen.

Besonderheiten:
Möglicherweise kann Alendronsäure schwere Knochen-, Gelenk-, und/oder Muskelschmerzen mit teilweise starken Einschränkungen der Beweglichkeit auslösen. Die Beschwerden traten nach einem Tag bis zu mehreren Monaten oder gar Jahren nach Therapiebeginn auf und gingen bei den meisten Patienten nach dem Absetzen der Therapie zurück. Das Arzt sollte beim Auftreten solcher Schmerzen verständigt werden und muss dann entscheiden, ob die Behandlung vorübergehend oder dauerhaft abgesetzt werden muss.

In den letzten Jahren sind bei einer Langzeitanwendung von Bisphosphonaten immer wieder Oberschenkelbrüche an ungewöhnlicher Stelle beobachtet worden. Bei irgendwelchen Bedenken und vor allem bei Auftreten von Schmerzen im Oberschenkelbereich sollten die Patienten daher Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen.

Die Einnahme des Wirkstoffes kann ein erhöhtes Risiko für Entzündungen der Regenbogenhaut (Uveitis) oder der Lederhaut (Skleritis) zur Folge haben. Treten gerötete Augen, Schmerzen und Lichtempfindlichkeit auf, sollte ein Arzt befragt werden.

Wechselwirkungen

Die Aufnahme von Alendronsäure in den Körper kann durch Nahrungsmittel und Getränke verringert werden. Dies kann auch geschehen bei Einnahme von Calcium, Magnesium oder Eisen (Mineralstoffe) sowie bei säurebindenden Mitteln (Antazida) und einigen anderen Arzneimitteln.

Daher muss nach der Einnahme von Alendronsäure in jedem Fall ein zeitlicher Abstand von 30 Minuten eingehalten werden.

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen Alendronsäure dürfen alendronsäurehaltige Medikamente nicht eingenommen werden. Eine Anwendung sollte auch bei Krankheiten an der Speiseröhre sowie bei Fehlfunktionen der Niere unterbleiben.

Nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Alendonsäure eingesetzt werden bei Schluckstörungen, Veränderungen der Schleimhaut in der Speiseröhre (Barrett-Ösophagus), Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis) und Entzündungen am Zwölffingerdarm geboten. Eine Calciumunterverorgung im Blut (Hypokalzämie), Magenblutungen, Vitamin-D-Mangel, chirurgische Eingriffe an Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre sind vor Therapiebeginn auszuschließen.

Patienten, die nicht mindestens 30 Minuten aufrecht stehen oder sitzen können, dürfen alendronsäurehaltige Medikamente nicht verwenden. Es besteht im Liegen nach Einnahme die Gefahr einer Speiseröhrenreizung.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Anwendung an Schwangeren und Stillenden ist nicht zulässig, weil bisher zu wenig Erfahrungen vorliegen. Im Tierversuch wurden bisher allerdings keine schädigenden Wirkungen auf das Ungeborene festgestellt. Da nicht bekannt ist, ob Alendronsäure in die Muttermilch übergeht, muss abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Für Alendronsäure sowie alle anderen Bisphosphonate gibt es bisher noch zu wenig Erfahrung in der Anwendung an Kindern. Daher darf Alendronsäure nicht bei Kindern angewendet werden.

Warnhinweise

  • Während der Behandlung mit dem Medikament ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle des Blutbildes erforderlich.
  • Das Medikament darf nicht bei frischen Knochenbrüchen angewendet werden.
  • Die Einnahme des Medikaments sollte in aufrechter Position erfolgen und man sollte sich danach 30 Minuten lang nicht hinlegen.
  • Während der Behandlung muss eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D3-Versorgung sichergestellt sein (eventuell durch entsprechende Medikamente).
  • Bei Auftreten von Schmerzen im Oberschenkelbereich sollte ein Arzt befragt werden.
  • Bei Auftreten von Rötungen, Schmerzen oder Lichtempfindlichkeit der Augen ist sofort ein Arzt zu befragen.
  • Eine Brausetablette enthält 602,54 Milligramm Natrium, was bei einer kochsalzarmen Diät zu beachten ist.
  • Bewahren Sie das Medikament in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Brausetabletten)
4 Stück Brausetabletten
70 Milligramm Alendronsäure
12 Stück Brausetabletten
70 Milligramm Alendronsäure

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Binosto 70 mg Brausetabletten sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Alendronsäure (ggf. auch Generika).


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.