Das Bild zeigt die Füße einer Frau, die auf Zehenspitzen steht.
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Spitzfuß

Wer einen Spitzfuß hat, kann den Fuß beim Gehen nicht vollständig auf den Boden aufsetzen. Genauer gesagt ist bei der Spitzfußstellung die Ferse hochgestellt, sodass der Fuß den Boden nur mit dem Fußballen berührt. Aus dieser fehlerhaften Fußstellung ergeben sich Probleme beim Gehen und – wenn sie länger besteht – für das Skelettsystem.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Spitzfuß: Wenn die Ferse hochgestellt ist

In der Medizin nennt man einen Spitzfuß auch Pes equinus, was übersetzt so viel bedeutet wie "Pferdefuß". Der Grund: Die meisten vierfüßigen Tiere (auch das Pferd) setzen den Fuß nicht mit der ganzen Sohle auf.

Beim Menschen wirkt sich die Spitzfußstellung allerdings ungünstig aus:

  • Zum einen ruht die ganze Körperlast nur auf dem Vorderfuß, sodass kein stabiler Stand auf zwei Beinen möglich ist.
  • Zum anderen können die Betroffenen den Spitzfuß beim Gehen nicht abrollen, was zu Gangunsicherheiten führt.

Für einen Spitzfuß kommen verschiedene Ursachen infrage – denn der Spitzfuß kann sowohl angeboren als auch erworben sein.

Die angeborene Spitzfußstellung entsteht zum Beispiel durch eine Unterentwicklung der Unterschenkelknochen oder durch Zwangsfehlhaltungen im Mutterleib.

Meistens entwickeln sich Spitzfüße jedoch erst nach der GeburtGeburt infolge einer gestörten Nervenfunktion. Wenn zum Beispiel der Fußhebermuskel wesentlich "schlaffer" ist als der Fußstrecker, verkürzt sich der Wadenmuskel und zieht die Ferse nach oben. Auch eine übermäßige Muskelspannung in den Waden hat durch übersteigerten Streckreflex eine Spitzfußstellung zur Folge.

Bei Kleinkindern kann ein gewohnheitsmäßiger oder habitueller Spitzfuß in der Anfangsphase des Laufenlernes vorkommen, da sie in dieser Phase vorübergehend oft auf den Zehen gehen.

Der Arzt erkennt einen Spitzfuß anhand des typischen Erscheinungsbilds der Fußfehlstellung: Der Fußballen berührt den Boden, die Ferse ist hochgestellt. Bei der Untersuchung fällt besonders der typische Steppergang auf, ausgelöst durch das fehlende Abrollen des Fußes. Um jedoch die genauen Ursachen der Fußfehlstellung abzuklären, sind häufig sind weitere Untersuchungen nötig – zum Beispiel die Elektromyographie.

Im Prinzip macht jede Spitzfußstellung eine Behandlung notwendig, um Folgeerkrankungen und -fehlstellungen des Skeletts zu vermeiden. Für die Spitzfuß-Therapie stehen verschiedene konservative (d.h. nicht-operative) Maßnahmen zur Verfügung – zum Beispiel

  • Physiotherapie (Muskeldehnung der Wadenmuskulatur, Tonisierung der Fußhebemuskeln),
  • Orthesen (Spitzfuß-Redressionsstrumpf)
  • oder eine Gipsbehandlung.

Nur selten ist bei einem Spitzfuß eine Operation nötig, um die Fußfehlstellung zu korrigieren. Bei Kindern unter zwei Jahren zum Beispiel kann es vorkommen, dass Ärzte die Achillessehne durch eine einfache Durchtrennung operativ verlängern. Ein Gipsverband sorgt dafür, dass der Fuß für ein paar Wochen in der gewünschen Stellung verbleibt – in dieser Zeit wächst die Achillessehne ohne Folgen wieder zusammen.

Definition

Der Begriff Spitzfuß oder Pes equinus bezeichnet eine Fehlstellung des Fußes, die durch einen sogenannten Fersenhochstand gekennzeichnet ist: Die Ferse ist durch eine dauerhafte Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle hochgestellt, sodass der Fuß den Boden ausschließlich mit dem Fußballen berührt. Auch durch passive Bewegung kann man einen Spitzfuß nicht in eine gerade Form bringen. Die dauerhaft bestehende Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle bezeichnet man auch als Plantarflexion.

Im Tierreich ist diese Art der Fußstellung weit verbreitet – die meisten Vierfüßer setzen den Fuß nur mit dem Zehen-Mittelfuß-Bereich auf. Deshalb bezeichnet man den Spitzfuß auch als Pes equinus (= Pferdefuß).

Auf die Funktion des Fußes beim Menschen wirkt sich die Spitzfußstellung ungünstig aus: Zum einen ruht die ganze Körperlast nur auf dem Vorderfuß, wodurch der Spitzfuß den stabilen Stand auf zwei Beinen verhindert. Zum anderen können die Betroffenen den Spitzfuß beim Gehen nicht abrollen, sodass der Fuß seine normale Hebelfunktion nicht ausüben kann. Daher führt der Pes equinus zu Gangunsicherheiten.

Ursachen

Für einen Spitzfuß kommen vielfältige Ursachen infrage. Je nach Entstehungsweise kann man angeborene und im Laufe des Lebens erworbene Formen der Fußfehlstellung unterscheiden, wobei die erworbene Spitzfußstellung häufiger vorkommt. Ein angeborener Spitzfuß hat meist eine Fehlbildung als Ursache – zum Beispiel

  • eine Unterentwicklung (Hypoplasie) der Unterschenkelknochen,
  • ein angeborenes ausgerenktes Kniegelenk
  • oder Veränderungen durch Zwangsfehlhaltungen im Mutterleib

Häufig liegt der angeborene Spitzfuß zusammen mit weiteren Fußfehlstellungen als Klumpfuß vor.

Meistens entwickeln sich Spitzfüße jedoch erst nach der Geburt. Ein solcher erworbener Spitzfuß kann folgende Ursachen haben:

  • Zerebrale Kinderlähmung (infantile Zerebralparese, spastische Lähmung, spastisch = mit erhöhter der Muskelspannung verbunden): tritt durch ein Trauma während der Geburt auf und beinhaltet als häufigste Fehlbildung den Spitzfuß
  • Störungen des Nervensystems (neurologische Störungen): lähmend (paralytisch), zum Beispiel bei Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall oder verkrampft (spastisch), wie beispielsweise bei der Friedreich-Krankheit oder Myelodysplasie
  • Krankheiten, die den gesamten Organismus betreffen (sog. Systemerkrankungen): beispielsweise Bluterkrankheit (Hämophilie), bei der Einblutungen in die Wadenmuskulatur die Beschwerden auslösen
  • Störungen nach Verletzungen (posttraumatische Störungen): Verletzungen des Unterschenkels im Bereich des Sprunggelenks oder des ganzen Fußes, die zu einer verkürzten Achillessehne führen
  • Mechanische Ursachen: zum Beispiel längere Bettlägerigkeit, bei welcher der Fuß nicht abgestützt ist, oder Verbände, die den Fuß längere Zeit in Spitzfußstellung fixieren

Besonders oft entsteht ein Spitzfuß aufgrund einer gestörten Nervenfunktion, die (über eine schlaffe Lähmung) einen verkürzten Wadenmuskel (Musculus gastrocnemius) oder (über eine spastische Lähmung) eine übermäßige Muskelspannung in den Waden durch übersteigerten Streckreflex zur Folge hat.

Auch bei einer Lähmung der Muskeln an der Vorderseite des Unterschenkels kann es zur Spitzfußstellung kommen: Diese sogenannten Extensoren heben den Fuß und führen, wenn sie gelähmt sind, zum Spitzfuß. Diese Lähmung entsteht, wenn der die Muskeln versorgende Nerv (sog. Nervus peronaeus) geschädigt ist. Eine häufige Ursache dafür sind Unfälle wie beispielsweise der seitliche Zusammenprall eines Fußgängers mit einem Auto.

Verschiedene Infektionskrankheiten wie die spinale Kinderlähmung (Poliomyelitis) oder Diphtherie können ebenfalls den Nervus peronaeus schädigen und so zu einer Muskellähmung führen.

Wenn für den Spitzfuß keine Grunderkrankungen als Ursachen zu erkennen sind, liegt ein sogenannter habitueller Spitzfuß vor (habituell = gewohnheitsmäßig): Hier ist die Entstehung der Spitzfußstellung darauf zurückzuführen, dass sich die anfängliche Phase des Laufenlernens, in der Kinder vorübergehend häufig auf den Zehen gehen, verlängert.

Symptome

Beim Spitzfuß handelt es sich um eine bestimmte Fußfehlstellung, die schon von außen gut zu erkennen ist. Spitzfüße zeigen folgendes typisches Erscheinungsbild:

  • Fersenhochstand: Die Ferse ist beim Spitzfuß durch eine dauerhafte Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle hochgestellt (sog. Plantarflexion). Dadurch können die Betroffenen den Fuß ausschließlich mit dem Vor- und Mittelfußbereich aufsetzen und sind nicht in der Lage, die Ferse auf den Boden zu bringen. Je ausgeprägter der Pes equinus ist, desto weiter vorne setzen die Betroffenen den Fuß auf. In extremen Fällen treten die Betroffenen auch mit dem Fußrücken auf (sog. Teufelsfuß).
  • Verändertes Gangbild: Durch die beim Spitzfuß typische Fehlhaltung können die Betroffenen den Fuß beim Gehen nicht abrollen. Gehen auf den Hacken ist unmöglich. Da der Fuß fußsohlenwärts gebeugt ist, verlängert sich das Bein funktionell. Um ein Schleifen der Zehen auf dem Boden zu vermeiden, müssen Menschen mit Spitzfüßen daher die Knie beim Laufen vermehrt anheben. Auf diese Weise entsteht der charakteristische Steppergang (Hahnentritt).
  • Schwielen: Häufig bilden sich durch die beim Spitzfuß typische Gangart sichtbare Schwielen an den Fußballen.

Beim typischen Spitzfuß können die Betroffenen den Fuß bei gestrecktem Kniegelenk nur wenig in Richtung Fußrücken beugen. Die Normalposition erreichen sie nicht. Ein über längere Zeit unbehandelt bestehender Spitzfuß kann weitere Symptome auslösen: Dann kann zusätzlich eine ausgleichende Verkrümmung der Wirbelsäule entstehen.

Diagnose beim Arzt

Ein Spitzfuß lässt sich anhand des typischen Erscheinungsbilds der Fußfehlstellung erkennen: Der Fuß ist dauerhaft in Richtung Fußsohle gebeugt (sog. Plantarflexion) und die Ferse dadurch hochgestellt. Dadurch können die Betroffenen die Ferse nicht auf den Boden bringen, sondern ihren Fuß nur mit dem Vor- und Mittelfußbereich aufsetzen.

Je ausgeprägter der Spitzfuß ist, desto weiter vorne setzen die Betroffenen den Fuß auf. In extremen Fällen treten die Betroffene auch mit dem Fußrücken auf (sog. Teufelsfuß).

Bei der ersten Untersuchung beurteilt der Arzt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch das Gangbild und testet die passive Fußbewegung, um Hinweise auf die Art der Veränderungen zu erhalten. Nachfolgend sind weitere diagnostische Schritte nötig, um die genauen Ursachen des Spitzfußes zu klären.

Häufig weist die Krankheitsgeschichte (sog. Anamnese) auf Erkrankungen oder Ereignisse hin, die dem Spitzfuß zugrunde liegen könnten. Um bei der Diagnose gelähmte oder verkrampfte Muskelgruppen aufzuspüren, kann der Arzt Proben aus dem Muskelgewebe entnehmen (Muskelbiopsien) oder die Nervenfunktionen untersuchen: Bei der Elektromyographie beispielsweise misst der Arzt die von einem Muskel abgeleitete elektrischen Spannung.

Eine Röntgenaufnahme des Fußes klärt darüber auf, in welchem Ausmaß der knöcherne Fuß von der Fehlstellung betroffen ist. Darüber hinaus untersucht der Arzt mit Röntgenbildern von Knie, Hüfte und Wirbelsäule die Auswirkung der Spitzfußstellung auf das übrige Skelett.

Konservative Therapie & Operation

In der Regel macht jeder Spitzfuß eine Behandlung nötig – nur wenn die Ursache eine einseitige Beinverkürzung (z.B. infolge einer Poliomyelitis) ist, darf keine Korrektur des Spitzfußes erfolgen.

Wie die Behandlung bei einem Spitzfuß genau aussieht, hängt von

  • der Ursache,
  • dem Schweregrad der Fußfehlstellung
  • und den Beschwerden ab.

Wenn die Wadenmuskulatur in ihrer Struktur nicht verkürzt ist, sind zur Spitzfuß-Therapie konsequente aktive Bewegungsübungen ausreichend – etwa regelmäßige Bewegungsübungen des Fußes in alle Richtungen oder das Sitzen am Tisch mit aufgestellten Füßen. Gegen einen aufgrund spastischer Erkrankung entstandenen Spitzfuß bei Kindern (z.B. bei zerebraler Kinderlähmung) kommt in der Regel eine krankengymnastische Behandlung zum Einsatz, um Bewegungsabläufe gezielt zu schulen.

Ein habitueller Spitzfuß bei kleinen Kindern kann sogar ohne solche Übungen von alleine verschwinden: Wenn das Körpergewicht zunimmt, fällt den Kindern das habituelle (gewohnheitsmäßige) Gehen auf den Zehen immer schwerer, sodass sie es je nachdem von selbst aufgeben.

Wer bei gebeugtem Knie den Fuß gerade noch bis zur Neutralstellung zurückbewegen kann, wem eine Verkürzung der Wadenmuskulatur droht oder wessen Spitzfußstellung sich trotz krankengymnastischer Maßnahmen nicht verbessert, der benötigt zur Spitzfuß-Therapie unter Umständen sogenannte Unterschenkel-Stehgipse: Solche Gipsverbände stabilisieren den Fuß über einen längeren Zeitraum (4 Wochen) in der Normalposition und korrigieren den Spitzfuß auf schonende Weise.

Nach der Gipsbehandlung ist zur weiteren Behandlung ein mindestens einjähriger Einsatz von Nachtschienen ratsam.
 

Operation

Nur selten ist bei einem Spitzfuß eine Operation nötig: Dies ist der Fall, wenn die Wadenmuskulatur so in ihrer Struktur verkürzt ist, dass man die Verkürzung weder bei gestrecktem noch bei gebeugtem Knie ausgleichen kann – dann kann man die Spitzfußstellung durch konservative Maßnahmen nicht mehr erfolgreich behandeln. Um die Spitzfußstellung zu korrigieren, ist eine Verlängerung der Wadenmuskulatur oder der Achillessehne notwendig.

Besonders bei Kindern kann man einen Spitzfuß durch Verlängerung der Achillessehne erfolgreich behandeln. Im Anschluss an die Spitzfuß-Operation bekommen die Kinder in der Regel einen korrigierenden Gipsverband.

Im Erwachsenenalter steht als weitere Möglichkeit eine operative Gelenkversteifung (sog. Arthrodese) zur Verfügung. Dabei versteift der Operateur das obere Sprunggelenk, während die Beweglichkeit des unteren erhalten bleibt. Eine Arthrodese ist notwendig, wenn bereits schwere Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel des Sprunggelenks (Arthrose) aufgetreten sind.

Alternativ ist eine operative Verfestigung des Sprunggelenks mit einem Knochenspan (sog. Arthrorise) geeignet: Der eingesetzte Knochenspan hemmt die Gelenkbeweglichkeit und hält den Fuß so in Normalstellung. In jedem Fall ist es ratsam, einen operativ versorgten Pes equinus anschließend durch eine konservative Behandlung in Form von Dehnübungen weiterzuversorgen.

Erzielt sowohl die konservative als auch die operative Spitzfuß-Therapie keine oder ungenügende Ergebnisse, ist es nötig, die Fehlstellung durch orthopädische Schuhe mit keilartigem Unterbau der Ferse und Ausgleich auf der gegenüberliegenden Seite auszugleichen.

Verlauf

Beim Spitzfuß hängt der Verlauf wesentlich von der Ursache der Fußfehlstellung ab. So verheilt ein habitueller Spitzfuß bei kleinen Kindern oft schon von selbst: Wenn das Körpergewicht zunimmt, fällt den Kindern das gewohnheitsmäßige (habituelle) Gehen auf den Zehen immer schwerer, sodass sie es unter Umständen von selbst aufgeben.

Ist die Spitzfußstellung durch eine Erkrankung entstanden, kann man mit intensiver Krankengymnastik zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung große Fortschritte erzielen.

Meistens ist bei der Spitzfuß-Therapie allerdings mit einem langwierigen Verlauf zu rechnen, durch den sich die Fußfehlstellung selten vollständig zurückbildet. Auch bei Kindern mit Kinderlähmung ist in der Regel keine völlige Heilung möglich.

Ein unbehandelter Spitzfuß kann sich im weiteren Verlauf negativ auf das gesamte Skelettsystem auswirken: Ein einseitiger Pes equinus führt zu einer funktionellen Beinverlängerung, durch die das Kniegelenk der Gegenseite dauerhaft überstreckt ist (Genu revurvatum). Diese zieht wiederum schwerwiegende Stand- und Gangunsicherheiten nach sich. Darüber hinaus kann ein einseitig ausgeprägter Spitzfuß besonders bei Kindern durch den Beinlängenunterschied einen chronischen Schiefstand des Beckens und damit verbundene seitliche Verkrümmungen der Wirbelsäule vor allem im Lendenwirbelbereich (Lumbalskoliose) verursachen.

So beugen Sie vor

Einem erworbenen Spitzfuß können Sie aktiv vorbeugen: Falls Ihr Sprunggelenk zum Beispiel länger andauernd ruhig gestellt ist, können Sie mit der entsprechenden Spitzfußprophylaxe dafür sorgen, dass keine Spitzfußstellung entsteht. Wenn Sie etwa zu einer längeren Bettlägerigkeit gezwungen sind, lassen Sie an Ihrem Bett am besten ein sogenanntes Fußbrett anbringen, auf dem Sie den Fuß abstützen können.

Krankengymnastische Übungen, bei denen Sie die sich sonst verkürzenden Muskeln und Sehnen an der Unterschenkelrückseite regelmäßig dehnen, sind zur Spitzfußprophylaxe unumgänglich. Können Sie diese nicht aktiv ausführen, müssen sie passiv erfolgen.

Bekommen Sie (z.B. bei einem Knochenbruch) einen Gipsverband, der den Fuß ruhig stellt, ist es wichtig, dass Sie im Gips die normale Fußstellung (Neutral-Null-Stellung) einhalten, um einen Spitzfuß zu vermeiden. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Behandlung einer gerissenen Achillessehne (Achillessehnenruptur): Hierbei ist es nötig, den Unterschenkel durch ein Gipsverband in Spitzfußstellung ruhig zu stellen. In diesem Fall können Sie einem Spitzfuß vorbeugen, indem Sie – sobald Sie den Gips nicht mehr tragen – durch krankengymnastischen Übungen die verkürzte Unterschenkelmuskulatur dehnen.