Das Bild zeigt einen Jungen, der unter Nasenbluten leidet.
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Morbus Osler

Morbus Osler ist eine seltene Gefäßkrankheit, die sich vor allem auf Blutgefäße der Haut und Schleimhaut auswirkt: Die betroffenen Gefäße sind erweitert und dünnwandig. Dadurch reißen sie leicht ein, was zu Blutungen führt.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Überblick

Der Morbus Osler hat viele Namen: Man bezeichnet die Gefäßerkrankung nach den verschiedenen Ärzten, welche die Gefäßveränderungen beschrieben haben, zum Beispiel als Osler-Syndrom, Morbus Rendu-Osler oder Morbus Osler-Weber-Rendu und nach ihren Eigenschaften als hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT).

Die Bezeichnung hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie verrät, dass Morbus Osler:

  1. erblich (bzw. hereditär) bedingt ist und somit zu den Erbkrankheiten gehört,
  2. durch Erweiterungen kleinster Gefäße (sog. Kapillaren) gekennzeichnet ist, die als stecknadelkopf- bis reiskorngroße rote Flecken in der Haut und Schleimhaut erscheinen (sog. Teleangiektasien), und
  3. diese Gefäßerweiterungen leicht verletzlich sind und schnell zu Blutungen (sog. Hämorrhagien) führen.

Neben den Gefäßerweiterungen kommt es bei Morbus Osler typischerweise auch zu Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen. Sind innere Organe von den Gefäßerweiterungen und -kurzschlüssen betroffen, kann dies zu lebensbedrohlichen Blutungen führen.

Das häufigste und meist auch das erste Symptom für Morbus Osler ist wiederholtes Nasenbluten. Je nach Ausmaß kann es eine Blutarmut (Anämie) verursachen. Die kleinen Gefäßerweiterungen sind als kleine, rötliche bis blau-violette und unregelmäßig geformte Flecken überwiegend im Gesicht (v.a. Haut und Schleimhaut von Mund und Nase) zu sehen, gehäuft auch an den Fingerkuppen. Ihre Anzahl nimmt mit steigendem Lebensalter, etwa bis zum 50. Lebensjahr, ständig zu. Grundsätzlich können die Gefäßveränderungen aber alle inneren Organe betreffen – die möglichen Folgen reichen zum Beispiel …

Die bei Morbus Osler eingesetzte Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern. Ihre Ursache – den Schaden an der Erbanlage – kann man nicht beheben.

Die Behandlungsmaßnahmen richten sich nach den jeweiligen Beschwerden: Bei Blutungen in der Nase oder im Magen-Darm-Bereich kann zum Beispiel eine Laserbehandlung Abhilfe schaffen. Um das Nasenbluten zu behandeln, bietet sich auch eine Hauttransplantation an. Ist der Morbus Osler mit ausgedehnten Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen in inneren Organen verbunden, kann man diese möglicherweise durch einen angiographischen Eingriff verschließen. Gelingt dies nicht, kann es nötig sein, die betroffenen Bereiche in einer Operation zu entfernen.

Definition

Morbus Osler ist eine Gefäßerkrankung, die durch folgende Fehlbildungen der Blutgefäße gekennzeichnet ist:

  • leicht verletzliche Gefäßerweiterungen und
  • Kurzschlüsse zwischen Arterien und Venen (arterio-venöse Kurzschlüsse)

Die für Morbus Osler typischen Gefäßerweiterungen treten überwiegend an Haut und Schleimhäuten auf und sind dort als stecknadelkopf- bis reiskorngroße rote Flecken (sog. Teleangiektasien) zu sehen. Sie können praktisch jedes Organ und Gewebe betreffen, finden sich jedoch besonders häufig im Gesicht an Nase und Mund.

Die Kurzschlüsse zwischen Arterien und Venen können große Ausmaße annehmen und die Kapillaren vollständig verschwinden lassen, wenn die inneren Organe von den Gefäßveränderungen betroffen sind. Solche arterio-venösen Fehlbildungen können beim Morbus Osler vor allem in der Lunge, im Gehirn und im Verdauungstrakt auftreten.

Die Gefäßfehlbildungen sind erblich bedingt, weshalb Morbus Osler zu den Erbkrankheiten zählt. Aufgrund der typischen Gefäßfehlbildungen und deren Vererbbarkeit bezeichnet man Morbus Osler auch als hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (bzw. auf Lateinisch als Teleangiectasia haemorrhagica hereditaria):

  • Teleangiectasia = Endgefäßerweiterung
  • haemorrhagica = zu Blutungen führend
  • hereditaria = erblich

Der Name Morbus Osler (d.h. Osler-Krankheit) leitet sich von William Osler (1849 bis 1919) ab, einem kanadischen Internisten und Pathologen, der die Gefäßkrankheit im Jahr 1901 beschrieb. Da der französische Internist Henri Rendu (1844 bis 1902) die typischen Gefäßveränderungen bereits 1896 veröffentlichte und der britische Arzt Frederick Parkes Weber (1863 bis 1962) später die erblichen Teleangiektasien der Haut und Schleimhaut mit wiederkehrenden Blutungen beschrieb, bezeichnet man das Osler-Syndrom auch als

  • Morbus Rendu-Osler,
  • Morbus Rendu-Osler-Weber oder
  • Morbus Osler-Weber-Rendu.

Häufigkeit

Morbus Osler ist relativ selten – die Angaben zur Häufigkeit schwanken jedoch stark. Jährlich kommt etwa 1 neuer Fall pro 2.000 bis 40.000 Menschen hinzu, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind.

Ursachen

Der Morbus Osler hat erbliche Ursachen: Die Erbkrankheit entsteht durch eine Schädigung an einem Träger der Erbanlage (Gen). Dieser Gendefekt ist dominant und liegt nicht auf einem Geschlechtschromosom. Dies bedeutet:

Trägt ein Elternteil das defekte Gen in sich, besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls Morbus Osler haben – unabhängig vom Geschlecht.

Der Gendefekt, der zum Morbus Osler führt, kann sich auf zwei verschiedenen Genen befinden, die wiederum auf zwei verschiedenen Chromosomen (= fadenförmige Gebilde im Zellkern) liegen. Diese beiden Gene sind:

  • das Endoglin-Gen auf dem Chromosom 9
  • das ALK-1-Gen (Gen für die Aktivin-Rezeptor-ähnliche Kinase) auf dem Chromosom 12

Beide Gene sind für die Innenauskleidung der Blutgefäße mitverantwortlich. Sind sie – wie bei Morbus Osler – defekt, wirkt sich dies auf die kleinsten Aufzweigungen der Blutgefäße (Kapillaren) zwischen Arterien und Venen aus: Infolge des defekten Gefäßbindegewebes weiten sich die Kapillaren aus, sind dünnwandig und verletzlich. Es kommt zu Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen (arterio-venöse Fehlbildungen).

Diese Gefäßfehlbildungen und die Vererbbarkeit von Morbus Osler sind die Ursachen dafür, dass man die Gefäßerkrankung auch als hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) bezeichnet (Teleangiektasie = Endgefäßerweiterung, Hämorrhagie = Blutung, hereditär = erblich).

Symptome

Wie stark beim Morbus Osler die Symptome ausgeprägt sind, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich: Das Ausmaß der erblichen Blutgefäßerkrankung kann sogar innerhalb einer Familie, deren Mitgliedern alle denselben Gendefekt haben, erheblich variieren.

In erster Linie ist der Morbus Osler durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  • sichtbar erweiterte Blutgefäße in Haut und Schleimhäuten (sog. Teleangiektasien)
  • häufiges Nasenbluten infolge einer gesteigerten Verletzlichkeit und Brüchigkeit der Gefäßwände
  • Blutarmut (Anämie), die bei regelmäßigen Blutungen auftreten kann

Die als Teleangiektasien bezeichneten Gefäßerweiterungen betreffen die kleinsten Gefäße (sog. Kapillaren). Im Allgemeinen treten diese Morbus-Osler-Symptome in der Pubertät oder erst im Erwachsenenalter in Erscheinung. Typischerweise handelt es sich um rote bis blau-violette, flache, unregelmäßig geformte Flecken von 1 bis 4 Millimetern, die überwiegend im Gesicht (und zwar in der Haut und Schleimhaut von Mund und Nase) auftreten, gehäuft auch an den Fingerkuppen.

Die Anzahl dieser für Morbus Osler typischen Flecken nimmt mit steigendem Lebensalter etwa bis zum 50. Lebensjahr ständig zu.

Daneben können die Gefäßerweiterungen bei Morbus Osler auch innere Organe und Gewebe betreffen: In einigen Fällen sind beispielsweise die Gefäße in der Schleimhaut des Verdauungstrakts erweitert. Zudem können sich bei Morbus Osler praktisch überall größere Veränderungen an den Blutgefäßen (sog. arterio-venöse Kurzschlüsse) bilden: Diese kommen bei etwa 5 bis 20 Prozent der Betroffenen vor – besonders in der Lunge, im Gehirn und im Verdauungstrakt. Entsprechend kann der Morbus Osler weitere Symptome verursachen.

Welches Ausmaß die Morbus-Osler-Symptome haben und wo sie auftreten, hängt unter anderem von der genauen Ursache der Erbkrankheit ab:

  • Wenn die ursächliche Erbgutschädigung den als Endoglin-Gen bezeichneten Träger der Erbanlage betrifft, ist die Wahrscheinlichkeit von Gefäßveränderungen der Lunge höher (etwa 30 Prozent) als bei einem defekten ALK-1-Gen (3 Prozent).
  • Wenn ein geschädigtes ALK-1-Gen die Krankheitsursache ist, sind die Anzeichen von Morbus Osler insgesamt milder.

Blutungen

Die für Morbus Osler besonders typischen Symptome sind Blutungen. Auf dieses Merkmal weist auch die Bezeichnung hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie für die Gefäßerkrankung hin: Hämorrhagie bedeutet Blutung.

Am häufigsten macht sich Morbus Osler durch Nasenbluten bemerkbar: Bei 96 Prozent aller Menschen mit dieser Blutgefäßerkrankung blutet immer wieder plötzlich die Nase.
Gleichzeitig ist häufiges Nasenbluten auch meistens das erste Symptom für Morbus Osler: In 90 Prozent der Fälle zeigt sich die Erbkrankheit zuerst durch eine blutende Nase.
Das Nasenbluten beginnt meist während der Pubertät und kann große Ausmaße annehmen. Häufig ist eine Blutarmut (Anämie) die Folge. Durch das ständige Risiko von Blutungen besteht außerdem eine eingeschränkte Lebensqualität.

Seltener (in bis zu 20% der Fälle) kommt es beim Morbus Osler zu Magen- und Darmblutungen: Meist treten diese Blutungen nach dem 40. Lebensjahr auf. Sind sie stark, kann der Stuhl teerähnlich aussehen, rote Blutauflagerungen enthalten oder faulig riechen. Die Blutungen können allerdings auch so gering sein, dass sie optisch nicht auffallen. Dauern sie länger an, können infolge des ständigen – wenn auch geringen – Blutverlusts ebenfalls Symptome einer Blutarmut verursachen.

Organbefall

Die bei Morbus Osler für alle Symptome verantwortlichen Gefäßerweiterungen und -kurzschlüsse können jedes Organ betreffen. Jeder Organbefall wirkt sich allerdings unterschiedlich aus.

Sind die Nieren beziehungsweise die ableitenden Harnwege vom Morbus Osler betroffen, kann sich Blut im Urin befinden. Als Symptome für einen Organbefall der Augen können blutige Tränen auftreten.

Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen (arterio-venöse Kurzschlüsse) treten bei Morbus Osler besonders in der Lunge (etwa bis zu 30%), im Gehirn (bei rund 15%) und im Verdauungstrakt auf. Symptome verursacht dieser Organbefall nicht unbedingt. Große Gefäßkurzschlüsse in inneren Organen bedeuten jedoch ein besonderes Risiko:

  • Zum einen können so Blutgerinnsel oder Bakterien ungehindert aus dem Körperkreislauf ins Gehirn gelangen und dort Schlaganfälle oder Entzündungen auslösen (bei Gefäßveränderungen im Gehirn ist das Risiko für Blutungen und sich daraus ergebende Schlaganfälle besonders hoch; bei Befall der Lungen ist hingegen das Blutungsrisiko gering).
  • Zum anderen kann die Kurzschlussverbindung das Herz überbelasten.

Befällt der Morbus Osler die Leber, sind Beschwerden selten. Wenn durch den Organbefall allerding mehrere großvolumige arterio-venöse Kurzschlussverbindungen entstehen, kann der Morbus Osler so ebenfalls Symptome einer Überbelastung des Herzens auslösen.

Diagnose

Bei Morbus Osler gelingt die Diagnose meistens anhand der Krankengeschichte (sog. Anamnese) und der vorliegenden Symptome. Hierbei ist es besonders bedeutend,

  • ob Nasenbluten oder andere Blutungen wiederholt und ohne erkennbaren Grund auftreten und
  • (da Morbus Osler eine Erbkrankheit ist) ob Familienangehörige ebenfalls Symptome der Gefäßerkrankung zeigen.

Bei häufig wiederkehrenden Blutungen kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob eine Blutarmut (Anämie) vorliegt. Zudem kann der Arzt bei Verdacht auf Morbus Osler durch bildgebende Untersuchungen (wie Ultraschall, Computertomographie, Endoskopie) feststellen, ob innere Organe beteiligt sind: So können bei Morbus Osler zum Beispiel arterio-venöse Missbildungen der Lunge, des Gehirns oder des Magen-Darm-Trakts entstehen.

Um den Morbus Osler sicher zu diagnostizieren, besteht die Möglichkeit, die ursächlichen Veränderungen am Erbgut nachzuweisen: Für diesen Nachweis entnimmt der Arzt Blutproben und lässt sie molekulargenetisch untersuchen.

Therapie

Bei Morbus Osler zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu lindern – es ist jedoch nicht möglich, die Ursache der Erbkrankheit zu beheben. Welche Behandlung im Einzelfall zum Einsatz kommt, richtet sich nach den jeweils vorhandenen Beschwerden.

Wenn der Morbus Osler bei Ihnen Nasenbluten verursacht, können Sie die Blutung mit Nasentamponaden stoppen. Eine weitere Möglichkeit, gegen häufiges Nasenbluten vorzugehen, bietet die Lasertherapie: Sie besteht darin, die erweiterten Gefäße mit einem Laser zu veröden. Diese Behandlungsmaßnahme ist jedoch oft nur kurzfristig erfolgreich.

Einen langfristigen Erfolg gegen das Nasenbluten kann eine Hauttransplantation bringen: Dabei ersetzt der Arzt die vom Morbus Osler befallene Nasenschleimhaut durch Haut von einer anderen Körperregion, zum Beispiel vom Oberschenkel. In gewissem Rahmen können Sie dem Nasenbluten auch vorbeugen, indem Sie Ihre Nase regelmäßig mit Cremes behandeln, welche die Schleimhaut vor Verletzungen schützen.

Auch wenn der Morbus Osler bei Ihnen zu Magen-Darm-Blutungen führt, kann die Therapie darin bestehen, einzelne Stellen mit Laser zu behandeln. Wenn Sie Beschwerden haben, die durch ausgedehnte Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen in inneren Organen bedingt sind, kann Ihr Arzt versuchen, die Gefäßverbindungen angiographisch (z.B. durch Einbringen von Metallspiralen) zu verschließen. Klappt dies nicht, besteht die einzige Behandlungsmöglichkeit häufig nur darin, die betroffenen Bereiche in einer Operation zu entfernen.

Haben Sie infolge der bei Morbus Osler häufigen Blutungen eine Blutarmut (Anämie) entwickelt, ist es ratsam, diese zum Beispiel durch Eisenpräparate zu behandeln. In schwerwiegenden Fällen kann der Morbus Osler auch Bluttransfusionen zur Therapie notwendig machen.

Verlauf

Bei Morbus Osler hängt der Verlauf davon ab, welche Veränderung an der Erbanlage für die Erbkrankheit verantwortlich ist und welche Organe betroffen sind: Bei einer Schädigung des als ALK-1 bezeichneten Gens verläuft die Gefäßerkrankung insgesamt milder als bei einem geschädigten Endoglin-Gen (da bei Letzterem z.B. die Wahrscheinlichkeit von Gefäßveränderungen der Lunge höher ist).

Die Prognose von Morbus Osler ist günstiger und die durchschnittliche Lebenserwartung entsprechend höher, wenn in der Lunge oder im Gehirn keine Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen vorliegen.

Komplikationen

Wenn bei Morbus Osler im weiteren Verlauf massive Blutungen auftreten, kann dies zu verschiedenen Komplikationen führen: So lösen Blutungen im Gehirn Schlaganfälle aus. Durch Gefäßkurzschlüsse in der Lunge können Gerinnsel und Bakterien in das Gehirn gelangen und ebenfalls Schlaganfälle sowie Hirneiterungen (Abszesse) hervorrufen.

Ausgedehnte arterio-venöse Kurzschlussverbindungen können (v.a., wenn sie in Lunge und Leber entstehen) zur Überbelastung des Herzens führen, woraus sich wiederum eine Herzinsuffizienz entwickeln kann. Zudem können die arterio-venösen Fehlbildungen, die bei 5 bis 20 Prozent der Menschen mit Morbus Osler zu finden sind, zu besonders massiven Blutungen in den betroffenen Organen führen.

Vorbeugen

Einem Morbus Osler können Sie nicht vorbeugen: Die Blutgefäßerkrankung zählt zu den Erbkrankheiten – wer das ursächliche Erbmerkmal von einem Elternteil geerbt hat, entwickelt den Morbus Osler in jedem Fall. Allerdings kann das Ausmaß der Gefäßkrankheit innerhalb der Familie sehr verschieden sein.

Auch wenn Sie die Erkrankung nicht verhindern können – durch verschiedene Maßnahmen kann man einem bestehenden Morbus Osler zumindest möglichen Komplikationen vorbeugen:

  • Wenn Sie arterio-venöse Kurzschlussverbindungen in den Lungen haben, ist es bei ärztlichen Eingriffen (v.a. bei Zahnbehandlungen) ratsam, mit Antibiotika einer Infektion des Gehirns vorzubeugen.
  • Um das Risiko einer Blutung durch arterio-venöse Kurzschlüsse einzudämmen, ist es empfehlenswert, diese mithilfe von kleinen Ballons oder anderem Material verschließen zu lassen.

Außerdem können Sie das mit Morbus Osler verbundene Risiko von Komplikationen durch bestimmte Verhaltensweisen mindern:

  • Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin, Stress, körperlich schwere und bückenden Tätigkeiten.
  • Ernähren Sie sich bewusst: Essen Sie viel Salat, wenig Fleisch und keine säurehaltigen Beeren.