Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft: Was passiert dabei?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Januar 2018)

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Schätzungen zufolge kommen auf etwa 100 normale Schwangerschaften ein bis zwei, die außerhalb der Gebärmutter entstehen. Fast immer handelt es sich dabei um eine Eileiterschwangerschaft. Nur sehr selten kommt es zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft.

Was ist eine Eileiterschwangerschaft? Bei einer Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) nistet sich die Eizelle im Eileiter anstatt in der Gebärmutter ein.

Was ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft? Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität, Peritonealgravidität) nistet sich die Eizelle im Bauchraum anstatt in der Gebärmutter ein.

Sowohl Eileiterschwangerschaft als auch Bauchhöhlenschwangerschaft sind eine sogenannte Extrauteringravidität. Darunter versteht man jede Schwangerschaft, bei der sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet. Außer in Eileiter und Bauchhöhle kann eine Extrauteringravidität auch in den Eierstöcken oder im Gebärmutterhals entstehen.

Die Fachbegriffe für eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter lauten:

  • extrauterine Schwangerschaft beziehungsweise Extrauteringravidität: von lat. extra = außerhalb, uterus = Gebärmutter, graviditas = Schwangerschaft
  • ektope Schwangerschaft: von griech. ektos = außen, topos = Ort

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Mögliche Symptome

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann anfangs ähnliche Symptome hervorrufen wie eine normale Schwangerschaft:

Je nachdem, wo sich die Eizelle ansiedelt und wie lange die Extrauteringravidität besteht, entwickeln sich die Anzeichen unterschiedlich. Die Symptome einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können intensiv und plötzlich auftreten, aber auch langsam zunehmen, so zum Beispiel als einseitiges dumpfes Druckgefühl oder Ziehen im Unterbauch.

Die Beschwerden können denen einer Nierenbeckenentzündung, einer Blinddarmentzündung oder einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) ähneln. Manchmal kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft zu Kreislaufbeschwerden: Symptome hierfür sind Blässe, Kurzatmigkeit, rasender Puls, Übelkeit und Erbrechen. Außerdem ist eine leicht erhöhte Temperatur möglich.

Wenn die Monatsblutung ausbleibt oder als Schmier- oder Dauerblutung unterschiedlicher Intensität auftritt, gehen viele Betroffene von einer Zyklusstörung aus. Unter Umständen können dies jedoch Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft sein

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Man sieht eine Frau im Gespräch mit einer Ärztin. © iStock

Anfangs ähneln die Symptome einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft denen einer normalen Schwangerschaft. Später zeigen sich unterschiedlich Anzeichen.

Bei einer Eileiterschwangerschaft kann sich der Embryo anfangs recht ungestört entwickeln, auch wenn die Umstände im Vergleich zur Entwicklung in der Gebärmutter ungünstig sind. In der Mehrzahl der Fälle endet eine Eileiterschwangerschaft allerdings vor Ende des dritten Schwangerschaftsmonats durch den Fruchttod, da nicht genügend Platz zur Verfügung steht und der Embryo unzureichend versorgt ist. Die Fruchtkapsel platzt und Plazenta sowie Fruchtsack lösen sich von der Eileiterwand. Dabei kommt es zur Blutung und zum Abgang des Ungeborenen. Hat die Eileiterschwangerschaft bis dahin keine auffälligen Anzeichen verursacht, bleibt sie möglicherweise unerkannt.

Zur Fehlgeburt bei einer Eileiterschwangerschaft kann es aber auch durch Reißen der Eileiterwand (sog. Eileiterruptur) in die freie Bauchhöhle kommen. Das führt zu unter Umständen lebensbedrohlichen Blutungen. Solch ein Eileiterriss stellt eine schwerwiegende Komplikation der Eileiterschwangerschaft dar. Die Anzeichen hierfür sind akute und intensive Schmerzen im Unterbauch. Der Bauch ist oft gespannt und bei Berührung sehr schmerzempfindlich. Die wehenartigen Unterbauchschmerzen können mit Schwächezuständen und Ohnmachtsanfällen sowie Schmerzen im Oberbauch und ausstrahlendem Rückenschmerz verbunden sein. Es kann sich eine lebensgefährliche Schocksymptomatik entwickeln. Diese Symptome machen eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich. Nicht selten ist die Eileiterschwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt unbemerkt geblieben.

Da bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft anfangs weniger Platzprobleme herrschen als bei der Eileiterschwangerschaft, finden sich meist keine oder wenig charakteristische Symptome. In der Regel endet aber auch diese Form der Extrauteringravidität infolge der unzureichenden Versorgung des Embryos frühzeitig.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Was sind die Ursachen?

Für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Mehr als jede zweite Eileiterschwangerschaft entsteht aufgrund einer Störung des Eizellentransports im Eileiter. Diese Störung kann anatomisch oder funktionell bedingt sein.

Anatomische Ursachen für eine Eileiterschwangerschaft

Einer Eileiterschwangerschaft können mechanische Hindernisse zugrunde liegen. Diese können zum Beispiel durch einen verklebten oder abgeknickten Eileiter oder aufgrund von Verwachsungen um den Eileiter herum entstehen. Verwachsungen engen die Weite des Eileiters ein und machen ihn für den Eitransport möglicherweise unpassierbar. Die Durchgängigkeit des Eileiters kann auch durch Eileiterpolypen erschwert sein. Anlagebedingt können sackartige Höhlen in der Eileiterwand als angeborene Besonderheit oder auch infektionsbedingte Verengungen eine "Eifalle" darstellen. Solche Eileiterinfektionen treten häufiger bei Frauen auf, die die Spirale (Intrauterinpessar) verwenden. Auch nach Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten kann eine Eileiterschwangerschaft entstehen.

Funktionelle Ursachen für eine Eileiterschwangerschaft

Gibt es für die Eileiterschwangerschaft keine anatomischen Ursachen, kann eine gestörte Eileiterfunktion der Grund für eine Einnistung am falschen Ort sein. Zu den Eileiterfunktionsstörungen zählen eine eingeschränkte Beweglichkeit, eine Muskelschwäche oder ein mangelhafter Zilienbesatz im Eileiter. Zilien sind haarähnliche Strukturen, die die Eizelle normalerweise durch Flimmerbewegungen zur Gebärmutter transportieren.

Ursachen für eine Bauchhöhlenschwangerschaft

Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft ist es dem Eileitertrichter nicht gelungen, die befruchtete Eizelle aufzufangen.

Mögliche Risikofaktoren

Für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft gibt es mehrere Risikofaktoren:

Entstehung einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter

Jede Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter beginnt mit der Befruchtung der Eizelle im Eileiter. Ort der Befruchtung ist normalerweise der Eileitertrichter. Einige Tage nach der Befruchtung findet die Einnistung statt: Die Eizelle wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo sie sich – unter normalen Bedingungen – einnistet. Findet die Einnistung jedoch in der Schleimhaut des Eileiters oder an anderer Stelle statt, entsteht eine Extrauteringravidität.

Die Eizelle kann sich dabei an unterschiedlichen Orten außerhalb der Gebärmutter einnisten, zum Beispiel in den Eileitern, aber auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals und der Bauchhöhle. Die Bezeichnung für eine derartige Schwangerschaft leitet sich vom Ort der Einnistung ab. Der Ausdruck Bauchhöhlenschwangerschaft trifft nur dann zu, wenn sich die Eizelle in der Bauchhöhle einnistet, was sehr selten ist. Eine Eileiterschwangerschaft tritt dagegen häufiger auf.

Grafische Darstellung einer Eileiterschwangerschaft © iStock

Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter ein.

Außerhalb der Gebärmutter entwickelt sich der Embryo auf Dauer häufig nicht ausreichend, da er von der hierfür nicht vorgesehenen Schleimhaut zu wenige Nährstoffe erhält und zunehmend unterversorgt ist. Daher kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft häufig zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt). In der Regel stirbt der Embryo innerhalb der ersten drei Monate ab. Dieser frühe natürliche Schwangerschaftsabbruch führt dazu, dass betroffene Frauen die Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft nicht als solche erkennen oder sogar oft gar nicht bemerken. Ein natürlicher Abbruch kann jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft noch stattfinden.

Häufigkeit

Über die Häufigkeit der Eileiterschwangerschaft oder der Bauchhöhlenschwangerschaft lassen sich keine genauen Angaben machen. Bei Eileiterschwangerschaften und Bauchhöhlenschwangerschaften sterben viele Embryonen frühzeitig ab und bleiben von der Frau unbemerkt. Auf 100 normale Schwangerschaften kommen Schätzungen zufolge etwa ein bis zwei Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter.

Die häufigste Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter ist die Eileiterschwangerschaft: Von 100 Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter entstehen 97 im Eileiter. Die Bauchhöhlenschwangerschaft und andere Formen der extrauterinen Schwangerschaft sind sehr selten. Die möglichen Einnistungsorte (nach absteigender Häufigkeit sortiert) sind:

  • Eileiter (etwa 97 Prozent der Fälle)
  • Eierstock (etwa 2 Prozent der Fälle)
  • Bauchhöhle (weniger als einem Prozent der Fälle)
  • Gebärmutterhals (in 0,5 Prozent der Fälle)

Video: Eileiterschwangerschaft – wie sie entsteht, welche Folgen sie hat.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Diagnose

Oft liefern die Angaben der Betroffenen dem Arzt bereits Hinweise auf eine mögliche Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, also zum Beispiel Angaben zu

Bei einer Eileiterschwangerschaft ist der typische seitenbetonte Schmerz in Kombination mit einer Gebärmutterblutung zudem so charakteristisch, dass sich schnell die Verdachtsdiagnose ergibt. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft erfolgt die Diagnose dagegen oft erst spät, da Symptome lange fehlen oder nur leicht ausgeprägte, krampfartige Schmerzen im Unterbauch auftreten.

Um bei Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft eine Diagnose zu stellen, können verschiedene Untersuchungen zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel:

Eine leere Gebärmutter ist bei positivem Schwangerschaftstest und langsamem bis fehlendem Anstieg des Schwangerschaftshormons im Blut (HCG) typisch für eine extrauterine Schwangerschaft. Manchmal ist bei einer Eileiterschwangerschaft ab der sechsten Schwangerschaftswoche mithilfe einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide auch die Fruchtanlage im Eileiter zu sehen.

Wenn die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft starke Beschwerden verursacht und die ersten Untersuchungen keine sichere Diagnose ermöglicht haben, ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erforderlich, um den Einnistungsort zu finden. Eine Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose. Über kleine Schnitte im Bereich des Bauchnabels und an der Schambeingrenze bringt der Arzt ein Endoskop mit einer Kamera und entsprechenden Arbeitsinstrumenten ein.

Wenn die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft keine Beschwerden oder nur leichte Schmerzen im Unterleib verursacht und die Diagnose keine Blutung in der Bauchhöhle ergibt, ist es möglich, vor Beginn einer Behandlung ein paar Tage abzuwarten. Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet in dem meisten Fällen von selbst, ohne dass eine weitere Behandlung notwendig ist.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Jemand hält ein Röhrchen mit roter Flüssigkeit und der Aufschrift Beta HCG-Test in der Hand. © iStock

Typisch für eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist, dass der Schwangerschaftstest positiv ist und das Schwangerschaftshormon im Blut (HCG) langsam bis gar nicht ansteigt, die Gebärmutter auf dem Ultraschall aber leer erscheint.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Therapie

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft erfordert eine Therapie, wenn sie nicht von selbst mit einer Fehlgeburt endet. Die Behandlung besteht in diesem Fall darin, die außerhalb der Gebärmutter ablaufende Schwangerschaft gezielt zu beenden: entweder durch eine Operation (bei der man die fehlerhaft eingenistete Eizelle entfernt) oder durch Medikamente.

Im Falle eine Operation stellt sich – im Gegensatz zur Bauchhöhlenschwangerschaft – bei einer Eileiterschwangerschaft die Frage, ob bei der Behandlung der betroffene Eileiter zu entfernen ist oder erhalten bleiben kann. Diese Entscheidung hängt davon ab,

  • auf welche Art der Eileiter verändert ist,
  • ob die Betroffene weiterhin schwanger werden möchten und
  • wie ihr Allgemeinbefinden ist.

In den meisten Fällen ist bei einer Eileiterschwangerschaft eine schonende operative Behandlung per Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich – auch wenn der Eileiter nicht erhalten bleiben soll. Ist der Eileiter gerissen (sog. Eileiterruptur) und dadurch die Eileiterwand stark zerstört, ist es wahrscheinlich unumgänglich, den Eileiter zu entfernen.

Bei einer den Eileiter erhaltenden Operation eröffnet der Operateur bei der Bauchspiegelung den Eileiter, entfernt das falsch eingenistete Ei und verschließt danach die Eileiterwand wieder. Liefert die Bauchspiegelung kein eindeutiges Ergebnis oder blutet es stark in die Bauchhöhle, ist eine offene Operation mit einem größeren Hautschnitt (Laparotomie) notwendig.

Wenn es gelingt, die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft frühzeitig zu erkennen, ist manchmal eine Behandlung mit Medikamenten möglich. Hierbei verabreicht der Arzt das Medikament Methotrexat (z.B. als Infusion über eine Vene), um die Schwangerschaft zu beenden. Methotrexat ist ein Zellgift, welches das Wachstum der Eizelle hemmt. Dadurch stirbt das befruchtete Ei ab und wird abgestoßen. Ob das Medikament wirkt, kann der Arzt überprüfen, indem er das Schwangerschaftshormon HCG bestimmt.

Voraussetzung für eine Behandlung mit Medikamenten ist zum Beispiel, dass

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Verlauf

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann einen unauffälligen Verlauf nehmen und so von der Frau unbemerkt bleiben. Oft endet eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft) mit einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt), da sich der Embryo nicht ausreichend entwickelt. Zu einem natürlichen Abbruch kann es auch noch im fortgeschrittenen Stadium einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen.

Prognose

Wenn es gelingt, eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft früh zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut. Bei einem frühen Eingriff ist es möglich, so zu operieren, dass der Eileiter erhalten bleibt, was besonders für Frauen mit fortbestehendem Kinderwunsch wichtig ist. Zudem trägt eine frühzeitig gestellte Diagnose und die daraus folgende Therapie dazu bei, Komplikationen wie eine Blutung zu vermeiden.

Komplikationen

Wenn es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft nicht zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch kommt und die Eizelle außerhalb der Gebärmutter weiterwächst, können sich verschiedene Komplikationen entwickeln. So kann es (z.B. durch einen Eileiterriss) innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Blutungen in die Bauchhöhle, Schock und Kreislaufzusammenbruch kommen.

Bei einer Eileiterschwangerschaft, die durch eine veränderte Eileiterfunktion bedingt ist, sind weitere Komplikationen möglich: Dann kommt es oft zu wiederholten Eileiterschwangerschaften und zu Unfruchtbarkeit. Bei 85 von 100 Frauen, die von einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter betroffen sind, kommt es jedoch anschließend nicht erneut zu einer extrauterinen Schwangerschaft.

Nachsorge

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist eine Nachsorge sinnvoll, da die Schwangerschaft beziehungsweise der Schwangerschaftsabbruch neben den organbezogenen Problemen auch eine psychische Belastung, körperliche Symptome und hormonelle Schwankungen verursacht. Bei vielen Frauen machen sich noch monatelang nach der beendeten extrauterinen Schwangerschaft die Folgen der hormonellen Umstellung bemerkbar.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Vorbeugen

Einer Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft oder anderen Formen von Extrauteringravidität (= Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) können Sie nicht im eigentlichen Sinn vorbeugen.

Sobald Sie das Gefühl haben, schwanger zu sein, ist ein Besuch beim Frauenarzt empfehlenswert, um eine mögliche Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft frühzeitig zu erkennen und zu behandeln: So können Sie Komplikationen vorbeugen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie schon einmal eine extrauterine Schwangerschaft durchgemacht haben.

Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Eileiter­schwangerschaft, Bauchhöhlen­schwangerschaft":

Onmeda-Lesetipps:

Forum Gynäkologie (expertenbetreut)

Forum Schwangerschaft & Geburt (expertenbetreut)

Quellen:

Tubargravidität. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 17.7.2017)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Goerke, K., Steller, J., Valet, A. (Hg.): Klinikleitfaden Gynäkologie, Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2013

Rath, W., Gembruch, U., Schmidt, S. (Hg.): Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Thieme, Stuttgart 2010

Breckwoldt, M., Kaufmann, M., Pfleiderer, A.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2007

Kaufmann, M., Costa, S., Scharl, A.: Die Gynäkologie. Springer, Berlin 2006

Aktualisiert am: 5. Januar 2018

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