Mitesser (Komedonen): Nicht nur ein Pubertäts-Problem

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (15. Dezember 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Mitesser sollte man nicht einfach ausdrücken – dies ist vielen Menschen bekannt. Dennoch sind manche Betroffene immer wieder verleitet, hemmungslos zu drücken und zu quetschen – und machen das zunächst kleine Hautproblem damit möglicherweise erst zu einem großen. Doch was genau sind eigentlich Mitesser und vor allem: Was hilft wirklich dagegen?

Ob auf der Nase, am Oberarm oder im Rückenbereich: Mitesser, von Ärzten auch Komedonen genannt, machen nicht nur Teenagern das Leben schwer. Auch Erwachsene können davon betroffen sein. Insbesondere in Verbindung mit Acne vulgaris treten Mitesser häufig auf, aber auch eine fettige oder unreine Haut bietet Komedonen optimale Bedingungen.

Was sind Mitesser? Mitesser sind erweiterte Haarfollikel, die mit Talg, Hornsubstanz (Keratin) und oft auch mit Bakterien gefüllt sind. Mediziner bezeichnen Mitesser als Komedonen. Das lateinische Wort  comedonis bedeutet so viel wie "Fresser, Schlemmer".

Besonders häufig sind Mitesser an folgenden Körperteilen zu finden:

  • Gesicht, z.B. auf der Nase
  • Rücken
  • Dekolleté und Brust
  • Oberarme
  • seitliche Halspartie

Seltener entstehen Mitesser in den Achselhöhlen oder in der Leistenregion.

Man unterscheidet offene und geschlossene Mitesser.

Geschlossene Mitesser (Whitehead): Geschlossene Komedonen erkennt man als etwa 1 Millimeter große, halbkugelige und verschlossene Knötchen, die tief unter der Hautoberfläche liegen und mit einem Hornpfropf gefüllt sind. Sie sind weißlich bis hellgelb gefärbt. Wenn sich viel Sekret unter der Haut anstaut und der Mitesser wächst, kann er sich explosionsartig öffnen – und somit zum offenen Mitesser werden.

Offene Mitesser (Blackhead): Diese etwa 1-2 Millimeter großen Komedonen sind zur Hautoberfläche hin offen. Anders als die geschlossenen Mitesser sind offene Mitesser meist dunkel gefärbt, weshalb man sie auch als Blackhead bezeichnet. Die dunkle Färbung entsteht nicht etwa durch Schmutz. Sie bildet sich vielmehr durch Oxidationsprozesse und durch das Pigment Melanin, das in Zellen der Talgdrüsen gebildet wird.

Geschlossene Mitesser können sich zu offenen Mitessern entwickeln.

Geschlossene Mitesser können sich zu offenen Mitessern entwickeln.

Übrigens: Im Mittelalter hielten Ärzte offene Mitesser für kleine Würmer, die sich in der Haut befinden und sich von ihr ernähren – daher der Name Mitesser. Die Behandlung damals: Man bestrich die Stellen mit Honig, in der Hoffnung, dass die Würmer ihre schwarzen Köpfe herausstrecken würden, um am Honig zu lecken. Anschließend sollten die Übeltäter mit einem Schermesser beseitigt werden.


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