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Rheuma?

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  • Rheuma?

    Anfang des Jahres hatte ich ein Kribbeln in den Beinen, welches vom Hausarzt allerdings mit dem Verweis auf Hormonumstellungen nach der Entbindung (Dez.2010) erklärt wurde. Das Kribbeln war dann auch nach ein paar Wochen wieder weg. Seit ca. einem Monat habe ich nun folgende Beschwerden:

    * Es fing an mit Muskelschmerzen wie bei einer Grippe
    * nach ein paar Tagen zogen sich diese Schmerzen bis in die Hände und Finger, kurz darauf in die Füße und Zehen
    * Ich habe keine Schmerzen direkt in den Gelenken, sondern eher drumherum, die Gelenke sind auch nicht geschwollen
    * morgens ist es meistens kurz besser, verschlimmert sich dann aber im Laufe des Tages, nachts habe ich keine Schmerzen
    * bei Bewegung wird es oft besser

    Ich war beim Neurologen, dieser ließ ein MRT der HWS machen, dies war unauffällig, allerdings gibt es wohl eine "Verschiebung" im Bereich der BWS.

    Einen Termin beim Rheumatologen habe ich erst im Oktober bekommen, der Hausarzt meinte er könne jetzt erstmal nichts machen. Er hat noch ein Blutbild gemacht, aber nichts gefunden. Borreliose und FSME hat er auch getestet. Er meinte noch es könnte was psychisches sein, was ich allerdings nicht glaube, da es mir (bis auf die Schmerzen eben) sehr gut geht.

    Zu den o.g. Beschwerden habe ich auch fast dauerhaft trockene Schleimhäute im Vaginalbereich und Rötungen und Juckreiz. Können die Schmerzen immer noch mit der Hormonumstellung nach der Schwangerschaft zusammenhängen. Ich stille allerdings schon drei Monate nicht mehr. Meine Hebamme meinte, es gäbe so etwas wie "Stillrheuma". Gibt es das wirklich?


  • Re: Rheuma?


    Was mit "Stillrheuma" gemeint ist, weiß ich auch nicht. Bei Patientinnen mit rheumatoider Arthritis kann nach einer vorübergehenden Besserung während der (immunsupprimierenden) Schwangerschaft eine Verschlechterung nach der Geburt auftreten.

    Im vorliegenden Falle sprechen die meisten Symptome eher gegen eine rheumatoide Arthritis oder eine rheumatische Erkrankung. Trotzdem sollte der Termin beim Rheumatologen unbedingt wahrgenommen werden.

    MfG,

    Ulrichs

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    • Re: Rheuma?


      Da sich die Schmerzen nun zunehmend in die Gelenke "verlagert" haben, hat mein Hausarzt nun noch einmal ein Blutbild gemacht. Der Rheumafaktor ist negativ, allerdings sind die Erothrozyten, die Leukozyten und die Thrombozyten sowie der Haemoglobinwert im unteren Grenzbereich. Da ich unter Schuppenflechte leide (mal mehr mal weniger, allerdings nur auf dem Kopf), meinte er dass evt. hier ein Zusammenhang zu den Schmerzen bestehen könnte, allerdings wollte er sich da nicht festlegen. Mein Termin beim Rheumatologen ist erst im Oktober, daher nun meine Frage, ob die Blutwerte etwas über eine rheumatische Erkrankung aussagen? Welche frei verkäuflichen Medikamente kann ich vorübergehend nehmen? Teilweise kann ich kaum meine Tochter tragen wegen der Schmerzen.

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      • Re: Rheuma?


        Was ich vergessen hatte zu erwähnen: seit die Schmerzen in den Gelenken auftreten, habe ich auch Atemprobleme bzw. habe das Gefühl nicht mehr richtig durchatmen zu können. Es fühlt sich an als ob ein Fremdkörper in der Lunge ist. Ich habe keinen Hustenreiz, wenn ich allerdings bewusst huste, habe ich Auswurf wie bei einer Erkältung.

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        • Re: Rheuma?


          Die Beschwerden müsse unbedingt abgeklärt werden, es könnte sich um eine rheumatische Erkrankung handeln.
          Dass der Rheumafaktor negativ ist, hat nichts zu sagen.

          Eine chronische Gelenkentzündung kann im Zusammenhang mit der Schuppenflechte auftreten, eine sogenannte Psoriasis-Arthritis.

          Es wäre gut, wenn der Termin beim Rheumatologen noch im September sein könnte.

          MfG,

          Ulrichs

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          • Re: Rheuma?


            Der HNO hat nun eine Infektion mit Staphylokokken im Rachenbereich festgetsellt. Könnten die Gelenkschmerzen evt. damit zusammenhängen? Er hat mir Ciprofloxacin verschrieben, dies habe ich nun auch fast komplett genommen, allerdings sind weder die Beschwerden im Rachenbereich weg noch die Gelenkschmerzen. Diese haben sich zeitweise sogar verstärkt. Kann das Antibiotikum die Gelenkschmerzen noch verstärken?

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            • Re: Rheuma?


              Nicht alle Staphylokokken lassen sich durch Ciprofloxacin bekämpfen. Außerdem ist die Frage, was für eine Infektion sie im Rachen hervorgerufen haben sollen.

              Es gibt das sogenannte Rheumatische Fieber, bei dem Gelenkschmerzen nach Magen-Darm- oder Atemwegsinfektionen auftreten können. Ob das hier der Fall sein könnte, ist ebenfalls fraglich.

              Ggf. muss nach anderen Ursachen für die Gelenkbeschwerden gesucht werden.

              MfG,

              Ulrichs

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              • Re: Rheuma?


                Ich war im Oktober beim Rheumatologen, er meinte die Gelenkschmerzen könnten mit der Schuppenflechte zusammenhängen, das könne man aber im Blut nicht nachweisen, also solle ich abwarten. Er hat mir Dekristol verschrieben da mein Vitamin D so niedrig war. Gestern war ich wieder zur Kontrolle. Ich habe ihm berichtet dass die Schmerzen zeitweise ganz weg waren, aber immer zwischendurch wiederkehren, vor allem am Mittelfinger und im großen Zeh. Außerdem schmerzen meine Muskeln teilweise sehr. Daraufhin meinte er, ich solle nun bis auf weiteres MTX nehmen und schauen ob es besser wird. Er hat mich nur darauf hingewiesen dass ich nicht schwanger werden darf und ansonsten soll ich im Januar wiederkommen. Zuhause habe ich dann im Internet gelesen, dass MTX doch mit einigen Nebenwirkungen verbunden ist und auch eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte erfolgen soll. Dies sagte mir auch die Dame in der Apotheke, die auchmeinte dass es unüblich sei dass MTX einfach "auf Verdacht" verschrieben würde. Nun bin ich verunsichert, ob ich die Tabletten überhaupt nehmen soll oder zumindest mit meinem Hausarzt vorher reden sollte. Ich habe mich beim Rheumatologen nicht wirklich beraten gefühlt. Außer der Blutuntersuchung erfolgte keine einzige andere Untersuchung, er hat sich nur auf meine Beschreibungen verlassen (für die er mir aber auch nur drei Minuten Zeit gegeben hat). Es ist mir einfach unwohl dabei, Tabletten mit derartigen Nebenwirkungen zu nehmen aufgrund einer Verdachtsdiagnose. Leider bekommt man im Rhein-Main-Gebiet sehr schlecht einen Termin beim Rheumatologen, am Telefon haben mir die meisten gesagt dass ich ohne Rheumafaktor vor April keinen Termin bekomme.

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                • Re: Rheuma?


                  Das ist aber nicht schön, die Terminlegung von der Anwesenheit des Rheumafaktors abhängig zu machen!

                  In der Tat ist das gleichzeitige Vorhandensein von Schuppenflechte und Gelenkbeschwerden hochgradig verdächtig (im Sinne einer Psoriasisarthritis), und ich würde mich nicht auf den Rheumafaktor als Ausschlusskriterium verlassen.
                  Eine ausführliche rheumatologische Diagnostik wäre hier angezeigt und das baldmöglich, auch wenn zurzeit eher weniger Beschwerden vorhanden sind.

                  MfG,

                  Ulrichs

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                  • Re: Rheuma?


                    Vielen Dank für Ihre Antwort.
                    Soll ich das MTX nun erst einmal nehmen oder eine Diagnostik durch einen anderen Rheumatologen abwarten?

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                    • Re: Rheuma?


                      Wenn es bereits verschrieben wurde, kann es genommen werden. Allerdings wird es bei guter Wirksamkeit die Entzündungswerte hemmen und damit die Diagnostik erschweren, wenn eine zweite Meinung eingeholt werden soll. Aber auch bei MTX-Einnahme sollte der zweite Rheumatologe in der Lage sein, eine Diagnose zu stellen.

                      MfG,

                      Ulrichs

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