Das Bild zeigt eine junge Frau, die eine Impfung bekommt
© iStock

Impfkalender für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Welche Impfungen brauchen Kinder und welche nicht? Wann müssen die Impfungen aus dem ersten Lebensjahr aufgefrischt werden? Und welche Impfungen werden für ältere Menschen empfohlen? Der Impfkalender im Überblick.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Impfkalender für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Jedes Jahr gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut Empfehlungen darüber hinaus, welche Impfungen Kinder, Erwachsene und Jugendliche wahrnehmen sollten. Entweder handelt es sich dann um

  • eine Grundimmunisierung/Standardimpfung,
  • eine Auffrischimpfung, weil der Impfschutz der Grundimmunisierung nachlässt oder
  • eine Nachholimpfung, wenn ein Impftermin in der Vergangenheit versäumt wurde.

Je nach Alter zählen dazu Impfungen gegen

Beachten Sie: Es gibt weitere Empfehlungen – zum Beispiel für

  • Frauen im gebärfähigen Alter,
  • bestimmte Risiko- und Berufsgruppen oder
  • Reisen.

Diese Personengruppen/Situationen werden in diesem Kalender allerdings nicht aufgeführt.

Die Impfempfehlungen für Kleinkinder unter zwei Jahren finden Sie in unserem Impfkalender für Babys und Kleinkinder bis 2 Jahre.

Grundimmunisierung und Auffrischimpfungen: Was bedeutet das?

Die Grundimmunisierung (Basisimpfung) ist in den meisten Fällen während der ersten zwei Lebensjahre fällig. Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 14 Jahren wird zudem eine Grundimmunisierung gegen Humane Papillomaviren empfohlen. Je nach Impfstoff sind für eine Grundimmunisierung 1 bis 3 Teilimpfungen notwendig, die in bestimmten Abständen gegeben werden.

Eine Auffrischungimpfung erfolgt – je nach Impfung – meist mehrere Jahre nach der Grundimmunisierung durch ein- bis dreimalige erneute Impfstoffgabe. Bei der Grundimmuninisierung hat das Immunsystem spezielle Gedächtniszellen entwickelt, die jetzt den gespritzten Stoff wiedererkennen und Antikörper gegen ihn bilden. Dabei reichen bereits geringe Mengen des Impfstoffs aus, um eine sehr starke Antikörperproduktion in Gang zu setzen und den Körper vor den Erregern zu schützen. Diese erneute Reaktion des Immunsystems nennt man Booster-Effekt.