Umeclidinium

Allgemeines

Umeclidinium wird zur Behandlung erwachsener Patienten mit COPD (Lungenerkrankung mit chronisch verengten Bronchien) verwendet. Umeclidinium wird einmal täglich angewendet, um das freie Atmen zu ermöglichen. Der Wirkstoff ist nicht zur Therapie akuter Asthma-Anfälle geeignet.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Umeclidinium im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Umeclidinium nicht verwendet werden?

Umeclidinium darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht verwendet werden.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Umeclidinium verwendet werden bei
  • Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Herzrhythmusstörungen
  • Harnverhalt
  • einer bestimmten Form des Grünen Stars (Engwinkelglaukom).
Alle diese Beschwerden können durch die Anwendung des Wirkstoffs verschlechtert werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher gibt es keine Erfahrungen mit der Anwendung von Umeclidinium bei Schwangeren. Tierexperimente ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen für Mutter und Ungeborene. Dennoch darf Umeclidinium während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Arzt den erwarteten Nutzen für die Mutter über das mögliche Risiko für das ungeborene Kind stellt.

Es ist nicht bekannt, ob Umeclidinium in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das gestillte Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Der Arzt wird daher im Einzelfall entscheiden, ob das Stillen oder die Behandlung mit dem Wirkstoff unterbrochen werden sollte.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Da Kinder und Jugendliche nicht an COPD leiden, ist die Anwendung des Wirkstoffs in dieser Altergruppe verboten.

Welche Nebenwirkungen kann Umeclidinium haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Umeclidinium. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Entzündungen von Nase und Rachen, Infektion der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen, Nasennebenhöhlenentzündung, Kopfschmerzen, Husten, Herzrasen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Rachenentzündung, Geschmacksstörung, Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, Störung der Kammertätigkeit, Herzrasen und zusätzliche Herzschläge (von einem Punkt oberhalb der Herzkammer ausgehend)), Verstopfung, trockener Mund, Hautausschlag.

Besonderheiten:
Die Anwendung von Umeclidinium kann einen sogenannten paradoxen Bronchialkrampf hervorrufen, der unter Umständen lebensbedrohlich sein kann. Wenn ein solcher Krampf auftritt, muss die Behandlung sofort beendet und der Arzt verständigt werden.

Umeclidinium dient der langwirksamen Dauertherapie bei COPD. Als Notfallmedikament gegen akute Beschwerden ist es nicht geeignet – akute Anfälle können vielmehr durch Inhalation eines kurzwirksamen bronchialerweiternden Mittels behandelt werden. Ein erhöhter Gebrauch von kurzwirksamen Bronchodilatatoren ist ein Anzeichen für eine Verschlechterung der Krankheit. Bei einer Verschlechterung der COPD während der Behandlung mit Umeclidinium muss sich der Patient erneut untersuchen lassen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Umeclidinium?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei einer Inhalation gelangen nur sehr geringe Mengen des Wirkstoffs in das Blut. Daher ist auch kaum mit Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu rechnen.

Die gleichzeitige Anwendung von Umeclidinium mit anderen langwirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten oder Medikamenten, die diesen Wirkstoff enthalten, ist nicht untersucht worden. Allerdings sollte von einer Kombination abgesehen werden, da dies die bekannten Nebenwirkungen verstärken könnte.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Entsteht trotz Behandlung ein starker Bronchialkrampf, sollte man die Therapie mit dem Medikament sofort beenden und einen Arzt um Rat fragen.
  • Verschlechtern sich die Beschwerden trotz der Behandlung mit dem Medikament, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Umeclidinium?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Umeclidinium enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Umeclidinium

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Umeclidinium. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Muscarinrezeptor-Antagonisten, Antiasthmatika, zu welcher der Wirkstoff Umeclidinium gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Umeclidinium

Umeclidinium wird zur Behandlung erwachsener Patienten mit COPD (Lungenerkrankung mit chronisch verengten Bronchien) verwendet. Umeclidinium wird einmal täglich angewendet, um das freie Atmen zu ermöglichen. Der Wirkstoff ist nicht zur Therapie akuter Asthma-Anfälle geeignet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Umeclidinium sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Umeclidinium

Umeclidinium gehört zu den Wirkstoffgruppen der Muskarinrezeptor-Antagonisten und Antiasthmatika.

Umeclidinium beeinflusst die sogenannten Muskarin-Rezeptoren des Körpers, die Bindungsstellen für den Nervenbotenstoff Acetylcholin. Besetzt Acetylcholin die Muskarin-Rezeptoren, verengen die Bronchien. Umeclidinium kann dies verhindern, indem es Acetylcholin von den Rezeptoren verdrängt. Die Bindung von Umeclidinium an den Rezeptor löst sich sehr langsam, sodass es lange wirkt und nur einmal täglich zum Einsatz kommen muss.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.