Kümmelfrüchte

Allgemeines

Kümmelfrüchte werden bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Koliken eingesetzt, zur Krampflösung und Beschwerdenlinderung. Sie können innerlich in Form von Tees oder äußerlich in Form öliger Mischungen angewendet werden.

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Völlegefühl mindern
  • Verdauungsbeschwerden lindern
  • Blähungen behandeln
  • Darmkrämpfe lösen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Kümmelfrüchte im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Kümmelfrüchte nicht verwendet werden?

Bei Unverträglichkeit gegen Kümmelfrüchte oder andere Doldengewächse darf dieser Wirkstoff nicht angewendet werden.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Zubereitungen aus Kümmelfrüchten nur nach ärztlicher Anweisung angewendet werden, da keine ausreichenden Untersuchungen in Bezug auf Risiken für das ungeborene Kind beziehungsweise den zu stillenden Säugling durchgeführt wurden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Welche Nebenwirkungen kann Kümmelfrüchte haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Kümmelfrüchte. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Kümmelfrüchte?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

 

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Kümmelfrüchte wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

 

Welche Medikamente beinhalten Kümmelfrüchte?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Kümmelfrüchte enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 
Medikament
Darreichungsform
magensaft­resistente Kapseln

 

So wirkt Kümmelfrüchte

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Kümmelfrüchte. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Kümmelfrüchte gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Kümmelfrüchte

Kümmelfrüchte werden bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Koliken eingesetzt, zur Krampflösung und Beschwerdenlinderung. Sie können innerlich in Form von Tees oder äußerlich in Form öliger Mischungen angewendet werden.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Kümmelfrüchte sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Kümmelfrüchte

Kümmelfrüchte enthalten ein ätherisches Öl mit den Hauptbestandteilen Carvon und Limonen. Zudem sind fette Öle wie Petroselinsäure, Linolsäure und Ölsäure enthalten. An Flavonoiden sind beispielsweise Quercetin, Kämpferol und ihre Zuckerverbindungen (Glycoside) in Kümmelfrüchten versteckt.

Bestandteile des ätherischen Öls regen die Magenschleimhaut an und steigern über die Mitaktivierung des vegetativen Nervensystems (unwillkürliches Nervensystem; hier: Vagusnerv) die Verdauungsabläufe im Magen-Darm-Trakt (blähungstreibende Wirkung und erhöhte Produktion von Verdauungssäften).

Das enthaltene Kümmelöl verringert die Ausschüttung von Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase.

Tierversuche haben zudem eine entkrampfende Wirkung an Dünndarm (Ileum) und Luftröhre (Trachea) nachgewiesen.

Weiterhin hemmen Zubereitungen aus Kümmelfrüchten das Wachstum verschiedener Bakterien, Pilze und Würmer. Beispielsweise werden Helicobacter pylori (Erreger von Magengeschwüren) und die Darmbakterien Escherichia coli, die Eitererreger Staphylococcus aureus und der Hefepilz Candida albicans (Erreger der Soor) gehemmt. Ein eigenständiges Anwendungsgebiet ergibt sich daraus jedoch nicht.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.