HYALART, Fertigspritze mit 2ml Injektionslösung

Hersteller: Meda GmbH
Wirkstoff: Hyaluronsäure
Darreichnungsform: Fertigspritze
Rezeptpflichtig

Wirkung

HYALART, Fertigspritze mit 2ml Injektionslösung enthält den Wirkstoff Hyaluronsäure.

Hyaluronsäure, beziehungsweise deren Natriumsalz Natriumhyaluronat, hat eine breit gefächerte Anwendung. Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und der Knorpel und spielt auch eine Rolle bei der Zellvermehrung und der Zellwanderung.

Hyaluronsäure wurde zunächst aus Hahnenkämmen gewonnen, wird aber heute biotechnologisch von Bakterien mit verändertem Erbgut hergestellt. Bei Einspritzung in Gelenke soll die Substanz die Neubildung abgenutzter Knorpelschichten fördern. Neben diesem nicht unumstrittenen Anwendungsgebiet wird Hyaluronsäure in Augentropfen, Lutschtabletten gegen trockene und gereizte Mund- und Rachenschleimhaut und Hautpräparaten verarbeitet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Hyaluronsäure sind vertiefende Informationen verfügbar:

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Schmerzen und gestörte Gelenkfunktion bei leichten bis mittelschweren Abbauerscheinungen im Kniegelenk

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, wird der Inhalt einer Fertigspritze einmal
wöchentlich in den Gelenkspalt des betroffenen Gelenks gespritzt.

Nach bisheriger Erfahrung empfiehlt sich bei guter Verträglichkeit eine fünfmalige Verabreichung, jeweils in wöchentlichen Abständen. Bei erkennbarer Besserung der Beschwerden, aber noch unbefriedigendem Erfolg können weitere Injektionen in wöchentlichen Abständen von Nutzen sein. Die gleichzeitige Behandlung von mehreren Gelenken ist möglich.

Im Falle der Wiederholung einer Injektionsserie bei weiter bestehender Erkrankung erfolgte gemäß bisheriger Therapieerfahrung die erneute Behandlung überwiegend nach einem Zeitraum von sechs bis neun Monaten.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Natriumchlorid
  • Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat
  • Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat
  • Wasser für Injektionszwecke

Nebenwirkungen

Allgemein
Sehr seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen.

Anwendung zur Einspritzung in ein Gelenk
Seltene Nebenwirkungen:
Hautausschläge, Ergussbildung am Gelenk, Juckreiz, Muskelkrämpfe.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
allergischer Schock, Bluterguss im Gelenk, Blutgefäßentzündung, Blutvergiftung, schwere akute entzündliche Reaktionen, Schnupfen, Gelenksteife, Sehnenscheidenentzündung, Schleimbeutelentzündung, Fieber, Muskelschmerzen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsnennung:
Begleiterscheinungen am Behandlungsort (Schmerzen, Hitzegefühl, Rötungen und Schwellungen), leichte bis mittelstarke Gelenkschmerzen.

Anwendung als Augentropfen
Sehr seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (Brennen, Tränenfluss).

Wechselwirkungen

Hyaluronsäure darf nicht zusammen mit Desinfektionsmitteln angewendet werden, die beispielsweise das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid enthalten, da die Hyaluronsäure in ihrer Gegenwart auskristallisieren kann und damit unwirksam wird.

Gegenanzeigen

Hyaluronsäure darf in keinem Fall bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff angewendet werden. Stammt die Substanz aus Hahnenkämmen, verbietet sich auch der Einsatz bei Überempfindlichkeit gegen Hühnereiweiß.

Bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen andere Wirkstoffe oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen sollte der Wirkstoff nur nach besonderer Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses durch den Arzt angewendet werden.

Die Anwendung des Wirkstoffs zur Einspritzung in ein Gelenk ist bei Patienten mit einer Gelenksentzündung aufgrund einer bakteriell bedingten Infektion untersagt.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Anwendung von Hyaluronsäure am Auge oder in Hautpräparaten ist in der Schwangerschaft unbedenklich. Für die Einspritzung in Gelenke wurde der Wirkstoff nicht in Studien an Schwangeren getestet. Über die Anwendung muss der behandelnde Arzt entscheiden.

In der Stillzeit kann der Wirkstoff angewendet werden; allerdings ist beim Auftragen auf die Haut die stillende Brust auszusparen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung von Hyaluronsäure am Auge oder in Hautpräparaten ist bei Kindern unbedenklich. Für die Einspritzung in Gelenke wurde der Wirkstoff nicht in Studien an Personen unter 18 Jahren getestet. Vor der Anwendung sind die entsprechenden Hinweise der Hersteller zu beachten oder ein Arzt zu befragen.

Warnhinweise

  • Sollte es nach der Behandlung zu Überempfindlichkeitreaktionen wie Blutdruckabfall kommen, kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.
  • Das Medikament sollte nicht gleichzeitig mit anderen Wirkstoffen in das Kniegelenk injiziert werden, da hierzu keine ausreichenden Studien vorliegen.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 25 Grad gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Fertigspritze)
1 Stück Fertigspritzen
20 Milligramm Hyaluronsäure
5 Stück Fertigspritzen
20 Milligramm Hyaluronsäure

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über HYALART, Fertigspritze mit 2ml Injektionslösung sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Hyaluronsäure (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Lutschtabletten
Fertigspritzen
Augentropfen
Vaginalzäpfchen (Ovulum)
Fertigspritzen

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.