Petechien: Ursachen der punktförmigen Hautblutungen
Bei Petechien handelt es sich um etwa stecknadelkopfgroße, rötlich-violette Punkte auf der Haut oder Schleimhaut. Diese Hautblutungen sind oft harmlos, können jedoch auch ein Warnsignal verschiedener Krankheiten sein.
Erfahren Sie in der Galerie, welche Ursachen hinter Petechien stecken können und wann eine ärztliche Untersuchung unumgänglich ist.
Petechien: Häufige Ursache ist Druck und Reibung auf der Haut
Eine häufige Ursache für Petechien ist mechanischer Druck oder Reibung auf der Haut, zum Beispiel durch einen Sicherheitsgurt, den Träger einer schweren Tasche oder enganliegende Kleidung. Die Hautblutungen entstehen dann typischerweise an der Stelle, an welcher der Druck oder die Reibung über einen längeren Zeitraum einwirkten.
Körperliche Anstrengung als Ursache von Petechien
Petechien: Ursache kann Blutplättchenmangel sein
Eine weitere häufige Ursache von Petechien ist ein Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie). Die Blutplättchen sind ein wichtiger Bestandteil des Blutes und spielen eine zentrale Rolle bei der Blutstillung. Ein Mangel kann Blutungen begünstigen und neben Petechien auch zu Blutergüssen oder Nasenbluten führen. Wer derartige Beschwerden ohne erkennbaren Grund hat, sollte ärztlichen Rat einholen.
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Petechien: Diese Medikamente können Ursache sein
Darüber hinaus beeinflussen bestimmte Medikamente die Blutgerinnung und können als Nebenwirkung zu Petechien führen. Dazu zählen beispielsweise Blutverdünner, etwa Heparin, Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, kortisonhaltige Präparate, Antibiotika oder Chemotherapeutika.
Probleme der Leber: Ursache von Petechien
Die Leber bildet wichtige Gerinnungsfaktoren. Bei Problemen der Leber, beispielsweise bei einer Leberzirrhose oder Hepatitis, kann diese Funktion eingeschränkt sein. Eine mögliche Folge sind Blutgerinnungsstörungen, die Petechien begünstigen. Eine ärztliche Untersuchung ist ratsam, wenn Hautblutungen ohne erkennbare Ursache entstehen oder weitere Warnsignale der Leber wie eine Gelbfärbung der Haut und anhaltende Müdigkeit auftreten.
Infektionen als mögliche Ursache von Petechien
Infektionskrankheiten können ebenfalls Ursache von Petechien sein. Dazu zählen virale Infektionen wie Grippe, COVID-19 oder Pfeiffersches Drüsenfieber. Auch bakterielle Erkrankungen, etwa eine Mandelentzündung durch Streptokokken, Scharlach oder eine bakterielle Endokarditis (Herzinnenhautentzündung) sind mögliche Gründe.
Petechien als Warnsignal schwerer Infektionen und Blutvergiftung
Seltener kann eine schwere Infektion mit Meningokokken zu Petechien führen. Treten gleichzeitig Fieber, Schüttelfrost oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auf, ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich. In solchen Fällen kann eine Blutvergiftung (Sepsis) vorliegen, die umgehend behandelt werden muss.
Vitaminmangel: Unterschätzte Ursache von Petechien
Vitamin C ist essenziell für gesunde Blutgefäße. Ein Vitamin-C-Mangel kann die Stabilität der Gefäße negativ beeinflussen. Die brüchigen Gefäße reißen mitunter leicht ein, was zu Hautblutungen führt. Zudem ist Vitamin K wichtig für die Blutgerinnung, weshalb ein Mangel die Ursache von Petechien sein kann. Eine Blutuntersuchung ist bei vermutetem Vitaminmangel sinnvoll.
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Gefäßentzündungen können zu Petechien führen
Durch Entzündungen der Blutgefäße, sogenannte Vaskulitiden, können die Gefäßwände geschädigt werden. So kann Blut austreten und zu punktförmigen Einblutungen in die Haut führen. Weitere Symptome von Gefäßentzündungen sind Müdigkeit, Fieber, Gelenk- und Nervenschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Betroffene sollten sich ärztlich untersuchen lassen.
Petechien: Ursache können Schäden der Gefäße sein
Auch erworbene Schäden an den Blutgefäßen sind mögliche Ursachen von Petechien. Diese sogenannten Vasopathien können etwa infolge von Erkrankungen wie Diabetes mellitus entstehen oder sich altersbedingt entwickeln.
Autoimmunerkrankungen: Mögliche Ursache von Petechien
Im Rahmen von Autoimmunerkrankungen wie dem systemischen Lupus erythematodes greift das Immunsystem körpereigene Strukturen an. Auch Blutgefäße oder Blutplättchen können geschädigt werden, was wiederum Petechien begünstigt.
Petechien: Blutkrebs kann seltene Ursache sein
Seltener stecken hinter Petechien Erkrankungen des blutbildenden Systems wie Blutkrebs (Leukämie) oder das sogenannte myelodysplastische Syndrom. Kommt es neben Einblutungen in die Haut auch zu anhaltender Erschöpfung, Nasenbluten oder vermehrten Blutergüssen, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
Bei Petechien handelt es sich um etwa stecknadelkopfgroße, rötlich-violette Punkte auf der Haut oder Schleimhaut. Diese Hautblutungen sind oft harmlos, können jedoch auch ein Warnsignal verschiedener Krankheiten sein.
Erfahren Sie in der Galerie, welche Ursachen hinter Petechien stecken können und wann eine ärztliche Untersuchung unumgänglich ist.
- Online-Informationen des Pschyrembel: Petechien: https://www.pschyrembel.de/Petechien/K0RC7 (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Petechien: https://flexikon.doccheck.com/de/Petechie (Abruf: 04/2026)
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