Mücken schwärmen
© Getty Images/Cavan Images

Mücken: Hausmittel und Pflanzen gegen die Blutsauger

Kaum ist es draußen warm, kommen die Mücken. Die Sorge vor Mückenstichen kann die Freude am lauen Sommerabend auf dem Balkon schon mal trüben. Aber: Was hilft gegen Mücken?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Was hilft gegen Mücken?

Mücken sind lästig und lassen sich nur schwer vertreiben. Einige Maßnahmen helfen jedoch, die Blutsauger fernzuhalten und sich somit vor Stichen und dem Juckreiz, den sie verursachen, zu schützen.

Um sich vor Mücken und damit vor Mückenstichen zu schützen, helfen folgende Tipps und Hausmittel:

  • Tragen von langärmliger Kleidung, bevorzugt in hellen Farben, geschlossene Schuhe und Socken, Hut mit Krempe und Nackenschutz, um möglichst viel Haut zu bedecken
  • Duschen, um Schweißgeruch zu beseitigen, der Mücken anlockt
  • Fenstergitter (Mückenschutzgitter) anbringen
  • Mosquitonetz über dem Bett anbringen
  • Duschgels und Cremes ohne starke Parfümierung nutzen
  • Verzicht auf Parfum
  • Ätherische Öle wie Zitrusöl und Eukalyptus anwenden, beispielsweise in Duftlampen
  • Räuchern mit Salbei
  • Selbstgemachtes Mücken- oder Insektenspray oder im Handel erhältliche Repellents anwenden
  • Pflanzen gegen Mücken aufstellen

Da Mücken in der Dämmerung am aktivsten sind, kann es sinnvoll sein, sich zu dieser Tageszeit nicht draußen aufzuhalten. Auch an stehenden Gewässern wie Seen sind sie besonders aktiv.

Pflanzen gegen Mücken

Wer Mücken vertreiben möchte, kann dabei auch auf bestimmte Kräuter und Pflanzen setzen, deren Duft Mücken und Schnaken abschreckt. Es ist sinnvoll, diese in der Nähe der Fenster aufzustellen, um die Mücken gar nicht erst ins Haus zu locken.

Empfehlenswerte Pflanzen gegen Mücken sind:

  • Minze
  • Thymian
  • Tomaten
  • Lavendel
  • Zitronenmelisse
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Zitronengras
  • Katzenminze
  • Knoblauch
  • Duftgeranien
  • Ringelblumen
  • Schnittlauch

Warum stechen Mücken manche Menschen häufiger als andere?

Nicht alle Menschen werden gleichermaßen von Mücken gestochen. Manche trifft es gar nicht, andere wiederum sind im Sommer regelrechte übersät von Mückenstichen. Das liegt jedoch nicht am oft genannten "süßen Blut". Stechmücken orientieren bei ihrer Suche nach einer Blutmahlzeit an verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel:

  • dem Kohlendioxid, das in der Ausatemluft des Menschen vorkommt.
  • der Körpertemperatur; bevorzugt werden vor allem Menschen, die weder besonders überhitzt noch besonders ausgekühlt sind.
  • verschiedenen Stoffen, die mit dem Schweiß abgegeben werden (Geruch).

Bei den Mücken stechen übrigens nur die Mückenweibchen – sie benötigen das Blut, um Eier legen zu können.

Wie gefährlich sind Mücken?

Auch wenn wir sie nicht so gerne mögen: Mücken sind nützlich und wichtig im Ökosystem, denn sie sind Beute für viele Tiere. Stechmücken, die in Deutschland und im übrigen Mitteleuropa vorkommen, übertragen in der Regel keine Krankheiten. Mückenarten, die Krankheiten übertragen, leben hauptsächlich in Afrika, Ostasien, Mittel- und Südamerika, wie die Tigermücke, Anophelesmücke und die Gelbfiebermücke.

Aufgrund der Klimaerwärmung und dem zunehmendem Reiseverkehr gelangen mittlerweile jedoch hin und wieder auch tropische Stechmücken nach Europa. Daneben bringen Reisende manchmal tropische Infektionskrankheiten wie Malaria mit nach Hause, sodass es inzwischen auch in wärmeren südeuropäischen Ländern wie Italien gelegentlich zu einer Übertragung von Malaria durch Mückenstiche kommen kann.

Übrigens: Von elektrischen Mückenfallen sollte man Abstand nehmen, da diese auch viele andere nützliche Insekten töten.