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Welchen Krebs kann man durch Rauchen und Alkohol bekommen?
Rauchen und Alkohol zählen zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs. Sowohl Nikotin als auch alkoholische Getränke enthalten beziehungsweise erzeugen Stoffe, die Zellen schädigen können. Beim Abbau von Alkohol entsteht zum Beispiel Acetaldehyd, eine Substanz, die nachweislich krebserregend ist und das Erbgut von Zellen angreifen kann.
Besonders problematisch ist die Kombination aus Rauchen und Alkohol. Denn Alkohol kann die Schleimhäute durchlässiger machen, sodass krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch leichter in das Gewebe eindringen.
Die Bildergalerie zeigt, welche Krebsarten besonders häufig mit Rauchen und Alkoholkonsum in Verbindung gebracht werden.
Mundhöhlenkrebs: Rauchen und Alkohol erhöhen das Risiko
Das Risiko für Mundhöhlenkrebs, etwa an Zunge, Mundboden oder Wangenschleimhaut, steigt sowohl durch Rauchen als auch durch Alkohol deutlich. Tabakrauch enthält zahlreiche krebserregende Stoffe, die die Schleimhäute direkt schädigen. Alkohol kann diese Wirkung zusätzlich verstärken, weil seine Abbauprodukte ebenfalls krebserregend sind und die Schleimhaut anfälliger machen.
Rachenkrebs kann mit Alkohol und Rauchen zusammenhängen
Auch im Rachenraum können sich bösartige Tumoren entwickeln. Dazu zählen Krebsarten im oberen oder mittleren Rachen, also in dem Bereich hinter Mund- und Nasenhöhle. Rauchen gilt als wichtiger Risikofaktor für Rachenkrebs, weil krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch die Schleimhäute im Rachen direkt schädigen können. Alkohol kann das Risiko zusätzlich erhöhen. Besonders hoch ist es, wenn beide Faktoren zusammenkommen.
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Kehlkopfkrebs: Erhöhtes Risiko durch Tabak und Alkohol
Der Kehlkopf ist beim Atmen und Sprechen stark beansprucht und kommt direkt mit Schadstoffen aus dem Rauch in Kontakt. Rauchen gilt daher als besonders wichtiger Risikofaktor für Kehlkopfkrebs. Alkohol kann das Risiko zusätzlich erhöhen. Vor allem bei Menschen, die sowohl rauchen als auch regelmäßig Alkohol trinken, steigt die Wahrscheinlichkeit für Kehlkopfkrebs deutlich.
Durch Rauchen und Alkohol: Speiseröhrenkrebs ist mögliche Folge
Auch für Speiseröhrenkrebs gelten Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum als zentrale Risikofaktoren, insbesondere für das sogenannte Plattenepithelkarzinom. Diese Krebsform entsteht aus den Schleimhautzellen, die die Speiseröhre von innen auskleiden. Daneben gibt es noch eine zweite wichtige Form von Speiseröhrenkrebs: das Adenokarzinom. Auch hier kann Rauchen das Risiko erhöhen, allerdings spielen vor allem langjähriger Reflux und Übergewicht eine wichtige Rolle.
Lesetipp: Krebsrisiko senken – Vermeiden Sie diese Risikofaktoren
Leberkrebs: Risiko steigt durch Alkohol und Rauchen
Leberkrebs kann verschiedene Ursachen haben, etwa chronische Infektionen mit Hepatitis. Daneben zählt starker Alkoholkonsum zu den wichtigsten Risikofaktoren, weil er die Leber schädigen und eine Leberzirrhose fördern kann. Bei einer Leberzirrhose wird gesundes Lebergewebe nach und nach durch Narbengewebe ersetzt. Diese dauerhafte Schädigung und die ständigen Reparaturprozesse können die Entstehung von Krebs begünstigen. Auch Rauchen erhöht das Risiko für Leberkrebs, allerdings gilt dieser Einfluss als geringer.
Darmkrebs kann durch Alkohol und Rauchen gefördert werden
Viele Menschen verbinden Rauchen vor allem mit Lungenkrebs. Tatsächlich erhöhen Tabakkonsum und regelmäßiger Alkoholkonsum aber auch das Risiko für Darmkrebs. Studien zeigen, dass dieser Zusammenhang bei Männern stärker ausgeprägt ist als bei Frauen.
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Alkoholkonsum kann Brustkrebs fördern
Alkohol erhöht auch das Risiko für Brustkrebs. Schon geringe Mengen können die Wahrscheinlichkeit messbar steigern. Fachleute gehen davon aus, dass Alkohol unter anderem den Östrogenspiegel erhöhen kann und beim Abbau Stoffe entstehen, die Zellen schädigen. Da Brustkrebs überwiegend Frauen betrifft, spielt Alkoholkonsum hier vor allem für Frauen eine Rolle. Rauchen steht ebenfalls mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Verbindung, allerdings hat Alkohol hier einen deutlich größeren Einfluss.
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Kann man durch Rauchen und Alkohol Magenkrebs bekommen?
Einige Studien sehen auch einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Magenkrebs, allerdings ist die Evidenz schwächer und nicht ganz so einheitlich wie bei den anderen Krebsarten. Als wichtigere Risikofaktoren gelten vor allem eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, chronische Magenschleimhautentzündungen sowie bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie ein hoher Konsum stark gesalzener oder geräucherter Lebensmittel.
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Lungenkrebs: Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor
Rauchen gilt als der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs. Tabakrauch enthält zahlreiche krebserregende Stoffe, die die Zellen der Atemwege schädigen können. Alkohol spielt bei der Entstehung von Lungenkrebs dagegen kaum eine Rolle.
Rauchen und Alkohol zählen zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs. Sowohl Nikotin als auch alkoholische Getränke enthalten beziehungsweise erzeugen Stoffe, die Zellen schädigen können. Beim Abbau von Alkohol entsteht zum Beispiel Acetaldehyd, eine Substanz, die nachweislich krebserregend ist und das Erbgut von Zellen angreifen kann.
Besonders problematisch ist die Kombination aus Rauchen und Alkohol. Denn Alkohol kann die Schleimhäute durchlässiger machen, sodass krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch leichter in das Gewebe eindringen.
Die Bildergalerie zeigt, welche Krebsarten besonders häufig mit Rauchen und Alkoholkonsum in Verbindung gebracht werden.
- Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): Alkohol steigert das Krebsrisiko: https://www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-alkohol (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): Rauchen verursacht Krebs: https://www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-rauchen (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: Alkohol und Krebs: https://www.kenn-dein-limit.de/alkoholkonsum/folgen-von-alkohol/alkohol-und-krebs/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs (ZFPS): Alkoholkonsum erhöht das Risiko für 7 Arten von Krebs: https://www.alkoholundkrebs.ch/wissenswertes/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe: Alkohol und Krebs: https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebs-vorbeugen/alkohol-und-krebs/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Krebsliga Schweiz: Alkohol und Krebs: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/praevention/alkohol-und-krebs (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge: https://www.who.int/europe/de/news/item/28-12-2022-no-level-of-alcohol-consumption-is-safe-for-our-health (Abruf: 03/2026)