Das Bild zeigt ein Paar im Bett, das sich küsst.
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1. SSW (Schwangerschafts­woche)

Die 1. Schwangerschaftswoche (SSW) zählt ab dem 1. Tag der letzten Periode, das heißt die gewohnte Regelblutung setzt ein und dauert die gewohnte Zeit an. Die 1. und 2. SSW dienen nur der genaueren Berechnung – die Befruchtung findet erst in der 3. SSW statt!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

1. Schwangerschaftswoche (SSW)

In der ersten Schwangerschaftswoche sind Sie genaugenommen noch gar nicht schwanger. Weil aber kaum eine Frau weiß, wann genau ihr Eisprung stattgefunden hat, berechnet der Frauenarzt den voraussichtlichen Geburtstermin anhand des ersten Tags Ihrer letzten Periode nach der sogenannten „Naegele-Regel“. Der erste Tag der letzten Regelblutung ist den meisten Frauen nämlich bekannt.

Dabei startet die Berechnung etwa

Doch erst zur Mitte des weiblichen Zyklus hin, um den Zeitpunkt des Eisprungs, kann die Eizelle durch ein Spermium befruchtet werden. Somit beginnt eine Schwangerschaft tatsächlich erst mit der 3. Schwangerschaftswoche – zählt aber schon vom 1. Tag der letzten Periode an.

So berechnen Sie den Geburtstermin Ihres Babys anhand der Naegele-Regel selbst:

Datum des ersten Tages der letzten Menstruation – 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr

Die Naegele-Regel geht allerdings von einem stabilen 28-tätigen Zyklus aus, den nicht jede Frau hat. Bei kürzeren oder längeren Zyklen müssen die entsprechenden Tage noch abgezogen beziehungsweise hinzugezählt werden.

In vielen Fällen kommt es auch vor, dass der Arzt nachträglich die Schwangerschaftswoche nach vorn oder nach hinten korrigiert.

Mit der SSW 1 beginnen

Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft

  • 40 Wochen oder
  • 10 Monate.

Die Mutter in der 1. SSW

Vor einer möglichen Befruchtung tut sich im weiblichen Körper jeden Monat eine ganze Menge. In der später als 1. SSW bezeichneten Zeit ist eine tatsächliche Schwangerschaft natürlich nicht erkennbar, da sie schlicht noch nicht besteht – erst wenn mittels Schwangerschaftstest eine Schwangerschaft festgestellt wurde (frühestens in der 5. SSW), kann der Frauenarzt rückwirkend ermitteln, in welche Zeit die 1. SSW fiel. Der Körper der Frau durchläuft daher in dieser Zeit wie gewohnt den MenstruationszyklusMenstruation (Periode, Regel).

Wenn Sie in dieser Zeit sogenannte vermeintliche Schwangerschaftsbeschwerden bemerken, wie

  • ziehende Brüste,
  • vermehrte Müdigkeit,
  • Ziehen im Unterleib oder Ähnliches,

so können diese Symptome daher nicht auf eine mögliche Schwangerschaft zurückzuführen sein, sondern müssen eine andere Ursache haben.

Worauf sollte ich achten?

Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie besonders auf eine folsäurehaltige Ernährung achten.

Schwangere und Frauen, die schwanger werden möchten, sollten

  • täglich etwa 0,55 Milligramm Folsäure am Tag über die Nahrung aufnehmen und
  • zusätzlich vorbereitend Folsäure einnehmen, um das Risiko für verschiedene Erkrankungen des Babys, wie beispielsweise einen offenen Rücken (Spina bifida), zu senken.

Empfohlen wird eine vorsorgliche zusätzliche Einnahme von 0,4 Milligramm eines Folsäure-Präparats täglich. Diese Menge sollten Sie auch während der ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft weiterhin täglich einnehmen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die ergänzende Folsäure keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken, daher können Sie sie auch dann weiter einnehmen (0,4 mg pro Tag).

Außerdem sollten Sie möglichst schon aufhören zu rauchen und Alkohol zu trinken, wenn Sie den Wunsch haben, schwanger zu werden.

Erstens beeinflusst beides die Fruchtbarkeit. Und zweitens wird eine Schwangerschaft ja meist erst entdeckt, wenn sie bereits ein paar Wochen besteht. In dieser Zeit würden Sie den Embryo also unnötig gefährden.

Der Embryo in der 1. SSW

In der 1. Schwangerschaftswoche (SSW) besteht noch keine tatsächliche Schwangerschaft. Die Periode beginnt wie gewohnt, und die Regelblutung spült die ungenutzte Gebärmutterschleimhaut aus, sodass der weibliche Körper sich im Folgenden erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten kann. Eine Befruchtung ist in dieser Woche bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen noch nicht möglich. Das ist frühestens in der 3. SSW der Fall.