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Der weitere Weg... wo geht's lang?

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  • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

    Hi Alex,

    das Problem mit dem Arbeitsplatz kenne ich und ich habe deshalb ziemlich oft gewechselt.

    Bei mir wars immer, denke ich, die Routine die sich regelmäßig breit macht.
    Eben dieser immer gleiche Ablauf der mit steigender Routine immer langweiliger wird, so langweilig dass es nicht einmal mehr im Langzeitgedächtnis abgespeichert wird.
    Dann ist es auch nur noch ein, essen, schlafen arbeiten, essen schlafen............

    Da gibt es nur drei Möglichkeiten, Jobwechsel was du ja angegangen bist aber irgendwann wird auch da die Routine Einzug erhalten, mental lernen damit umzugehen, oder die Routine durchbrechen indem du den Arbeitsalltag umgestaltest (wenn es dir möglich ist).

    Das was nicht zu verändern ist muss man über sein Privatleben kompensieren, dort Highlights schaffen die auch im Arbeitsalltag noch tragen.
    Ja, es ist nicht jeder geschaffen für die sich immer wiederholenden Tretmühlenschritte und leider ist auch nicht jedem möglich das zu machen was zu einem passt.
    Aber es macht es ein bisschen leichter wenn du dazu eine Akzeptanz findest die dem Hadern entgegenwikt und vielleicht im Kleinen Dinge verändern kannst die eine große Wirkung haben.
    Dazu muss man allerdings auch die Freiheit dazu haben.
    Private Ziele können aber auch einiges bewirken, Projekte die du für dich und deine Familie erreichen möchtest und an denen du außerhalb des Jobs arbeiten kannst.

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    • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

      Ja, alles richtig

      Da gibt es nur drei Möglichkeiten, Jobwechsel was du ja angegangen bist aber irgendwann wird auch da die Routine Einzug erhalten, mental lernen damit umzugehen, oder die Routine durchbrechen indem du den Arbeitsalltag umgestaltest (wenn es dir möglich ist).
      Aber in der Tat stoße ich da überall an Grenzen:

      1. Jobwechel ist praktisch vom Tisch => ich bin zu teuer, als daß mich trotz Abstrichen und Zugeständnissen von meiner Seite derzeit jemand einstellt. Bin bei zwei Bewerbungen weit gekommen, die eine sogar zweites Gespräch, dachte, es wäre alles unter Dach und Fach. Und am Ende kam dann doch die Absage, ich sei immer noch zu teuer...

      Klar könnte ich noch weitere Abstriche machen. Aber das wird dann gerade auch in der Beziehung/Ehe mit Kind schwierig; das kann ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr allein entscheiden, geschweige denn, daß sich Einsparungen in einer solchen Höhe so leicht umsetzen ließen. Gehen würde sicherlich vieles - aber erstens gewöhnt man sich eben (leider) an einen gewissen Standard, und zweitens gehören da mindestens zwei dazu, die das wollen müßten

      Ich halte zwar weiterhin die Augen offen, mache mir aber keine großen Illusionen mehr.

      (Anm.: Natürlich gibt' sicher ähnlich bezahlte Jobs wie der, den ich habe - aber nicht bei 36 Stunden in der Woche, sondern garantiert Richtung 45-50 - und damit tausche ich dann nur Pest gegen Cholera ein.)

      2. Den Arbeitsalltag umgestalten ist eben mit Vollzeit-Job und Kind auch nicht so einfach - irgendwas ist immer. Ich hab ja nun schon meine Arbeitszeit von ehemals 41+ auf 36 reduziert, und das war definitiv ein richtiger und wichtiger Schritt Aber das heißt leider nicht, daß ich abends, wenn ich nach Hause komme, nur noch in die Hängematte im Garten fallen darf...

      Insbesondere stelle ich immer wieder fest, wie wichtig Schlaf für mich ist! Das weiß ich ja eigentlich schon seit meiner Jugend. Aber solange ich genug Kraft und Substanz hatte und auch genug Zeit, nen temporären Schlafmangel mal hier und da auszugleichen, hab ich das auch öfter mal ignoriert - ging ja.
      Geht jetzt nicht mehr: 8-9 Stunden brauche ich, mehrere Tage nacheinander 6-7 wird schnell grenzwertig. Und wenn der Wecker morgens um 6h20 klingelt, kannst Du ausrechnen, wann ich vernünftigerweise im Bett liegen solte

      Im Lotto müßte ich gewinnen - gerade genug, daß ich dann mit nem schönen Halbtagsjob streßfrei durch mein Leben komme

      3. Tja, und damit bleibt am langen Ende aktuell eben nur, das Mental-damit-umgehen-lernen. Was eben beliebig schwierig ist und immer wieder auch Rückfälle mit sich bringt... Mal geht's ein paar Tage ganz gut, dann wieder weniger. Teil der Tretmühle


      Visionen und Ideen habe ich auf jeden Fall ein paar; ganz so schlimm ist es um mich zum Glück wirklich nicht bestellt
      Aber an der erforderlichen Energie und Zeit für die Umetzung hapert es gewaltig... *seufz*


      LG,
      Alex

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      • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

        Hallo zusammen

        Ich hab seit Sonntag mal wieder mit nem ziemlichen Sumpf zu kämpfen: Anspannung, Unruhe, deutlich spürbarer Streß, Kopf "voll", Magen Völlegefühl, leichte Depri, leichte Ängstlichkeit, alles-zuviel... Ich wünsche mir gerade nichts mehr als das absolute Nichts - Ruhe, Ruhe, und nochmal Ruhe. Möglichst viel davon.

        Selbst im Feierabend richtig abzuschalten und sich auf meine Familie, Sohnemann oder auch meine Hobbies einzulassen, klappt in den letzten 2-3 Tagen praktisch gar nicht. Bin einfach nur platt, k.o., müde und könnte ohne Ende schlafen. Mich zu irgendwas zu motivieren und aufzuraffen ist "unendlich" schwierig - wobei eine gewisse Grundlust, etwas zu unternehmen, durchaus gegeben ist. Aber schon zwei Sekunden später ist mir auch das gleich wieder zuviel, ich hab das Gefühl, früher oder später kracht wieder alles über mir zusammen - daher bloß nicht zu viele Reize, Impulse, Aufregung

        Ich hab solche Phasen ja alle paar Wochen bis Monate und weiß rein rational, daß es auch wieder aufwärts gehen wird und nichts schlimmes passieren muß - global gesehen auch nichts schlimmes passieren wird. Trotzdem hat ein Teil von mir Angst, daß der nächste große Depri-Schub kommen könnte, je länger die Phase anhält.
        Und einen weiteren, großen Teil von mir wurmt es sehr, daß mich diese Geschichte immer wieder so dermaßen ausbremst, daß mir eben sogar der Spaß an Familie und Hobbies größtenteils flöten geht. Das ist sogar irgendwo mit das Frustrierendste... *grummel* Es gibt so viel, was ich eigentlich gern tue, auch in den letzten Wochen, Monaten und Jahren noch - aber wenn diese Tage kommen, ist das alles fast wie weggeblasen.

        Ich versuche mir schon, mit möglichst vielen inneren, liebevollen Gesprächen, Ruhe, Geduld und Mitgefühlt zuzusprechen; wiederhole immer wieder verschiedene Mantras; hab's gestern Abend auch mal wieder mit Meditieren versucht (was allerdings von Sohnemann etwas vereitelt wurde...). Und irgendwie halte ich den Kopf auch noch über Wasser.

        Aber schei**e ist das grad mühsam... könnte ko**en und hab echt immer wieder Anflüge von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Sinnkrise... Dabei hab ich in den Jahren ein bißchen gelernt, kleinere Löcher einfach zu durchleben und hintendran wieder rauszukommen - blöderweise weiß ich nur eben nicht, wie groß und tief dieses Loch ist, und solange bleibt mein Leben nicht stehen...

        Mein Fluoxetin nehme ich noch; hab vor zwölf Wochen ca. von 20 auf 15mg reduziert und neuerlich vor drei Wochen von 15 auf 10mg. Die Dosis wollte ich über Herbst und Winter halten und, wenn alles gut geht, dann im Frühjahr über die nächste Reduzierungsstufe nachdenken. Aber im Moment bin ich grad am Zweifeln, ob ich nicht vielleicht doch wieder auf 20 hochgehen sollte... *Kopf-kratz*
        Vitamin D und Omega-3 muß ich nachher in der Apotheke erst wieder auffüllen; die sind leider seit dem Urlaub aufgebraucht, und bis jetzt hatte ich da noch keine "Not" :wink:, die wieder nachzukaufen.

        Ich versuche, mir soviel (Galgen-)Humor wie möglich zu bewahren :wink:
        Aber habt ihr vielleicht noch irgendwelche Tipps und Vorschläge?

        Danke schonmal, und liebe Grüße,
        Alex

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        • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

          Mit dem Vitamin D solltest du aber etwas vorsichtig sein, wenn kein Mangel vorliegt dann kann es sogar schädlich sein, vor allem in hohen Dosen.

          Es wird auch wieder besser werden Alex, wird es ja immer.
          Vielleicht haben sogar jene ohne Probleme ähnliche Phasen wenn die Jugend durch die Verantwortung abgelöst wird, nur mit nicht ganz so schwierigem Übergang.
          Und, im Zweifelsfall ist immer das Wetter schuld.

          Kommentar


          • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

            Vitamin D sind nur die "kleinen" 1.000er, 1-2 am Tag. Solchen Dosierungen richten üblicherweise keinen Schaden an, nach allem, was ich weiß, sondern halten den Spiegel gerade mal mit Ach und Krach. Als ich mich damals noch etwas mehr damit beschäftigt habe, meine ich, sind je nach Person und Sonnenlichtexposition (=> "Sesselpupser" ) rund 2-4.000 IE/Tag etwa die Größenordnung, um den Spiegel stabil auf nem gesunden Level zu halten.

            Und mein Spiegel ist ja in 2013 und danach auch nochmal geprüft worden: Im Dezember 2013 war er katastrophal niedrig, bei der zweiten Messung (2015 oder 2016) im unteren Normbereich, aber immer noch weit weg von einem "Optimum", wie er bei Südeuropäern und Menschen in noch südlicheren Breitengraden ermittelt wird, geschweige denn, daß es kritisch würde.

            Von daher mache ich mit 1-2.000 / Tag sicher nichts falsch

            Vielleicht haben sogar jene ohne Probleme ähnliche Phasen wenn die Jugend durch die Verantwortung abgelöst wird, nur mit nicht ganz so schwierigem Übergang.
            Ja, ich denke auch, daß ich da meine Achillesferse einfach an der Psyche habe. Bei anderen schlägt der Streß (noch) stärker auf Magen und Darm, auf den Kreislauf und den Blutdruck oder den Rücken. Schlapp fühlen sich da sicher viele - hab mich die Woche auch schon mit zwei drei Freunden unterhalten, die die letzten Tage auch echt übel fanden -, aber ich hab eben das "Pech", daß es bei mir auf psychischer Ebene stärker durchschlägt.

            Wirklich tauschen will ich da auch mit niemandem. Mein sehr guter Freund ist seit Jahren immer wieder schwer übel rücken-geplagt bis quasi zur Bewegungsunfähigkeit und hoher Schmerzmitteldosierung - das ist garantiert auch alles andere als lustig und kann einem obendrein noch den Spaß an allem möglichen verderben.

            Ist eben echt eine sehr lange Trainingsfrage, über Jahre hinweg, mit solchen und anderen chronischen Geschichten und Krankheiten umgehen zu lernen. Solange ich Fortschritte sehe, ist es auch leichter. Aber längere Phasen wie jetzt frustrieren eben auch ziemlich.

            Und, im Zweifelsfall ist immer das Wetter schuld.
            Genau

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            • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

              Schön mal wieder von dir zu lesen Alex!
              Vieles von dem kommt mir auch immer wieder bekannt vor und ich verspanne dann zunehmend.
              Im Moment ist es bei mir mehr Stress auf der Arbeit und ich glaube auch der Jahreszeitenwechsel. Merke dann schnell wie ich wieder auf Schlafmodus schalte, während ich im Sommer abends länger fit bin.
              Warum willst du das Fluoxerin eigentlich reduzieren?
              Vom Grund her mache ich was die Ads angeht jedoch genauso . Lasse es immer monateweise weg, weil ich ohne das Zeug will. Komischerweise schreien da alle Ärzte : Nein dauerhaft nehmen. Und bei nem Schmerzmittel was man wochenweise nimmt, wenn nichts geht, wird gleich Trara gemacht. Ich verstehe den Gedanken wegen der Abhängigkeit, jedoch denke ich bei ner dauerhaften Ad-Einnahme, die vielleicht nicht sein muss, schreit die Leber auch nicht juchu.
              Ich denke es wird auch besser, wenn die Kinder selbständiger sind. Zumindest hoffe ich, dass man dann nicht nur von der Pubertär überrollt wird, sondern sich wieder einfacher nen schönen Abend gönnen kann.
              Ich denke du bist da ja echt in allem auf nem guten Weg und weißt mittlerweile auf was du dann achten musst, wenns mal wieder sumpft.
              Man muss sich leider von dem Gedanken völliger Gesundheit verabschieden, also immer wieder damit umgehen, dass es auch mal wieder schlechter ist.

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              • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                "Man muss sich leider von dem Gedanken völliger Gesundheit verabschieden.."

                Ein interessanter Gedanke, Pustewind.

                Es ist aber wichtig, Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheiten zu definieren, sondern eher i.S. von innerer Harmonie und Lebenszufriedenheit.

                Dann haben in diesem Konstrukt auch ein paar körperliche Wehwehchen Platz.
                Sie sind dann quasi außen angedockt, berühren das Innere nicht.

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                • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                  Hallo Pustewind, hallo Hr. Dr. Riecke

                  Schön mal wieder von dir zu lesen Alex!
                  Gleichfalls, danke

                  Im Moment ist es bei mir mehr Stress auf der Arbeit und ich glaube auch der Jahreszeitenwechsel.
                  Ja, gut möglich. Streß und Unzufriedenheit bei mir auf der Arbeit ja sowieso, und um August und September herum bin ich in den letzten Jahren sowieso am Wackligsten... Gut möglich, daß da der Jahreszeitenwechsel mit reinspielt, hab ich auch schonmal dran gedacht.

                  Warum willst du das Fluoxerin eigentlich reduzieren?
                  Weil ich es mir gern als absoluten "Notnagel" aufheben möchte.
                  Ich glaube zwar nicht, daß man von den SSRI oder SNRI ausgesprochen abhängig wird. Ich habe aber schon die Sorge, daß über die Jahre da ein gewisser, langsam schleichender Gewöhnungseffekt eintreten könnte, so daß man die Dosis gaaanz langsam alle paar Jahree erhöhen müßte, um den gleichen Effekt zu erzielen.
                  Beim Fluoxetin ist - meines Wissens nach - unter normalen Umständen bei ca. 50 mg Schluß; 60-80 mg sind wohl wirklich Ausnahmen, die gut begründet und begleitet sein müssen/sollten.
                  Wenn ich also jetzt schon dauerhaft 30-40 nehmen würde, wie von meinem Arzt empfohlen, und ich den Mist "nie" wieder loswerde, stellt sich mir schon die Frage, was ich mit 50 oder 60 Jahren machen werde und die Dosis womöglich am Anschlag ist...

                  Wenn's also irgendwie geht, meinen Körper möglichst wenig jetzt schon daran zu gewöhnen, hab ich für später noch ein Eisen im Feuer, wenn's hart auf hart kommt, ohne ans Maximum gehen zu müssen.

                  Nur so ne Überlegung.

                  Ich denke du bist da ja echt in allem auf nem guten Weg und weißt mittlerweile auf was du dann achten musst, wenns mal wieder sumpft.
                  Ja, grundsätzlich sicher schon.
                  Trotzdem ist es gerade wieder arg ernüchternd und zermürbend...

                  Ich war gestern einen Tag in Berlin mit dem Flieger, 4h30 aufstehen.
                  Hat schon nicht gut geklappt, drei Minuten später am Gate, und ich hätte den Flieger verpaßt. War also schonmal Streß pur. Zusätzlich zur Müdigkeit - denn der Freitag Nachmittag war emotional ne Katastrophe (hab mir fast gewünscht, dder Flieger würde einfach abstürzen und Ende Gelände), so daß mein Plan, mich um acht schon ins Bett zu legen, nicht aufging und ich erst um Viertel vor elf dann endlich eingeschlafen bin.

                  Also schonmal Schlafmangel... kann ich ja sowieso "super" ab

                  In Berlin ging's dann über Tag langsam aufwärts. Hatte sehr viel Bewegung (25 km), Sightseeing, Geocaching, nen Freund zum Mittagessen getroffen und nachmittags dann ein schönes und spannendes Virtual-Reality-Meeting in Charlottenburg. Aber auch, wenn es immer besser wurde - das blöde depressive Grundrauschen und den ein oder anderen Hintergedanken immer wieder bin ich nicht gänzlich losgeworden. Wirklich klagen konnte ich dann irgendwann aber auch nicht mehr - im Ganzen hat der Tag und die viele Bewegung echt gut getan

                  Aber zurück in Düsseldorf hab ich mein Auto nicht wiedergefunden! Ich hab ne Stunde lang alles abgesucht (dachte ich), so daß ich schließlich dachte, der Wagen sei geklaut worden. Als die Polizei dann kam, haben die den Wagen gefunden - in einem Bereich, von dem ich fest ausgegangen bin, das Auto da nicht abgestellt zu haben...

                  Naja, einerseits ne Anekdote, über die ich im Nachhinein nun durchaus etwas schmunzeln kann - besser peinlich als Auto-geklaut
                  Aber in der Nacht, totmüde, k.o., fertig, platt, war das definitiv ein Problem, das mir noch gefehlt hatte...
                  Um Viertel vor zwei (statt um Viertel vor Mitternacht wie gedacht) lag ich dann endlich im Bett.


                  Tja, und heute Morgen um halb neun bin ich wach geworden, und sofort machte sich wieder diese depressiv-ängstliche Unlust breit - Aufstehen, Frühstück machen/frühstücken, "wieder ein Tag"... *seufz*

                  Ich hab dann von zwölf bis zwei nochmal zwei Stunden geschlafen, jetzt bin ich etwas fitter.

                  Aber die Grundstimmung war definitiv schonmal viel besser an einem Sonntag... Und immer wieder kommt aus dem Unterbewußtsein der Gedanke hoch, daß ich keinen Bock auf's Büro und die Woche morgen habe...

                  Man muss sich leider von dem Gedanken völliger Gesundheit verabschieden, also immer wieder damit umgehen, dass es auch mal wieder schlechter ist.
                  Ich bin ja eigentlich davon überzeugt, praktisch gänzlich gesund zu sein. Als klassische, ausgesprochene Krankheit versuche ich meine Geschichte ja bewußt nicht zu sehen.
                  Am Ende ist es aber wahrscheinlich auch egal, wie man das Kind nennt - wenn man sich bescheiden fühlt, fühlt man sich bescheiden. Und wenn man sich immer wieder wünscht, "es" möge doch irgendwann irgendwie vorbei sein, ist das auch nicht "schön".

                  Dabei danke ich dem lieben Gott immer wieder für mein Leben und jeden neuen Tag. Und ich habe auch meinem Auto letzte Nacht gedankt, daß es nicht weg war

                  Aber irgendwas liegt da in meinen psychischen Tiefen im Argen, ich habe immer noch keine Ahnung, was es genau ist und warum es mich immer wieder so tierisch reinreißt, und möglichst viel Akzeptanz, Geduld und Achtsamkeit sind die einzigen Dinge, die ich tun kann.

                  Das ist nach mittlerweile bald fünf Jahren Leidensgeschichte irgendwie nicht so optimal... Ein wenig mehr dauerhafte Stabilität wünsche ich mir schon.

                  Es ist aber wichtig, Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheiten zu definieren, sondern eher i.S. von innerer Harmonie und Lebenszufriedenheit.

                  Dann haben in diesem Konstrukt auch ein paar körperliche Wehwehchen Platz.
                  Sie sind dann quasi außen angedockt, berühren das Innere nicht.
                  Ja, die Abwesenheit von Harmonie und Lebenszufriedenheit ist bei mir definitiv die Krux.
                  Körperliche Wehwehchen machen mir in der Regel wenig zu schaffen. Spätestens, wenn sie durch den Hausarzt und ggfs. nen Spezialisten abgeklärt sind, kann ich solche Dinge i.d.R. ad acta legen.

                  Aber hier habe ich den Eindruck, daß viel von dem Leid eben in der Tat aus dem Inneren kommt. Parallel zu meiner grundsätzlichen Dankbarkeit am Leben und meinem Bestreben, zu akzeptieren, die Dinge achtsam laufen zu lassen, zufrieden zu sein.
                  Da "tobt" also ein innerer Konkurrenzkampf, wenn man so will.

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                  • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                    Ja, die Abwesenheit von Harmonie und Lebenszufriedenheit ist bei mir definitiv die Krux.
                    Ja, ich glaube auch das ist es was uns alle darin hindert einfach mit dem zufrieden sein zu können wie es ist und auch die Furcht dass die Zufriedenheit und Gesundheit nur eine Episode dein könnte.
                    Was ja auch meist so ist, man rechnet damit dass es kein Dauerzustand sein wird und das ist vielleicht der größte Hemmschuh, dadurch kann man die Harmonie nicht finden, weil man sie nicht genießen kann durch das viele Vorausdenken..

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                    • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                      Ich meinte damit, dass man mit zunehmendem Alter immer mal wieder etwas hat und nicht mehr wie mit 20 total fit ist. Oder:
                      Bezüglich der Depris denke ich, einmal depressiv und richtig daran erkrankt , kommt es immer wieder. Nur lernt man über die Jahre was man im Akutfall machen kann bzw wie man sich aus dem Sumpf rausmanövriert.
                      Zumindest ist das bei mir so, die nun seit 20 Jahren damit lebt.
                      Nach wie vor denke ich bei Dir Alex, dass du mal eine Kur bräuchtest zum Akku aufladen.
                      Wenn du solche Gedanken hast wie " jetzt abstürzen und das wars", denkst du dann nicht gleichzeitig " stopp! mein Kind braucht mich und ich will es als Erwachsenen noch erleben?"
                      So sehr mich meine Kinder stressen und an die Grenzen bringen können, so sehr geben sie mir auch einen absoluten Überlebenswillen und , dass ich noch so viel mit ihnen erleben möchte.

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                      • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                        Nur lernt man über die Jahre was man im Akutfall machen kann bzw wie man sich aus dem Sumpf rausmanövriert.
                        Zumindest ist das bei mir so, die nun seit 20 Jahren damit lebt.
                        Das ist sicher richtig. So gesehen habe ich auch schon einiges gelernt und stehe solche Phasen auch immer irgendwie durch. Trotzdem ätzend

                        Nach wie vor denke ich bei Dir Alex, dass du mal eine Kur bräuchtest zum Akku aufladen.
                        Hmmm, nur welche Form genau...?
                        Es müßte wahrscheinlich schon was sein mit ner ordentlichen Dosis Bewegung an der frischen Luft und einfach mal richtig Abstand zu den Alltagsproblemen. So ein Tag wie jetzt Berlin hat mir ja durchaus gut getan, und ich bin den ganzen Tag auf Achse gewesen, OBWOHL ich eigentlich nicht genug geschlafen hatte und zunächst ziemlich müde war.
                        Ich hab einfach keine große Lust auf so ein klassisches Kurprogramm mit Terminplan den halben Tag...

                        Ansonsten ist der Gedanke auf jeden Fall gut

                        Wenn du solche Gedanken hast wie " jetzt abstürzen und das wars", denkst du dann nicht gleichzeitig " stopp! mein Kind braucht mich und ich will es als Erwachsenen noch erleben?"
                        Doch, natürlich schon. Insbesondere eben genau das: Mein Sohn braucht mich, er liebt mich, ich liebe ihn, wir verbringen so viel schöne Zeit miteinander. Das soll er nicht missen, und ich will es auch nicht verpassen
                        Und natürlich will ich ihn auch als Erwachsenen noch erleben und mit ein bißchen Glück auch meine Enkelkinder irgendwann
                        Aber ich gestehe: Ein bißchen mulmig wird mir jetzt schon, wenn er dann mit 18+ irgendwann aus dem Haus ist. Ich kann mir schon jetzt nach den acht Jahren nicht mehr vorstellen, wie ein Leben ohne ihn sein könnte. Für ein paar Tage hier und da, ja, natürlich; die Ruhe zwischendurch wird sicher gut tun Aber es ist auch einfach so, daß er mich mit seiner Begeisterung für alles mögliche oft ansteckt und aus meiner Lethargie zieht. Natürlich bekomme ich das selbst auch mit dem ein oder anderen Thema hin, bspw. eben geocachen, ner schönen Städtereise bzw. nem Ausflug oder Virtual Reality am PC. Aber Sohnemann schafft es eben auch ansonsten dann noch oft, wenn meine Zugpferde grad mal nicht so wollen - aber wenn er 18+ ist, muß ich das ja im Prinzip wieder 100% der Zeit selbst hinbekommen. Das macht mir schon ein wenig Gedanken... *seufz*

                        Natürlich ist er dafür nicht verantwortlich, und ich gebe mir auch große Mühe, ihn das so nicht spüren zu lassen. Umgekehrt macht mir die Zeit mit ihm aber meistens auch sehr großen Spaß, und das sage ich ihm dann auch, weil ich denke, daß das auch für ihn wichtig ist, das für sein Selbstwertgefühl zu wissen, daß er jemandem - mir und meiner Frau (und auch anderen, die es ihm aber nicht so oft sagen oder zeigen) - wichtig ist.

                        Hoffe, ich konnte das halbwegs verständlich in Worte fassen

                        Wie dem auch immer sei:
                        Wirklich sterben will ich nicht. Wollte ich nicht und will ich nach wie vor nicht.

                        Aber es gibt so Momente, wenn der Sog stark und stärker wird und die Symptome deutlicher und unangenehmer, daß diese Anflüge derartiger Gedanken von wegen Flugzeug-Absturz hochkommen. Ich rufe mich dann auch immer wieder zur Vernunft und relativiere meine Situation, betone mir selbst gegenüber, daß ich auf einem guten Weg bin und schon viel geschafft habe.
                        Aber zumindest der erste Impuls kommt dann doch immer wieder mal hoch.

                        So sehr mich meine Kinder stressen und an die Grenzen bringen können, so sehr geben sie mir auch einen absoluten Überlebenswillen und , dass ich noch so viel mit ihnen erleben möchte.
                        Ja, geht mir genauso
                        Am Sonntag ist in Duisburg eine Show, "Lebendige Dinosaurier". Da gehen wir hin, und als ich ihm gestern gesagt habe, daß ich Karten dafür habe, war er ganz aus dem Häuschen. Er liebt Dinos *g*
                        Und ich freue mich allein schon deshalb, weil er sich so freut. Abgesehen davon, daß ich Dinos auch immer sehr faszinierend fand und finde

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                        • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                          Ja das glaube ich und es macht soviel Spaß die leuchtenden Kinderaugen zu sehen.
                          Na ja viele sagen mir, dass die Pubertät schon ihren Sinn hat. Dadurch lösen sie sich ja Schritt für Schritt und es wird sicherlich Tage geben wo man denkt wann sie denn mal ausziehen, wenn sie eh machen was sie wollen usw.
                          Ich glaube aber, dass man dann auch erstmal vieles wieder macht wo es keine Zeit für gab. Kino, im Park ein Buch lesen oder im Cafe, abends rausgehen......

                          Kommentar


                          • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                            Achso zum Thema Kur. Also wenn du da eh schon sehr negativ drüber denkst, bringt es dir denke ich auch nichts. Du müsstest dann dich da schon offen drauf einlassen.

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                            • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                              Achso zum Thema Kur. Also wenn du da eh schon sehr negativ drüber denkst, bringt es dir denke ich auch nichts. Du müsstest dann dich da schon offen drauf einlassen.
                              Ja, da hast Du wahrscheinlich recht...

                              Ich stelle die letzten Tage mal wieder fest, daß bei mir immer noch offenbar so tief verwurzelte Prozesse automatisch ablaufen, daß ich den eigentlichen Ursachen mitunter nur mühsam bis gar nicht auf die Spur komme.

                              Aktuelles Beispiel:
                              Ich muß diese Woche drei Tage Schulung in der Firma geben. Eigentlich eine Sache, die ich gern mache - sowas macht mir grundsätzlich Spaß. Gleichzeitig steht die Schulung aber auch im Zusammenhang mit dem Langzeit-IT-Projekt, das ich schon ein paar Mal erwähnt hatte. Dadurch macht sich bei durchaus ein - bewußter - Widerwillen bemerkbar.
                              Die symptomatischen Auswirkungen allerdings in ihrer Deutlichkeit zu akzeptieren und einzuordnen, fällt mir allerdings echt schwer: Ich fühle mich gestresst, lustlos, unmotiviert, hab latent ne spürbare Depri-Wolke über mir hängen und schleppe mich mal mehr weniger durch die Tage. Es geht zwar, einerseits auch gut, rational weiß ich nicht, worüber ich so wahnsinnig unglücklich und unzufrieden bin - andererseits aber eben auch nicht, und ich verstehe nicht so richtig warum. Zwei Tage der Schulung sind mittlerweile vorüber, die Veranstaltungen liefen gut, ich bin zufrieden - und doch bin ich angespannt, unruhig, irgendwas tief drin wurmt mich und stellt immer wieder Tun, Sinn und Hoffnung in Frage...

                              In Bezug auf eine Kur ist es da wahrscheinlich ähnlich:
                              Ich weiß, daß mir eine Kur sicher gut täte, ggfs. auch eine Vater-Kind-Kur. Ich weiß es wirklich. Und doch regen sich Zweifel und Widerwillen in mir bei dem Gedanken, drei Wochen lang ein Kurprogramm durchziehen zu müssen.

                              Immer wieder bemühe ich mich bei allen möglichen Dingen um gedankliche Entschärfung, Umformulierung, ich übe mich in Selbstliebe und Verständnis, und sicher mache ich da auch Fortschritte... Aber sie erscheinen mir derzeit mal wieder so minimalst klein, daß ich eher das Gefühl habe, mindestens auf der Stelle zu treten wenn nicht gar wieder ne Stufe zwei abgerutscht zu sein...

                              Ich beschäftige mich ja nun wirklich schon seit Jahren mit allen möglichen Themen rund um Psychologie, Psychotherapie, Achtsamkeit etc. Und ich weiß und erfahre ja, daß der Weg nicht leicht ist. Aber daß es - gerade mal wieder - sooo schwer ist, empfinde ich mal wieder als recht "ernüchternd"...

                              Natürlich wird es weitergehen; bloß nicht aufgeben usw.

                              Aber verflixt noch eins: Was in mir drin - welches unbewußte Denken, welche Erinnerung, welche Prägung o.ä. - stellt mir immer wieder ein Bein? Was ist so verflixt schwierig daran, einfach im Hier und Jetzt zufrieden zu sein, erst recht, wenn man sich schon ne Weile mit den Themen beschäftigt hat und sich ganz allmählich Einsichten und Bewußtsein durchsetzen sollten? Ist ja nun wirklich nicht so, als sei meine Geschichte erst letzte Woche vom Himmel gefallen und ich stünde noch davor wie der Ochs' vorm Berg...
                              Was also blockiert mich immer noch und immer wieder? Wo blockiere ich mich immer noch und immer wieder?

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                              • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?


                                Was also blockiert mich immer noch und immer wieder? Wo blockiere ich mich immer noch und immer wieder?
                                Das Leben?
                                Das intensiv drauf schauen, anstatt es zu leben?

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                                • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                  Ja, mag sein.
                                  Aber in diesen Phasen fällt es mir echt extrem schwer, meine Gedanken und vor allem meine Zweifel an allem möglichen in Zaum zu halten.

                                  Mir ist gerade eben auf dem Rückweg von Kantine noch bewußt geworden, daß ich in Bezug auf das, was ich zu wissen glaube, vielfach doch (unbewußt) recht "arrogant" bin: Ich glaube vieles bzw. alles zu wissen, und ich glaube zu wissen, was mir hilft und was nicht. Wirklich offen für Vorschläge und Anregungen - wie bspw. mit der Kur - bin ich da dann natürlich auch wieder nicht so richtig...

                                  Andererseits habe ich natürlich Erfahrungen gemacht während der vergangenen fünf Jahre, gute wie schlechte. Weiterhin soll man ja auch ergründen, was man wirklich möchte und was nicht, um sich besser danach auszurichten.

                                  => Wonach unterscheide ich denn jetzt genau, wann
                                  • mein Ego etwas nur zu wissen glaubt und in seiner Eitelkeit vieles schnell wieder unter den Teppich zu kehren versucht; und wann
                                  • ist es wirklich ein tiefes inneres Bedürfnis oder "Wissen", nach dem ich mich dann auch tatsächlich richten sollte?

                                  Ich habe jetzt heute Mittag meine drei Tage Schulung hinter mich gebracht, und rein von meinem Fühlen her war es echt heftig... Dabei lief alles wesentliche glatt, ich bekam wieder positive Resonanz, es gab auch ein zwei Probleme, aber die haben wir gelöst bekommen. Alles ok. Trotzdem hab ich mich unmittelbar danach und bis zum Mittagessen wirklich zum Ko**en gefühlt, und auch jetzt schreit alles in mir danach, mich einfach nur noch totzustellen und ausruhen zu dürfen.
                                  Daß ich im Büro heute Nachmittag auf die letzten zwei Stunden allerdings keine Bäume mehr ausreißen muß, weiß ich auch! Ich weiß es! Und trotzdem gelingt es mir praktisch nicht, mich zu entspannen, durchzuatmen und das Klingeln und den Druck aus den Ohren zu bekommen...

                                  Es ist echt zum Mäuse-melken.

                                  Klar ist es das Leben, das mir gerade passiert
                                  Aber was mir da passiert, gefällt mir nicht - emotional gesehen -, und obwohl ich es besser weiß, wehre ich mich dagegen.

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                                  • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                    Kann es sein dass du einige negative Erfahrungen am Stück gemacht hast und nun unbewusst damit rechnest dass wieder was schief geht?
                                    Dass du dich innerlich darauf vorbereitest um gewappnet zu sein und damit das Gefühl welches dieses Szenario natürlich begleiten würde festhältst?

                                    Es ist ja auch so, dass wir im Bezug auf uns selber natürlich denken es besser zu wissen als andere.
                                    Schließlich können andere weder unsere Gefühle beschreiben, noch wissen womit wir was anfangen können und womit nicht, sie stecken nicht in unserer Haut und das ist uns immer bewusst.
                                    Ergo ist es bei einem selber immer anders als andere meinen und bei sich selber erfahren haben, ich bin halt nicht du und du bist nicht ich.
                                    Schwer zu erfassen dass es Strategien und Möglichkeiten geben soll, die bei fast allen pauschal eine Wirkung haben, oder eben dem der den Rat gibt geholfen haben und wir auch in dieses Thema passen sollen, das macht einen zur Massenware was unser Bewusstsein natürlich ablehnt.
                                    Wir sind nun mal näher dran an uns selber als die Außenwelt, rein logisch gesehen ist da auch klar dass wir es besser wissen als alle anderen, das ist keine Arroganz sondern das was wir auch brauchen um Entscheidungen treffen zu können und uns als Individuum zu sehen, was ja immens wichtig für unseren Selbstwert ist.
                                    Leider fehlen uns aber auch Informationen über Hintergründe, wie das Unterbewusste reagiert und wann es aus dem Tritt geraten ist, so dass unser Gefühl nicht mehr das Maß aller Dinge ist.
                                    Dennoch ist es ja real, das einzige worauf wir uns verlassen können, aber dadurch dass es eine Fehlfunktion hat, ist es eben auch nicht mehr gänzlich wahr.
                                    Das macht es so schwer auf andere zu hören, Ratschläge anzunehmen, denn auch wenn uns unser Glauben an uns selber ein wenig täuscht, so sind wir immer noch dichter dran als andere und nehmen es als korrekt wahr.

                                    Unsere Seele und unser Organismus sind darauf eingerichtet unsere Signale und die Erfahrungen darüber, wie wir reagieren müssen, ernst zu nehmen und umzusetzen.
                                    Dass die Reaktionen nicht angebracht sind kommt in dem Programm nicht vor, auch wenn sie noch so überzogen sind.
                                    Da muss man sich neu aneignen, sich selber gegen den inneren Widerstand auf normale Reaktionen zu trimmen, dem steht dann wieder entgegen dass Körper und Geist uns sagen die Reaktionen sind angebracht und die Gefühle echt.
                                    Was es auch wieder schwer macht Ratschläge von anderen umzusetzen, da sie unserem Empfinden widersprechen.
                                    Und dann gibt es ja auch noch den Hemmschuh der psychischen Erkrankungen im Allgemeinen, die mit Schwäche, Versagen und nicht ganz knusper gleichgesetzt werden, auch wenn wir es besser wissen so sind wir doch von diesen Einstellungen geprägt.
                                    Vorurteile wurden schon früh übernommen, im Bezug auf die Psyche, trifft es uns selber sind diese trotzdem weiter aktiv und bestimmte Ratschläge verstärken noch das Gefühl von ballaballa und schwach sein, nicht in der Lage Herr seiner Sinne zu bleiben.

                                    Vielleicht läuft es über die Neugierde und Offenheit besser, wenn man nicht sagt dass ist nichts für mich, sondern einfach mal macht und es als Erweiterung des Horizonts sieht, egal welches Ergebnis am Ende steht.

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                                    • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                      Liebe Tired,

                                      ich danke Dir sehr für Deine Antwort und Deine Sichtweise, die sich mit meinen Vermutungen, Ahnungen und Erfahrungen deckt. Aber es ist eben doch sehr befreiend und erleichternd irgendwo, wenn man nicht der Einzige ist mit solchen Gedanken und Ansichten

                                      Ja, wahrscheinlich ist das eben wirklich so, daß unser Organismus für diese Form von "Befall" keine Lösung kennt und damit permanent und immer wieder einen Ausnahmezustand verfällt, in dem er sich quasi selbst bekämpft. Irgendjemand verglich mal vor einiger Zeit Depressionen und Angststörungen mit dem psychischen Pendant zu körperlichen Allergien: Unser psychiches Immunsystem wäre demnach in irgendeiner Weise so nachhaltig gestört, daß es quasi auf sich selbst losgeht.

                                      Vielleicht läuft es über die Neugierde und Offenheit besser, wenn man nicht sagt dass ist nichts für mich, sondern einfach mal macht und es als Erweiterung des Horizonts sieht, egal welches Ergebnis am Ende steht.
                                      Ja, ich denke, ich werde Deine Anregung hier mal aufnehmen. Ich habe es zwar schon oft versucht, auf der Basis von ähnlichen Empfehlungen aus Ratgebern so zu denken - aber wenn die Welle kommt und der Sumpf zieht, ist es bei mir zur Zeit noch lange nicht so weit, daß ich das immer so beherzigen und das, was mir da passiert, einfach neugierig betrachten und passieren lassen würde.
                                      Aber ja - je mehr ich da zumindest im Moment wieder drüber nachdenke, umso mehr sehe ich da wirklich eine Chance drin. Sobald das mal besser funktioniert, wäre es auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, "sich selbst" da aus dem inneren Konflikt besser rauszuziehen und wirklich nur noch als Beobachter zu fungieren.

                                      Danke

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                                      • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                        Es ist ja auch bekannt, Alex, dass Menschen in depressiven Phasen oft davon überzeugt sind dass ihnen niemand helfen kann.
                                        Man sagt das gehört zur Erkrankung, ich glaube aber es gehört zum Mensch sein, dass man nicht glauben kann jemand anderer wäre in der Lage das eigene Innere so zu erkennen wie man es selber empfindet, das wird auch bei gesunden so sein.
                                        Genauso wie es oft leichter ist außerhalb einer Phase wo es schlecht geht, nach Strategien zu suchen, weil man dann nicht so auf diese Empfindungen fokussiert ist und auch offen für das was andere erfahren haben, ohne es als Druck zu empfinden dass man es ihnen gefälligst gleich tun soll.
                                        Man hat dann mehr Gespür dafür was für einen gut ist und was nicht und Interesse was bei anderen funktioniert ohne das Gefühl zu haben vorgeschrieben zu bekommen was für einen gut ist, man weiß dass man sich aussuchen kann was man probieren möchte.

                                        Solche Phasen machen auch ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, besonders wenn sie immer wieder kommen, das ist immer sehr hinderlich bei der Suche nach Lösungen, die kann man oft nur außerhalb der Phasen erkennen, in die Wege leiten und finden.

                                        Ich glaube was hilfreich ist, ist keine Verpflichtungen zu haben, Ruhe vor Ansprüchen und nur das tun zu müssen was man gerade tun will, oder auch nicht.
                                        Das motiviert mehr, als ein ständiger Druck endlich eine Lösung zu finden, den man sich auch selber macht.

                                        Also je nach Grad der Erkrankung, für einen schwerst Depressiven ist es natürlich nicht so gut ihn ohne Optionen vor sich hin dämmern zu lassen, nicht so schwer erkrankte finden gerade mit dem wegfallen des Drucks die Motivation sich auszuprobieren, weils nicht mehr so erdrückend ist nicht zu funktionieren und vom Umfeld auch akzeptiert wird.
                                        Ich denke das ist es auch was bei einem Klinikaufenthalt die Besserung einleitet, weg aus dem Alltag und von den Verpflichtungen die relevant fürs Leben sind, einfach was anderes machen können und sich ausprobieren ohne schlechtes Gewissen dem Umfeld gegenüber.

                                        Es macht schon irgendwo Sinn, dass gerade Orte wie Klöster so gerne aufgesucht werden, kleine Fluchten die die Seele von den Lasten des Alltags befreien.

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                                        • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                          Aber genau das ist das Problem Alex. Du siehst eine Kur als etwas stressiges was man absolvieren muss. Es ist aber Zeit nur für Dich mit Dingen die Dir gut tun. Der einzige Haken wäre wahrscheinlich, dass du deine Familie sehr vermissen würdest, aber die könnten dich ja am Wochenende besuchen und in der Woche telefonieren usw.
                                          Und irgendwie nimmst du auf deiner Arbeit nur negatives mit. Das Gefühl dass es auch mal gut war oder Spaß machte, beschreibst du nie und wenn ich mir dann vorstelle du machst 8 Stunden nen Job, der dich frustriert, dann wundert es doch nicht , dass das depressiv macht.

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                                          • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                            Tired :
                                            Es ist ja auch bekannt, Alex, dass Menschen in depressiven Phasen oft davon überzeugt sind dass ihnen niemand helfen kann.
                                            Ganz so extrem sehe ich es schon nicht.
                                            Aber ja, durchaus, ein wesentlicher Trigger bei mir ist durchaus Hilflosigkeit. Bin gestern Abend noch über einer Sache kurz, aber heftig explodiert, weil mir irgendwie die Hände gebunden sind, ich helfen will, aber nicht kann (jedenfalls nicht so, wie es mir mein Herz sagt). Ich stelle einfach mal wieder fest, daß ich in praktisch jeder Hinsicht ausschließlich Symptombekämpfung machen kann - sowohl bei mir selbst, als auch im Außen -, aber an die ganzen eigentlichen Ursachen komme ich nicht dran.
                                            Sowas frustriert. Jedenfalls mich.

                                            Ich bin über Jahrzehnte groß damit geworden, auf das meiste in meinem direkten Umfeld Einfluß zu haben. Sicher hatte ich nie die 100%ige Kontrolle (wer hat die schon ), aber es war ok und fühlte sich gut genug an.

                                            In den vergangenen zehn Jahren mußte ich erfahren, daß immer mehr Dinge meiner (vermeintlichen) Kontrolle entglitten sind. Und das liegt nicht nur daran, daß ich manches vielleicht sogar wirklich nie richtig unter Kontrolle gehabt haben mag. Sondern vielmehr daran, daß so viel Neues in mein Leben gekommen ist, das schlicht nicht mehr kontrollierbar ist - mal mindestens in der Häufung allein schon.

                                            Pustewind
                                            Und irgendwie nimmst du auf deiner Arbeit nur negatives mit. Das Gefühl dass es auch mal gut war oder Spaß machte, beschreibst du nie und wenn ich mir dann vorstelle du machst 8 Stunden nen Job, der dich frustriert, dann wundert es doch nicht , dass das depressiv macht.
                                            Und da spielt eben auch der Job eine ganz ganz massive Rolle bei: Wenn man gelernt hat, gut und sehr gute Leistungen abzugeben, optimale Lösungen für Probleme zu suchen, beigebracht bekommen hat, wie gerade auch im betrieblichen IT-System-Umfeld optimale Lösungen aussehen sollten - dann frustriert es mich enorm in einem Umfeld von ewig gestrigen "Hornochsen" zu arbeiten, die alles Sinnvolle ablehnen, sobald es etwas mehr kostet oder mehr Arbeit in dem Moment bedeuten würde. Niemand sieht (oder will es nicht sehen), daß wir auf die gehabte Art und Weise langfristig sehr viel mehr Geld und Arbeit verpulvern als wenn wir es gleich richtig machen würden...

                                            Und damit will ich jetzt nicht behaupten, daß nur ich die eine optimale Lösung kennen würde - selbstverständlich führen viele Wege nach Rom, und dementsprechend gibt es auch mehr als eine optimale Lösung. Da wäre ich offen für, sofern sich überhaupt etwas in der Richtung bewegen würde.

                                            Nein - bei uns wird überhaupt keine optimale Lösung implementiert, obwohl ich und andere da vielfach mit Nachdruck drauf hingewiesen haben. Bei uns wird eine drittklassige Lösung in Eigenregie entwickelt, die gerade mal "Industrie 2.0" entspricht, während sich unsere Geschäftsführung hinstellt und propagiert, wir seien auf dem Weg zur vielbeschworenen "Industrie 4.0" !! Da kann ich nur lauthals lachen - oder nen Schreianfall kriegen.

                                            Kurz:
                                            Ich kann auch hier wieder ausschließlich Symptombekämpfung betreiben. Was vernünftiges von Grundauf, um Ursachen beizukommen und Dinge für die Zukunft wirklich nachhaltig besser zu machen - keine Chance.

                                            Und das nächste von uns selbst entwickelte System steht bereits für die Modernisierung in der Pipeline, weil es in zwei Jahren nicht mehr supported wird.
                                            Und wer darf den Scheiß wieder für die drittklassige Eigenprogrammierung konzeptionieren, obwohl es ausgereifte Standardsoftware auf dem Markt gibt, die nur noch adaptiert werden müßte: Unter anderem ICH...

                                            Ja, in der Tat: Ich hab da sowas von den Kaffee auf - stimmt schon.

                                            Sicher ist es nicht so, als hätte ich hier keinerlei Erfolgserlebnisse. Unter anderem einer der Dialoge im neuen System ist komplett "mein Baby". Wenn ich mir allerdings anschaue, was ich und wir als Fachabteilung alles geforderte hatten und mit dem vergleiche, was umgesetzt wurde (und wie); wenn ich mir ansehe, was noch alles fehlt; wenn ich mir allein all die diletantischen Rechtschreib- und Layoutfehler u.ä. überall ansehe, für die ich mich schämen würde, so etwas zu übergeben; ... ... ...

                                            Und das Problem ist eben einfach auch - das kriege ich ja aus dem Bekannten- und Freundkreis mit: Es ist in den meisten Firmen nicht unbedingt anders.
                                            Manche haben den Knall gehört und stellen sich entsprechend um. Aber bei vielen fragt man sich echt, wie die die nächsten 10-20 Jahre überleben wollen, wenn sie so weiter machen...


                                            Während ich das so schreibe, geht mir mal wieder auf, wieviel Hang zum Perfektionismus und zur Kontrolle da trotz meiner Lernkurve in den letzten fünf Jahren immer noch in mir aktiv ist...
                                            Ich hab nur nie gelernt, Dinge, die ich schlicht nicht ändern kann, einfach laufen zu lassen... vor allem nicht, wenn ich gleichzeitig damit beauftragt bin, genau an diesen Baustellen zu arbeiten.

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                                            • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                              ein wesentlicher Trigger bei mir ist durchaus Hilflosigkeit. Bin gestern Abend noch über einer Sache kurz, aber heftig explodiert, weil mir irgendwie die Hände gebunden sind
                                              Das hört sich nach einer Reaktion auf Überforderung an.
                                              Vielleicht nicht mehr ab strampeln um die Kontrolle wieder zu bekommen, die du ohnehin nie so richtig haben wirst, sondern lernen mit dem was außerhalb des eigenen Einflusses passiert zu leben und es zu akzeptieren.

                                              Da gibt es doch so einen Spruch, von wegen man soll die Steine die einem in den Weg geworfen werden nehmen und was gutes draus bauen".
                                              Nimm das Ergebnis dessen was du nicht beeinflussen kannst und mach das beste draus.
                                              Ich glaube wenn man sich immer wieder bemüht die Kontrolle zu bekommen, dann hört das nie auf, weil sich immer wieder Ereignisse der Kontrolle entziehen, die Ereignisse so zu nehmen wie sie sind und damit klar zu kommen, es zu akzeptieren und das Beste draus machen, dürfte da mehr Sinn machen.......?

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                                              • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                                Klar, absolut richtig.

                                                Blöderweise bekommt man aber genau dasnirgends beigebracht. Wenn man diese Sätze und Empfehlungen die ersten Male zu hören bekommt, stehen sie noch in krassem Widerspruch zu den praktischen Alltagserfahrungen aus der Schule, wonach man sich als Kind und Jugendlicher mal mehr, mal weniger abrackern muß, die gesteckten Ziele und Leistungen zu erreichen und damit "die Kontrolle" zu behalten. Spätestens über die Noten bekommt man ja am Ende den "realen" Spiegel vorgehalten, der dann als Maßstab herhält.

                                                Wenn man solche Sätze später im Leben zu hören bekommt, versteht man rational zwar den tieferen Sinn dahinter und ist evtl. auch in der Lage, den Widerspruch aufzudecken. Bis dahin hat sich aber das (zwanghaft) kontrollierende Verhalten bereits bei den meisten durchgesetzt und "kontrolliert" einen quasi von innen heraus. Abgesehen davon, daß es auch im Erwachsenenalter an jeder Straßenecke, im Job und über die Medien Stimmen gibt, die einem vorgaukeln, man könnte und müßte die Kontrolle über sein Leben behalten und/oder wiedererlangen.

                                                Ist zumindest mein Eindruck dahinter...

                                                Und anders als zu Schul-, Ausbildungs- oder Studienzeiten, wo man konkreten Stoff auch konkret lernen konnte und dafür die Zeit zugestanden bekommen hat und am Ende ein (richtiges oder auch falsches) Ergebnis direkt vor Augen hatte, gibt's eben bei diesen ganzen Psycho-Sachen nichts, woran man seinen Lernfortschritt wirklich messen könnte. Da gibt es höchstens Tendenzen, und wenn's einen dann mal wieder umhaut, stellt man auch die sofort wieder in Frage.

                                                Ich empfinde es einfach als irre schwer und mühsam, diese ganzen 100% zutreffenden Lebensweisheiten in meine Tiefe und mein Inneres zu bekommen. Ich weiß und kenne sie praktisch alle miteinander, und sie leuchten mir fast alle ein - aber mein inneres Programm zieht größtenteils immer noch seine eigene Nummer ab...

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                                                • Re: Der weitere Weg... wo geht's lang?

                                                  Ja, ich finde es auch schwierig bis unmöglich, theoretische Erkenntnisse praktisch umzusetzen und ins Innere zu befördern.;-)
                                                  Eben weil sie auf einer anderen Ebene stattfinden als das Bewusste, als das was man greifen kann.
                                                  Auch das dran bleiben fällt da schwer, irgendwann macht sich auf diesem Gebiet automatisch Antriebslosigkeit breit, wenn es keine Erfolge gibt die zumindest hier und da mal ein bissl euphorisieren, weil man nach all der Mühe die ein oder andere Frucht seiner Arbeit ernten kann.
                                                  Aber Früchte sind vergänglich und wenn die Ernte dann noch karg ausfällt, Rückschläge häufig bleiben, dann läuft es einfach nicht mehr mit der Suche nach Lösungen.

                                                  Klar, wenn man, wie man so schön sagt, immer dran bleibt dann wird sich auch vieles verändern und vor allem die Denkmuster.

                                                  Nur, wie du sagst man lernt es anders.
                                                  Ich stelle mir die Tage auch oft die Frage, wenn man schon immer so getickt hat, das ganze bisherige Leben die Auswirkungen der schwächelnden Psyche übertünchte und diese damit ein fester Bestandteil des Wesens wurde, ist man oder ein Medikament, dann überhaupt noch in der Lage das zu ändern was schon immer zu einem gehörte?

                                                  Ich denke den großen Einfluss wie einem von den Ratgebern suggeriert wird haben wir gar nicht, was da bei uns ankommt ist dass andere diesen Einfluss erfahren haben und wir einfach mal wieder zu schwach und zu doof sind um das auch zu können.

                                                  Eigentlich sollte der Fokus auf den klitzekleinen Schritten liegen, das Große und Ganze ausblenden, denn nur an den Kleinigkeiten kann man wirklich Veränderungen erkennen und auch so dass man sich daran erfreuen kann.
                                                  Stattdessen streben wir danach dass es wieder genau so wird wie es mal war, dabei kann es sein dass es nie so super war, sondern nur die Verdrängung super funktioniert hat.
                                                  Dass es so wieder wird, ohne Abstriche und Veränderung (auch in Sachen Verdrängung), das halte ich für unmöglich und das glaube ich auch keinem Ratgeber, ob nun als Buch oder Mensch.

                                                  Das lernen mit diesen Veränderungen zu leben, eben in kleinen Schritten ohne auf die tolle Vergangenheit zu schielen, das dürfte doch eigentlich zielführender sein als immer diesen Berg anzuglotzen den man überwinden möchte und der dann doch zu hoch ist.
                                                  Man müsste ihn also langsam abtragen, um ihn überhaupt irgendwann einmal überwinden zu können und solange eben versuchen zufrieden mit den kleinen Steinchen zu sein, die man abtragen kann und nicht daran zu denken wie viel noch da ist.

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