Fluorometholon

Allgemeines

Fluorometholon wird bei Augenentzündungen angewendet, die nicht durch Krankheitserreger (wie etwa Bakterien oder Pilze), sondern durch allergische Reaktionen oder Entzündungen nach Operationen verursacht wurden. Hierzu zählen schwere Bindehautentzündungen, Innenaugenentzündungen (Uveitis), Hornhautentzündungen (Keratitis) sowie Regenbogenhautentzündungen (Iritis). Außerdem kann Fluorometholon auch bei Augenentzündungen nach Operationen eingesetzt werden.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Entzündungen der Augen lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Fluorometholon im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Fluorometholon nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Fluorometholon darf der Wirkstoff nicht angewendet werden. Auch im ersten Drittel einer Schwangerschaft ist die Behandlung mit Fluorometholon nicht erlaubt.

Augeninfektionen durch Viren (wie etwa Herpes), Bakterien oder Pilze dürfen nicht mit Fluorometholon behandelt werden. Gleiches gilt für Geschwüre am Auge, Verletzungen der Hornhaut sowie bei Engwinkelglaukom.

Nach behandelten Augeninfektionen durch Herpes-Viren oder bei Weitwinkelglaukomen sollte Fluorometholon nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist die Behandlung mit Fluorometholon nicht erlaubt, da sich im Tierversuch vermehrt Hinweise auf Missbildungen ergaben. Während der übrigen Monate der Schwangerschaft darf der Wirkstoff nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt angewendet werden.

Es ist nicht bekannt, ob Fluorometholon wie andere Glukokortikoide in die Muttermilch und damit in den Säugling gelangt. Um Schädigungen des Kindes zu vermeiden, sollte der Wirkstoff während der Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache und in geringstmöglicher Dosierung angewendet werden. Bei einer längerfristigen Anwendung muss das Kind in jedem Fall vorher abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder können Fluorometholon unbedenklich anwenden.

Welche Nebenwirkungen kann Fluorometholon haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Fluorometholon. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Augenbrennen

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Verschwommensehen, Linsentrübungen

Bei Langzeitbehandlung (ohne Angabe der Häufigkeit):
Hornhauttrübung (Katarakt), Hornhautdurchbruch, Wundheilungsverlangsamung, grüner Star, Sekundärinfektionen

Besonderheiten:
Augeninfektionen durch Bakterien oder Viren können während der Therapie mit Fluorometholon verschleiert oder verschlimmert werden.

Welche Wechselwirkungen zeigt Fluorometholon?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Für Fluormetholon sind bislang keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt. Die gemeinsame Anwendung mit Anticholinergika, die den Augeninnendruck steigern können, sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Kontaktlinsen sollten vor der Behandlung entfernt werden.
  • Bei Langzeitbehandlung mit dem Wirkstoff können Pilzinfektionen auftreten.
  • Der Verlauf der Behandlung sollte augenärztlich kontrolliert werden.
  • Sehbeeinträchtigungen können zu einer verminderten Fähigkeit bezüglich der Teilnahme am Straßenverkehr und dem Bedienen von Maschinen führen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Fluorometholon?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Fluorometholon enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Augentropfen
Augentropfen

So wirkt Fluorometholon

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Fluorometholon. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Fluorometholon gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Fluorometholon

Fluorometholon wird bei Augenentzündungen angewendet, die nicht durch Krankheitserreger (wie etwa Bakterien oder Pilze), sondern durch allergische Reaktionen oder Entzündungen nach Operationen verursacht wurden. Hierzu zählen schwere Bindehautentzündungen, Innenaugenentzündungen (Uveitis), Hornhautentzündungen (Keratitis) sowie Regenbogenhautentzündungen (Iritis). Außerdem kann Fluorometholon auch bei Augenentzündungen nach Operationen eingesetzt werden.

Der Wirkstoff wird lokal in Form von Augentropfen oder Augensalben verabreicht.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fluorometholon sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Fluorometholon

Fluorometholon gehört zur Gruppe der Glukokortikoide und wird nur lokal am Auge angewendet. Der Wirkstoff hemmt Entzündungen, die durch eine allergische Reaktion verursacht wurden. Dadurch werden Entzündungserscheinungen am Auge wie Juckreiz oder Rötungen gemildert.

Fluorometholon hat den Vorteil, dass es im Gegensatz zu anderen Glukokortikoiden nur selten den Augeninnendruck erhöht. Das Risiko, durch die Behandlung mit dem Wirkstoff an grünem Star zu erkranken, ist deshalb relativ gering.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.