Carbocistein

Allgemeines

Carbocistein wird bei Atemwegserkrankungen eingesetzt, die mit einem fest sitzenden Husten einhergehen. Dies kann eine akute Bronchitis sein, wie sie oft im Zusammenhang oder im Anschluss an eine Erkältungskrankheit auftritt, oder das Arzneimittel wird bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt, bei denen Schleimbildung und -abtransport gestört sind. Hier kommen vor allem die chronische Bronchitis oder die chronisch obstruktive Bronchitis in Betracht.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Schleim bei Erkältungskrankheiten lösen
  • Abhusten von Schleim erleichtern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Carbocistein im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Carbocistein nicht verwendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Carbocistein dürfen Arzneimittel mit diesem Wirkstoff nicht angewendet werden.

Bei Patienten, die akut unter einem Magen- oder Darmgeschwür leiden, sollten Arzneimittel mit Bromhexin nicht anwendet werden. Waren Patienten früher an einem derartigen Geschwür erkrankt, sollte die Dosis gegebenenfalls vermindert werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Medikamente möglichst nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden.

Da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für den Menschen vorliegen, sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Über eine schädigende Wirkung in der Schwangerschaft liegen keine Anhaltspunkte vor.

Es ist nicht bekannt, ob Carbocistein in die Muttermilch übergeht.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern ist die Dosis des verwendeten Medikaments zu beachten, da hochdosierte Präparate (375 mg/Kapsel) nicht für Kinder unter 13 Jahren geeignet sind.

Welche Nebenwirkungen kann Carbocistein haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Carbocistein. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Allergische Reaktionen wie Juckreiz.

Besonderheiten:
Bei überempfindlichen Patienten: Stomatitis, Rhinitis.

Welche Wechselwirkungen zeigt Carbocistein?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Werden mit dem Hustenlöser hustenstillende Medikamente (auch: Antitussiva) kombiniert, kann ein gefährlicher Sekretstau entstehen, so dass die Notwendigkeit für diese Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig bedacht werden sollte.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sollten bei längerfristiger Therapie überwacht werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

So wirkt Carbocistein

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Carbocistein. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen schleimlösende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Carbocistein gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Carbocistein

Carbocistein wird bei Atemwegserkrankungen eingesetzt, die mit einem fest sitzenden Husten einhergehen. Dies kann eine akute Bronchitis sein, wie sie oft im Zusammenhang oder im Anschluss an eine Erkältungskrankheit auftritt, oder das Arzneimittel wird bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt, bei denen Schleimbildung und -abtransport gestört sind. Hier kommen vor allem die chronische Bronchitis oder die chronisch obstruktive Bronchitis in Betracht.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Carbocistein sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Carbocistein

    Carbocistein verändert die Zusammensetzung des Bronchialschleimes, so dass dieser dünnflüssiger und leichter abhustbar wird. Dazu werden die schleimproduzierenden Lungenzellen, die so genannten Becherzellen, gehemmt. Dadurch wird weniger Schleim gebildet. Durch die Hemmung verschiedener Eiweiße in den Becherzellen soll sich insgesamt die Konsistenz des Schleims verändern und verflüssigen, so dass er sich besser aushusten lässt.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.