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42. SSW (Schwangerschaft­swoche)

Letzte Änderung:
Nächste Aktualisierung von Jasmin Krsteski • Medizinredakteurin

Im Verlauf der 42. Schwangerschaftswoche (SSW) sollte sich die Geburt ankündigen – ansonsten kann es sein, dass die Entbindung eingeleitet oder ein Kaiserschnitt vorgenommen wird. Länger als zwei Wochen sollte die Schwangere nicht übertragen, da die Plazenta ihrer Funktion möglicherweise nicht länger nachkommen kann.

Das war's!

Ob und wann die Geburt eingeleitet werden sollte, dazu gibt es unter Ärzten unterschiedliche Meinungen und die Studienlage ist nicht eindeutig. Abhängig ist das vor allem davon, ob es Ihnen und dem Kind noch gut geht und das Kind noch ausreichend versorgt wird.

Es gibt unterschiedliche Methoden, eine Geburt einzuleiten. Alle sollten unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden. 

Was bedeutet 42. SSW?

In der 42. SSW ist der Fötus etwa 40 Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 42. SSW sind Sie 41 Wochen und x Tage schwanger – die 42. SSW besteht demnach aus den Tagen:

  • 41+0 = 1. Tag der 42. SSW
  • 41+1 = 2. Tag der 42. SSW 
  • 41+2 = 3. Tag der 42. SSW
  • 41+3 = 4. Tag der 42. SSW
  • 41+4 = 5. Tag der 42. SSW
  • 41+5 = 6. Tag der 42. SSW
  • 41+6 = 7. Tag der 42. SSW

Der errechnete Geburtstermin war vorletzte. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass der Geburtstermin überschritten wird.

Die Mutter in der 42. SSW

42. SSW und nichts tut sich? Keine Sorge, das Warten hat ein Ende! Wenn die Geburt in der 42. Schwangerschaftswoche (SSW) noch immer auf sich warten lässt, können Sie sich darauf einstellen, dass die Entbindung bald eingeleitet wird. Möglicherweise ist auch ein Kaiserschnitt nötig, jedoch werden die Ärzte zunächst versuchen, das Baby auf normalem Weg zur Welt zu bringen.

Die Geburt kann unterschiedlich eingeleitet werden – welche Methode Frauenarzt oder Hebamme wählen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie es Ihnen und Ihrem Kind geht geht und wie schnell das Baby zur Welt kommen soll.

Ab der 42. SSW können Sie selber ein paar kleine Tricks anwenden, die die Zeit bis zur Geburt verkürzen können. So kann Geschlechtsverkehr Wehen auslösen, wenn das Baby für die Geburt bereit ist.

Außerdem ist es nötig, möglichst viel Energie zu tanken – schon im Vorfeld sind daher gesunde Ernährung, viel Bewegung und frische Luft, möglichst viel Schlaf sowie Gymnastik in Form von Schwangerschaftsgymnastik, Yoga oder Schwimmen äußerst sinnvoll. Wenn die werdende Mutter zu wenig Energie hat, kann der Körper möglicherweise keine Wehen auslösen oder diese nicht lange genug aufrecht erhalten.

Eine eingeleitete Geburt ist häufig schmerzhafter als eine Geburt, die natürlich einsetzt und voranschreitet, da Gebärmutter und Muttermund zum Arbeiten "gezwungen" werden. Die Wehen können stärker und länger ausfallen, die Pausen sind möglicherweise kürzer.

Das Baby in der 42. SSW

Wenn das Baby bis zur 42. Schwangerschaftswoche (SSW) im Vergleich zu anderen deutlich zu klein oder auffallend groß und schwer ist, warten die Ärzte eine natürliche Geburt nicht mehr ab, sondern leiten ein oder nehmen einen Kaiserschnitt vor. Eine normale Geburt wäre in solchen Fällen für Mutter und Kind zu belastend und mit erhöhtem Risiko verbunden.

Steht dem Baby ausreichend Fruchtwasser zur Verfügung und sind die Herztöne unauffällig, kann man noch bis zum 14. Tag der Übertragung abwarten, bis die Geburt eingeleitet werden muss.

Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 21.2.2020)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 21.2.2020)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein

Letzte inhaltliche Prüfung: 21.02.2020
Letzte Änderung: 21.02.2020