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Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: 10 Tipps
Bauchspeicheldrüsenkrebs, medizinisch Pankreaskarzinom, ist eine bösartige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Das Organ spielt eine wichtige Rolle für die Verdauung. Wird es durch den Tumor selbst oder die Therapie beeinträchtigt, kann der Körper Nahrung oft nicht mehr richtig verwerten.
Die Folgen sind für viele Betroffene spürbar: ungewollter Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit oder Probleme mit dem Blutzucker.
Eine gezielte Ernährung kann den Krebs nicht heilen, aber sie kann helfen, Beschwerden zu lindern und die Behandlung besser zu verkraften.
Die folgenden Tipps zeigen, worauf es bei der Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ankommt.
Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Mehrere kleine Mahlzeiten
Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder Übelkeit können dazu führen, dass schon wenige Bissen anstrengend sind. Dann kann es helfen, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu essen, statt sich zu drei großen Mahlzeiten zu zwingen. Gut geeignet sind energiereiche Zwischenmahlzeiten wie Sahnejoghurt mit Honig, Nüssen oder Nussmus, aber auch angereicherte Smoothies sowie Käse und Avocado. Wichtig ist, Mahlzeiten möglichst nicht ausfallen zu lassen, auch wenn sie klein sind.
Lesetipp: 12 Symptome für Bauchspeicheldrüsenkrebs
Eiweißreiche Lebensmittel: Förderlich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist das Risiko für Gewichtsverlust und Muskelabbau erhöht. Eiweiß ist wichtig, damit der Körper Muskulatur, Immunsystem und Wundheilung bestmöglich unterstützen kann. Geeignete Eiweißquellen sind zum Beispiel Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Tofu sowie Geflügel und Rind. Wer nur wenig essen kann, sollte versuchen, jede Mahlzeit mit einer Eiweißquelle zu kombinieren.
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Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Fett nicht grundsätzlich meiden
Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kann die Fettverdauung gestört sein. Trotzdem ist Fett in der Ernährung wichtig, weil es viele Kalorien liefert und helfen kann, ungewollten Gewichtsverlust zu bremsen. Gut verträglich sind oft pflanzliche Fette wie Öle, Nussmus oder Avocado, die sich leicht in Mahlzeiten einbauen lassen. Fettreiche Lebensmittel sollten zudem gleichmäßig über den Tag verteilt werden, statt große Mengen auf einmal zu essen.
Pankreasenzyme bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Sogenannte Pankreasenzyme (Verdauungsenzyme) können die Verdauung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs unterstützen. Betroffene können sie in Form von Kapseln zu den Mahlzeiten einnehmen, am besten zusammen mit ausreichend Flüssigkeit. Die Nahrung wird dadurch im Darm besser aufgespalten und verwertet. Das kann helfen, Beschwerden wie Durchfall, Blähungen oder Fettstuhl zu reduzieren und einem Nährstoffmangel vorzubeugen.
Lesetipp: 7 verbotene Lebensmittel bei Fettstuhl
Durchfall: Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs anpassen
Durchfall ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ein häufiges Begleitsymptom und kann dazu führen, dass der Körper Flüssigkeit, Energie und wichtige Nährstoffe verliert. Wichtig ist dann vor allem, ausreichend zu trinken und den Verlust von Elektrolyten auszugleichen, zum Beispiel durch Brühen, verdünnte Fruchtsäfte oder spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Leicht verdauliche, eher fettarme Mahlzeiten können vorübergehend besser verträglich sein.
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Übelkeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diese Ernährung kann helfen
Übelkeit ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig, etwa durch die Erkrankung selbst oder durch die Behandlung, zum Beispiel eine Chemotherapie. Viele Betroffene vertragen dann vor allem leichte, eher trockene Lebensmittel wie Zwieback oder Cracker. Auch lauwarme oder kalte Mahlzeiten können angenehmer sein, da sie den Magen weniger belasten und meist weniger intensiv riechen. Stark gewürzte, fettige oder sehr geruchsintensive Speisen können die Übelkeit dagegen verstärken.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Ernährung nach OP langsam aufbauen
Nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse verändert sich die Verdauung oft deutlich. Viele Betroffene vertragen zunächst nur kleine Mengen. Die Ernährung wird deshalb meist schrittweise aufgebaut. Wichtig sind zu Beginn kleine Mahlzeiten, eine ausreichende Eiweißzufuhr und Pankreasenzyme. Was gut vertragen wird, kann jedoch individuell sein.
Blutzucker im Blick behalten: Ernährung anpassen
Die Bauchspeicheldrüse bildet Insulin. Wird sie durch den Tumor geschädigt oder teilweise entfernt, kann sich ein Diabetes entwickeln oder, falls schon bestehend, verschlechtern. Für die Ernährung bedeutet das: Kohlenhydrate sollten möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt werden, um starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Ein kompletter Verzicht auf Kohlenhydrate ist in der Regel nicht sinnvoll. Mitunter kann eine Behandlung mit Insulin notwendig sein.
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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Trinknahrung kann bei Gewichtsverlust helfen
Trinknahrung liefert Kalorien, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe in konzentrierter Form. Betroffenen von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sie besonders bei starkem Gewichtsverlust, wenig Appetit oder vor und nach Behandlungen helfen, den Körper besser zu versorgen und einem weiteren Abbau entgegenzuwirken. Trinknahrung sollte idealerweise ärztlich oder im Rahmen einer Ernährungstherapie abgestimmt werden. So lässt sich klären, welche Produkte geeignet sind und wie sie am besten in den Alltag eingebaut werden.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Keine Krebsdiäten ohne ärztliche Empfehlung
Immer wieder werden spezielle Krebsdiäten beworben, etwa sehr kohlenhydratarme, ketogene oder stark einseitige Ernährungsformen. Für viele dieser Konzepte gibt es keine ausreichenden Belege, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs heilen oder das Fortschreiten bremsen. Problematisch ist vor allem, dass strenge Diäten den Gewichtsverlust verstärken und Mangelernährung begünstigen können. Wer eine bestimmte Ernährungsform ausprobieren möchte, sollte dies unbedingt mit dem Behandlungsteam besprechen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs, medizinisch Pankreaskarzinom, ist eine bösartige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Das Organ spielt eine wichtige Rolle für die Verdauung. Wird es durch den Tumor selbst oder die Therapie beeinträchtigt, kann der Körper Nahrung oft nicht mehr richtig verwerten.
Die Folgen sind für viele Betroffene spürbar: ungewollter Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit oder Probleme mit dem Blutzucker.
Eine gezielte Ernährung kann den Krebs nicht heilen, aber sie kann helfen, Beschwerden zu lindern und die Behandlung besser zu verkraften.
Die folgenden Tipps zeigen, worauf es bei der Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ankommt.
- Online-Informationen der Krebsliga Schweiz: Bauchspeicheldrüsenkrebs: Was tun bei Nebenwirkungen? https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/bauchspeicheldruesenkrebs-pankreaskarzinom/was-tun-bei-nebenwirkungen (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des LMU Klinikums: Bauchspeicheldrüsenkrebs: Auch die Ernährung ist ein wichtiger Therapiefaktor: https://www.lmu-klinikum.de/newscenter/newsmeldungen/bauchspeicheldrusenkrebs-auch-die-ernahrung-ist-ein-wichtiger-therapiefaktor/ba155ed4b99aba38 (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des ONKO-Internetportals: Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/bauspeicheldruesenkrebs/ernaehrung-bei-bauchspeicheldruesenkrebs.html (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Universitätsklinikums Ulm: Essen und Trinken bei Krebs: Worauf kommt es an? https://www.uniklinik-ulm.de/comprehensive-cancer-center-ulm-cccu/fuer-patienten-und-angehoerige/ernaehrung-krebs.html (Abruf: 04/2026)
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