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Bauchspeicheldrüsenentzündung: So erfolgt die Behandlung
Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, medizinisch Pankreatitis, verursacht oft plötzlich starke Beschwerden. Typisch sind heftige Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Rücken ausstrahlen können. Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzu.
Da die Erkrankung mitunter schwer verlaufen kann, ist eine rasche medizinische Behandlung wichtig. Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem von der Ursache und dem Ausmaß der Entzündung ab.
In dieser Bildergalerie erfahren Sie, welche Maßnahmen zum Einsatz kommen können, um eine Bauchspeicheldrüsenentzündung zu behandeln.
Bauchspeicheldrüsenentzündung: Behandlung im Krankenhaus
Meistens heilt eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung innerhalb einer Woche aus. Allerdings kommt es in manchen Fällen zu schweren Komplikationen wie einer Blutvergiftung. Daher erfolgt die Behandlung in der Regel im Krankenhaus. Dort können Kreislauf, Organfunktionen und mögliche Komplikationen überwacht werden. Zusätzlich helfen Blutwerte und bildgebende Untersuchungen dabei, den Schweregrad der Entzündung einzuschätzen.
Behandlung bei akuter Pankreatitis: Infusionen
Bei einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse verliert der Körper innerhalb kurzer Zeit oft viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Das kann zu niedrigem Blutdruck führen, in schweren Fällen sogar zu einem Schock. Um dem vorzubeugen, erhalten Betroffene im Rahmen der Behandlung meist Infusionen mit Flüssigkeit und Elektrolyten.
Schmerzmittel bei Bauchspeicheldrüsenentzündung
Häufig geht eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung mit starken Schmerzen einher. Deshalb kommen oft Schmerzmittel zum Einsatz, die je nach Bedarf über eine Infusion oder einen Katheter verabreicht werden können. Je nach Ausmaß der Schmerzen erhalten Betroffene mitunter zunächst stärkere Mittel wie Opioide. Lassen die Schmerzen nach, reichen oft Medikamente wie Paracetamol oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen aus.
Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenentzündung
Früher wurde bei einer akuten Pankreatitis oft strenges Fasten empfohlen, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten. Heute gilt: Bei mildem Verlauf können Betroffene meist wieder essen, sobald die Beschwerden nachlassen und sie Hunger bekommen. Empfohlen wird zunächst eine leicht verdauliche, fettarme Kost in kleinen Portionen. Bestehen weiterhin starke Übelkeit, Erbrechen oder Komplikationen wie eine ausgeprägte Darmträgheit, sollte auf feste Nahrung zunächst verzichtet werden.
Lesetipp: Verbotene Lebensmittel bei Bauchspeicheldrüsenentzündung
Künstliche Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenentzündung
In diesem Fall ist es möglich, den Körper über eine Magensonde mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Dazu kommt flüssige Sondennahrung zum Einsatz. Eine Magensonde ist ein dünner Schlauch, der über die Nase und die Speiseröhre bis in den Magen oder Dünndarm geführt wird. Kann vorübergehend keine Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, ist eine sogenannte parenterale Ernährung notwendig. Dabei werden Nährstoffe über einen Tropf direkt in die Blutbahn gegeben.
Antibiotika bei Bauchspeicheldrüsenentzündung?
Antibiotika kommen bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung nur zum Einsatz, wenn zusätzlich bakterielle Infektionen auftreten oder vermutet werden. Denn die Erkrankung selbst wird meist nicht durch Bakterien verursacht. Früher wurden Antibiotika teils vorbeugend gegeben, um Infektionen zu verhindern. Fachleute raten davon heute jedoch meist ab, da ein Nutzen bislang nicht eindeutig belegt ist.
Pankreatitis: So werden Gallensteine behandelt
Gallensteine zählen zu den häufigsten Ursachen einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Wandert ein Stein in den Gallengang und blockiert dort den Abfluss der Verdauungssäfte, kann dies eine Entzündung auslösen. Im Rahmen eines speziellen Eingriffs lassen sich solche Steine häufig entfernen und der Gallengang wieder öffnen.
Selbsttest: Könnte ich Gallensteine haben?
Gallenblase entfernen bei Bauchspeicheldrüsenentzündung?
Sind Gallensteine die Ursache, empfehlen Fachleute meist die Entfernung der Gallenblase. Dadurch sinkt das Risiko für weitere Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Bei einer milden Pankreatitis kann die Operation oft schon während der ersten Tage des Krankenhausaufenthalts erfolgen. Handelt es sich um einen schweren Verlauf, wird in der Regel zunächst abgewartet, bis sich der Körper stabilisiert hat.
Pankreatitis: Behandlung bei schwerem Verlauf
Bei einem schweren Verlauf können sich flüssigkeitsgefüllte Pseudozysten an der Bauchspeicheldrüse bilden. Verursachen sie Beschwerden oder entzünden sie sich, kann ein Eingriff nötig werden. Durch die Entzündung kann zudem Gewebe der Bauchspeicheldrüse absterben. Solange dieses abgestorbene Gewebe keine Probleme verursacht, muss es nicht sofort behandelt werden. Infiziert es sich jedoch, kommen Antibiotika und manchmal auch Eingriffe zum Einsatz. Greift die Entzündung auf den ganzen Körper über und führt zu Organversagen, ist oft eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich.
Bauchspeicheldrüsenentzündung: Was nach der Behandlung wichtig ist
Nach der Behandlung im Krankenhaus sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Wurde die Erkrankung der Bauchspeicheldrüse durch Alkohol ausgelöst, sollte konsequent darauf verzichtet werden, um Rückfälle und dauerhafte Schäden an dem Organ zu vermeiden. Treten erneut starke Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Fieber oder Gelbsucht auf, sollte rasch ärztlicher Rat eingeholt werden.
Lesetipp: Diese Folgen kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung haben
Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, medizinisch Pankreatitis, verursacht oft plötzlich starke Beschwerden. Typisch sind heftige Schmerzen im Oberbauch, die bis in den Rücken ausstrahlen können. Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzu.
Da die Erkrankung mitunter schwer verlaufen kann, ist eine rasche medizinische Behandlung wichtig. Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem von der Ursache und dem Ausmaß der Entzündung ab.
In dieser Bildergalerie erfahren Sie, welche Maßnahmen zum Einsatz kommen können, um eine Bauchspeicheldrüsenentzündung zu behandeln.
- Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis): https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-eine-akute-pankreatitis-behandelt.html (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Akute Pankreatitis: https://flexikon.doccheck.com/de/Akute_Pankreatitis (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Universitäts Spitals Zürich: Bauchspeicheldrüsenentzündung Behandlung: https://www.usz.ch/fachbereich/viszeral-und-transplantationschirurgie/angebot/bauchspeicheldruesenentzuendung/ (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e. V.: Bauchspeicheldrüsenentzündung: Behandlung: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenentzuendung/behandlung.html (Abruf: 05/2026)
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