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Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen: So verläuft die Diagnose
Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht häufig lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden und wird deshalb oft erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, bei unspezifischen Symptomen wie anhaltenden Oberbauchschmerzen, ungeklärtem Gewichtsverlust oder Verdauungsproblemen ärztlichen Rat einzuholen.
Erhärtet sich der Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung, folgen in der Regel verschiedene Untersuchungen, um die Diagnose zu stellen. In dieser Galerie erfahren Sie, welche Maßnahmen zum Einsatz kommen können, um Bauchspeicheldrüsenkrebs festzustellen.
Diagnose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Anamnese
Um die Diagnose zu stellen, findet in der Regel zunächst ein ausführliches ärztliches Gespräch statt. Von Interesse sind die genauen Beschwerden sowie mögliche Vorerkrankungen und Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum. Auch familiäre Vorbelastungen spielen bei der Einschätzung eine Rolle.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Ultraschall zur Diagnose
Eine Ultraschalluntersuchung zählt meist zu den ersten Schritten der Diagnostik. Die ärztliche Fachkraft bewegt dabei einen Schallkopf über den Oberbauch, um Bilder der Bauchspeicheldrüse und der umliegenden Organe zu erzeugen. Größere Veränderungen der Bauchspeicheldrüse oder gestaute Gallenwege lassen sich häufig bereits erkennen. Kleine Tumoren bleiben im Ultraschall allerdings manchmal unauffällig.
Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen durch CT
Reicht der Ultraschall für eine sichere Einschätzung nicht aus, folgt häufig eine Computertomographie (CT). Betroffene liegen dabei auf einer Liege, die langsam durch ein ringförmiges Gerät gefahren wird. Zusätzlich spritzt die ärztliche Fachkraft meist ein Kontrastmittel über eine Vene, damit sich die Bauchspeicheldrüse, Blutgefäße und mögliche Tumoren besser darstellen lassen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostizieren durch MRT
Bei unklaren Befunden folgt häufig ergänzend zum CT eine Magnetresonanztomographie (MRT). Für die Untersuchung liegen Betroffene in einer Röhre, während Magnetfelder detaillierte Bilder der Bauchspeicheldrüse erzeugen. Besonders die Gallenwege und Pankreasgänge lassen sich damit sehr genau darstellen. Dadurch erkennen Fachleute häufig auch kleinere Veränderungen oder Engstellen besser.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Blutwerte geben Hinweise
Bluttests liefern wichtige Hinweise auf Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Geprüft werden unter anderem Bilirubin sowie bestimmte Leberwerte wie Gamma GT und alkalische Phosphatase. Auffällige Werte können darauf hinweisen, dass ein Tumor den Gallengang einengt. Zusätzlich werden häufig Entzündungswerte und der Blutzucker untersucht, da Bauchspeicheldrüsenkrebs den Zuckerstoffwechel beeinflussen kann.
Lesetipp: Diese Blutwerte sind bei Bauchspeicheldrüsenkrebs wichtig
Blutwert bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: CA 19-9
Bei Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs bestimmen Fachleute oft den Tumormarker CA 19-9 im Blut. Erhöhte Werte können auf ein Pankreaskarzinom hinweisen, kommen aber auch bei anderen Erkrankungen vor. Besonders im frühen Stadium bleibt der Wert mitunter noch unauffällig.
Endosonographie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Um Bauchspeicheldrüsenkrebs festzustellen, kann eine Endosonographie erfolgen. Dabei führt die ärztliche Fachkraft einen dünnen Schlauch mit Ultraschallsonde über Mund und Magen bis in den Zwölffingerdarm vor. Da sich die Ultraschallsonde dadurch direkt neben der Bauchspeicheldrüse befindet, entstehen besonders genaue Bilder des Organs. Die meisten Betroffenen erhalten vor der Untersuchung eine Sedierung, oft in Form eines kurzen Dämmerschlafs.
Lesetipp: So kann sich der Stuhlgang bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verändern
Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs durch Biopsie
Zeigen sich während der Endosonographie verdächtige Veränderungen, werden häufig direkt Gewebeproben entnommen. Dafür wird eine feine Nadel über den Schlauch bis zur Bauchspeicheldrüse vorgeschoben. Anschließend untersucht ein Labor das entnommene Gewebe unter dem Mikroskop. Erst dadurch lässt sich sicher feststellen, ob tatsächlich Krebszellen vorhanden sind.
Bauchspeicheldrüsenkrebs früher erkennen?
Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig erst spät entdeckt. Forschende arbeiten deshalb an neuen Bluttests, die die Erkrankung möglichst früh erkennen sollen. In aktuellen Studien zeigten bestimmte Biomarker im Blut deutlich bessere Ergebnisse als der bisherige Tumormarker CA 19-9. Die Verfahren gehören bislang jedoch noch nicht zur Standarddiagnostik.
Lesetipp: Die richtige Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht häufig lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden und wird deshalb oft erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, bei unspezifischen Symptomen wie anhaltenden Oberbauchschmerzen, ungeklärtem Gewichtsverlust oder Verdauungsproblemen ärztlichen Rat einzuholen.
Erhärtet sich der Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung, folgen in der Regel verschiedene Untersuchungen, um die Diagnose zu stellen. In dieser Galerie erfahren Sie, welche Maßnahmen zum Einsatz kommen können, um Bauchspeicheldrüsenkrebs festzustellen.
- Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums: Bauchspeicheldrüsenkrebs: https://www.krebsinformationsdienst.de/bauchspeicheldruesenkrebs (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der Krebsliga Schweiz: Welche Untersuchungen führen zur Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/bauchspeicheldruesenkrebs-pankreaskarzinom/welche-untersuchungen-fuehren-zur-diagnose-bauchspeicheldruesenkrebs (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des LMU Klinikums: Erster Labortest für die Frühdiagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Risikopatienten etabliert: https://www.lmu-klinikum.de/newscenter/pressemitteilungen/erster-labortest-fur-die-fruhdiagnose-von-bauchspeicheldrusenkrebs-bei-risikopatienten-etabliert/71055d7ed272d7e8 (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der DIGIMED Verlag GmbH: Bauchspeicheldrüsenkrebs – Diagnose: https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/bauspeicheldruesenkrebs/diagnose.html (Abruf: 05/2026)
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