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Sex mit Liebe

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  • Sex mit Liebe

    Hallo miteinander,
    eure Posts in einem anderen Beitrag haben mir geholfen meine Situation besser zu verstehen und daran zu arbeiten sie zu verbessern. Daher ist hier ab und an kurz Bezug darauf genommen.

    Vorab möchte ich betonen, dass ich nur für mich sprechen kann und so wie ich mich fühle.
    Das ist natürlich sehr einseitig.
    Euch ist sicher aufgefallen, dass man durch Geschriebenes vieles nicht korrekt vermitteln kann. Man wird oft missverstanden, die Leser müssen interpretieren oder es fehlen relevante Fakten.
    Bitte bedenkt das.

    Ich bin mit meiner Frau seit über 20 Jahren verheiratet und wir haben zwei tolle Töchter (19, 17).
    Wir führen prinzipiell eine gute Ehe. Wir haben die Aufgaben verteilt, wir reden über alles (außer Sex) und ergänzen uns. Eigentlich eine harmonische Ehe.

    Das was ich in unzähligen Foren und Berichten gelesen habe, traf auch auf mich und meine Frau zu. Über die Jahre verschwand bei ihr die Libido. Ich musste immer öfter um Sex betteln. Häufig wurde ich abgewiesen. Nie kam die Initiative von ihr. Der Sex wurde immer seltener und wenn, dann war er ohne Vorspiel, schnell und fertig. Für mich ohne jegliche Liebe, wo ich ihr eigentlich so viel geben wollte. Wenn sie merkte, dass meine Küsse verlangender wurden, drehte sie sich weg und schlief neben mir ein während ich wie vor den Kopf gestoßen, abgewiesen, ungeliebt neben ihr lag. Fassungslos neben meiner schnarchenden Frau war ich irgendwann kurz davor durchzudrehen. Da war ich an dem Punkt, wo ich für mich entschieden habe, dass ich so nicht mehr weitermachen kann.

    Das war natürlich nicht immer so. Bevor wir die Kinder hatten, hat sie mich öfter nackt empfangen als ich von der Arbeit nach Hause kam. Als sie schwanger war und ich Bedenken hatte, wollte sie unbedingt weiter Sex haben. Natürlich war mir klar, dass die Kinder und der damit einhergehende Stress ein Lustkiller für sie waren. Und so hatte ich auch Verständnis, dass sie nicht immer wollte und kam damit gut klar. Dann kamen die Wechseljahre. Nun sind die meines Erachtens auch rum und die Kinder so alt, dass sie nur noch wenig Arbeit machen und quasi fast immer außer Haus sind. Der Zustand blieb.

    Für mich ist eine Ehe eine besondere Art der Partnerschaft. Sie entsteht, wenn sich zwei Menschen über die Maßen lieben. Diese Liebe wird in meinem Fall durch Sex bestätigt. Das soll heißen, dass ich darin meine innige Liebe, meine Leidenschaft, mein Verlangen nach ihr zum Ausdruck bringe und auch empfange. Und das ist der Kernpunkt. Natürlich küssen, streicheln und umarmen wir uns und zeigen auf ganz verschiedene Weise unsere Liebe. Das reicht mir aber nicht. Für mich ist die Liebe, die ich durch Sex zeige und erhalte, elementarer. Wenn ich sie nicht von meiner Frau empfange gehe ich zugrunde, geht die Ehe zugrunde. Sex bedeutet für mich Liebe. Ich kann keinen Sex mit anderen Frauen haben, wenn ich sie nicht liebe. Gelegenheit dazu hatte ich schon öfter und geschmeichelt hat es mich natürlich. Aber auch umgehend klar gemacht, dass es für mich nicht in Frage kommt. Bei VerzweifelterMann79 habe ich das auch so herausgelesen.

    Ich habe Verständnis dafür, dass es für andere Paare nicht so sein muss. Man kann sich natürlich lieben und auch glücklich sein ohne Sex, aber sicher nur, wenn beide Partner das können. Ich arbeite daran, schaffe es aber bislang nicht. Mir ist auch klar, dass eine Frau für Sex bereit sein muss. Ich habe mich zurückgehalten und Wochen gewartet und gehofft, dass ihr Verlangen nach mir so groß wird, dass sie die Initiative ergreift. Leider ohne Erfolg.

    Ich war der Meinung, dass meine Frau doch sehen muss, dass ich leide, wobei ich um Gotteswillen kein Mitleidssex haben wollte – dem war wohl nicht so.

    Als es für mich unerträglich wurde, habe ich ein sehr langes emotionales Gespräch mit ihr geführt. Das stimmt nicht, es war ein Monolog. Sie war sprachlos, wohl vor den Kopf gestoßen. Ich ließ ihr Zeit alles zu verarbeiten. Als sie nach zwei Tagen das Thema immer noch nicht angesprochen hatte, habe ich sie dann gefragt was sie denn denkt und fühlt. Sie bestätigte, dass sie mich noch liebe aber mehr konnte sie nicht dazu sagen. Für mich war das sehr unbefriedigend. Sie schlug Tage vor, an denen wir Sex haben wollten und so haben wir auch ein verlängertes Verwöhn-Wochenende ohne Kinder genutzt um daran zu arbeiten. Am Anfang schien es ganz gut zu klappen, aber nach mehreren Wochen wurde sie immer unbeteiligter. Wir hatten zwar mehr Sex, aber ohne Liebe. Ich versuchte sie zu verwöhnen, ihr Verlangen nach mir zu wecken, aber ohne Erfolg.

    In den folgenden schlaflosen Nächten habe ich Berichte und Beiträge in Foren gelesen. Ich merke, dass ich nicht alleine war. Häufig scheint die hormonelle Umstellung starke Probleme zu bereiten. Leider scheint das für viele das Ende der Ehe zu bedeuten. Und die meist vorgeschlagene Lösung einer Geliebten oder gar einer Prostituierten kommt für mich nicht in Frage. In den Schilderungen von VerzweifelterMann79 habe ich mich wiedergefunden. Ich habe versucht die Vorschläge, Hinweise aus den Beiträgen immer auf meine Situation zu übertragen. Versucht zu verstehen, was schief gelaufen sein könnte. Welchen Beitrag ich dazu geleistet habe, dass es soweit gekommen ist und was ich an mir ändern muss.

    Auch ich bin im alten Rollenbild gefangen, bei dem ich es als meine Aufgabe ansehe finanziell für die Familie zu sorgen. Ich habe die Karriere nicht gesucht, sondern sie hat sich ergeben. Nachdem ich aber in kürzester Zeit in leitender Position war und mein Gehalt weit über dem lag, was wir benötigen, habe ich Angebote für höhere Positionen abgelehnt.
    Ich habe mich aus meiner Sicht gut um die Kinder gekümmert, hab mit ihnen viel unternommen und gespielt, war jedes Jahr über ein Wochenende (ohne meine Frau) mit ihnen zelten. Das war natürlich nur meine Sichtweise. Beim Lesen der Beiträge meine ich aber, dass ich sie vernachlässigt habe. Mir ist das nicht aufgefallen. Vermutlich hat sie so empfunden wie ich mich – abgelehnt und abgewiesen. Sie hatte auch gesundheitlich schlechtere Zeiten durchlebt. Auch hier meine ich mich ausreichend um sie gekümmert zu haben, bin mir aber nicht mehr sicher, da ich wohl auch kein gutes Gespür habe – offensichtlich wir beide.

    Ich habe einige aus meiner Sicht wichtige Aussagen immer wieder und wieder durchgelesen und überlegt, wie könnte meine Frau darüber denken und fühlen.
    Ein Kernpunkt bei der Aussage von Regenbogenblümchen war, dass für sie lieben bedingungslos geben bedeutet. Das ist bei mir nicht der Fall bzw. trifft nur auf meine Kinder zu. Sie sind mein eigen Fleisch und Blut. Ihnen gebe ich bedingungslos. Nicht jedoch meinem Ehepartner. Ich gebe ihm, weil ich ihn liebe, aber ich erwarte auch Gegenliebe. Bleibt die aus, ist es für mich keine Ehe (=Partnerschaft zweier, die sich lieben) mehr, sondern eine Zweckgemeinschaft. Insofern wäre bei mir hier das Ende der Ehe die Konsequenz.

    Im Anschluss habe ich noch einmal das Gespräch mit meiner Frau gesucht und ihr erklärt, dass der aktuelle Zustand mit mehr Sex (aber ohne Liebe) nicht das ist, was ich möchte. Ich wollte wissen, ob sie das Gefühl hat von mir vernachlässigt worden zu sein, ich nicht mehr attraktiv für sie bin oder sie sich gar vor mir ekelt. Sie wünschte sich schon mehr Aufmerksamkeit von mir und gab an, dass sie zu kurz kam, verneinte aber den Rest und meinte nur, dass ihr der Sex nicht mehr viel bedeutet und sie sich nicht bewusst war, wie wichtig er für mich ist.

    Ich glaubte aber, dass sie mich immer noch nicht richtig verstanden hatte und wie viele Frauen Sex als reine Lustbefriedigung des Mannes ansehen und es ausreicht, wenn er praktiziert wird. Daher habe ich ihr gezielt einige Berichte von Therapeuten und aus Foren aufgerufen und sie lesen lassen. Sie war sichtlich geschockt und sich nicht im Klaren, dass liebender Sex für viele (auch Frauen) eine elementare Bedeutung hat und wie ernst das Problem für mich war. Wir haben noch länger geredet und ich habe versucht herauszuhören, was sie benötigt. Es scheint ihr aber auch nicht wirklich klar zu sein. Sie erhält seitdem von mir deutlich mehr Aufmerksamkeit. Ich bringe mich mehr ein und versuche sie mehr zu verwöhnen. Mit dem Sex ist es besser geworden und ich glaube, dass wir uns auf einem gutem Weg befinden. Mein größtes Problem ist, dass ich nicht weiß was sie möchte/vermisst und sie es entweder auch nicht weiß oder es nicht richtig ausdrücken kann/will. Sie ist in dieser Hinsicht sehr verschlossen. Vermutlich braucht es jetzt aber einfach nur mehr Zeit.

    Mir ist klar, dass das Hauptproblem meine „Einstellung“ zu liebender Sex ist. Es ist aber keine Einstellung. Es ist etwas Elementares, ein Grundbedürfnis, das ich bislang nicht beeinflussen kann und ich mich aber auch nicht für schäme.

    Wenn ihr wollt, könnt ihr mir gerne eure Gedanken mitteilen.


  • Re: Sex mit Liebe

    Das Grundproblem scheint wohl zu sein, daß auch heutzutage bei vielen Frauen immer noch das Bewußtsein fehlt, wie wichtig der Sex in einer Beziehung für den Mann sein kann. Anders ist diese Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre Lustlosigkeit offenbaren nicht zu erklären. Vielmehr wäre es doch eine Bringschuld von weiblicher Seite, sich dafür zu erklären und zu rechtfertigen. Stattdessen wird der männliche Partner noch als "alter geiler Bock" hingestellt, zumindest ihm das Gefühl dafür gegeben, wenn nicht gar verbal als solcher beschimpft, wenn er am den bisherigen Sexhäufigkeitsgewohnheiten festhalten möchte und sich nicht mit der veränderten Situation mit gleicher Selbstvertändlichkeit abfinden kann.

    Ich finde hier hat die "Gleichberechtigung" noch sehr viel Nachholbedarf!

    Noch schlimmer finde ich, wenn lustlos gewordene Frauen dann noch völlig an den Haaren herbeigezogene Vorwürfe gegen denn Man erfinden, womit sie ihre Lustlosigkeit zu begründen suchen, die aber meist nur die eigene Ratlosigkeit überspielen sollen oder gar aus Opportunismus angeführt werden, um sein Befriedigungsdefizit für andere gemeinsame Lebensbereiche auszunutzen ("du gibst mir nicht genug Geld".."du hilfst mir zu wenig im Haushalt"... "alles soll nach Deiner Pfeife tanzen"...).
    Versucht er dann darauf einzugehen, wird es meist nur für kurze Zeit besser. Oder es heisst ganz direkt, "naja, ich erkenne zwar dein redliches Bemühen an, aber für häufiger und geileren Sex reicht mir das noch nicht so ganz....."

    Leider habe ich auch keine Patentlösung gegen dieses Phänomen.

    g.

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    • Re: Sex mit Liebe

      ...die einzige "Lösung", wenn Frau nunmal keinen Sex mit Mann möchte und sich auch nicht "ihm zu Liebe überwinden" kann (das führt nur zu Ekel und ist mMn der falsche Weg), wären alternative Beziehungsformen wie Polyamorie o.ä.
      Solche Arrangements bedingen aber auch sehr reflektierte, sehr offene und großzügige Partner, Heimlichkeiten sind in solchen Beziehungen fehl am Platz.

      Aber Leos Frau scheint doch noch ab und zu Lust auf Sex mit ihm zu haben. Er weiß nicht, was sie sexuell erfüllt - Leo, könnt ihr nicht nochmal drüber sprechen oder weiß sie es vielleicht einfach selber nicht (mehr)? Was hat denn früher gefallen? Zieht das heute nicht mehr?

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      • Re: Sex mit Liebe

        Hi Leo,

        ich finde ihr seid da auf einen sehr guten Weg, ihr versucht es gemeinsam anzugehen, gemeinsam Lösungen zu finden, das ist ideal.
        Dass deine Frau Gründe nicht nennen kann wird vielleicht daran liegen, dass sie die Gründe nicht kennt und sie sich vielleicht auch nicht herleiten kann.
        Ich denke es ist bei Frauen und auch Männern so, dass wenn die Lust schwindet, erst kaum merklich, dann immer mehr, kann man es sich selten klar erklären.
        Und beide, Mann und Frau, haben dementsprechend auch Probleme das zu kommunizieren, dazu kommt dann auch noch eine gewisse Scham dieses Thema betreffend.
        Ein Mann verbindet das mit seiner Männlichkeit, schweigt und such Ausflüchte, ähnlich wie Frauen.
        Nur dass er halt nicht kann, versucht dies zu verbergen.
        Eine Frau kann hingegen immer, weshalb viele Männer ihr dann regelrecht übel nehmen wenn sie nicht will und es darauf beziehen dass ihr einfach egal ist was ihr Mann fühlt, da wäre die Frage ob es Männern auch egal ist was die Frauen fühlen wenn Ausflüchte gesucht werden, oder ist das vielleicht was anderes?

        Die Sexualität von Mann und Frau ist grundverschieden, die Natur hat es wohl auch so eingerichtet dass viele Frauen nicht so unter einem Libidoverlust leiden wie Männer, sie verknüpft das eher wenn die Hormone im Lot sind mit ihrer Weiblichkeit, sind schon Kinder da, Familienplanung abgeschlossen, wird es irgendwie einfach immer unwichtiger und ist dann gar kein Thema mehr, auch nicht gedanklich.
        Da Männer ihre Männlichkeit stärker mit ihrer Potenz und Lust in Verbindung bringen, leiden sie auf eine andere Weise durch Potenzproblemen, sie fürchten nicht mehr für voll genommen zu werden, womöglich dass ein Austausch stattfindet.
        Das Ergebnis ist das Gleiche, Sex wird vermieden, es werden Ausflüchte gesucht, bei ihr weil einfach die Lust weg ist, bei ihm weil er sich schämt.

        Ich glaube bei den Strategien der Sexvermeidung und nicht drüber reden, sind sich da Männer wie Frauen recht ähnlich (natürlich nur auf jene bezogen die das Problem betrifft), aber da die Empfindungen dazu vollkommen anders sind, ist es sicher auch so schwer als Mann nachvollziehen zu können dass eine Frau dafür auch keine Worte der Erklärung hat, sie hat sie einfach nicht und für eine Frau ist es auch schwer nachzuvollziehen dass der Mann plötzlich nicht mehr mit ihr drüber reden mag obwohl er vielleicht Worte dafür hätte.
        Da aus unterschiedlichen Gründen geschwiegen wird fehlt natürlich dann das Verständnis dafür dass der andere schweigt, wo man da doch selber reden würde.

        Es ist weniger eine Sache der Emanzipation, als ein Problem des Verständnisses für das andere Geschlecht, oder einfach für den anderen Menschen der halt nicht so ist wie man selber, dass da doch ein wenig unterschiedlich getickt und gefühlt wird.
        Deine Frau wusste nicht wie sehr du leidest, du wusstest nicht dass sie gar nicht weiß was los ist.
        Das kann viel Frust schaffen, aber mit ein bisschen gegenseitigem Verständnis kann man dann doch reden und nachvollziehen.

        Ich gratuliere dir zu deinem bedachten Vorgehen und auch zu deiner Frau, der du definitiv wichtig bist und die ganz klar auf dich zugehen will, auch wenn ihr die Lust dazu fehlt versucht sie es.
        Ich denke ihr beide habt die besten Voraussetzungen dafür das zu überwinden, ganz gleich wie das Ergebnis am Ende sein wird, welche Lösung die beste ist, es wird dann für euch beide passen.
        Gut Ding braucht Weile, das ist wahrscheinlich das Schwierigste, aber ihr gebt dem Zeit und deshalb bin ich überzeugt dass ihr am Ende mit euch zufrieden sein könnt.

        Doch Golem, Frauen wissen wie wichtig Sex für den anderen sein kann, unser Gehirn weiß aber auch sehr genau wie es uns vor dem Schmerz des anderen schützen kann.
        Im unbewussten Verdrängen sind wir alle gut, Männlein wie Weiblein, weil das Gehirn oftmals auch ohne unser Zutun dafür sorgt, auf diese Weise beschützt es uns.

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        • Re: Sex mit Liebe

          Um mein Geschriebenes auf einen ganz einfachen Punkt zu bringen:
          In einer solchen Situation sollte man es unbedingt vermeiden die Unlust, auch das Schweigen, persönlich zu nehmen.
          Denn, es ist nichts persönliches, es ist einfach ein Zustand und dem kann man nur beikommen, wenn man das erst einmal akzeptiert und nicht zum Vorwurf macht.
          Ansonsten wird es schwierig eine gemeinsame Lösung zu finden.

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          • Re: Sex mit Liebe

            Hi Leo,

            deine Geschichte ist schön geschrieben, du machst dir Gedanken und hast es sogar schon geschafft etwas zu bewegen.
            Es war eine gute Idee deiner Frau die Foren und Artikel zu zeigen, so kann sie sich besser einfühlen.
            Es ist schwierig in dieser Situation, denn anders als manche denken leidet man auch „sexunwilliger“ Part. Gerade wenn es dann Streit aus dem Grund gibt, da sucht man natürlich weitere Vermeidungsstrategien, da man schon wieder unsicher ist, ob man es denn diesmal packt, endlich Lust zu haben. Und natürlich bemerkt man dann jede Strategie vom gegenüber, die ja wieder zu Sex führen soll, das überfordert und gleichzeitig kommt irgendwann das Gefühl auf, es geht nur um das eine.
            Und man fühlt sich dauerhaft schlecht.

            Ich weiß nicht ob es so oft vorkommt, dass Frauen dann rumlügen, dem Partner alles in die Schuhe schieben und ihn als geilen Bock bezeichnen. Ich kenne es nunmal anders.

            Außerdem kann es dann genau so oft vorkommen, dass die Männer nur an der Frau rummäkeln und keinerlei Einsicht haben, was wirkliche Beweggründe angeht, zum Beispiel kurz nach der Geburt, kleine Kinder, auch Arbeit etc. Dass sie genervt sind und eher mal fremdgehen ohne vielleicht auch sich zu reflektieren, das hab ich hingegen schon öfter mitgekriegt.

            Im Endeffekt ist es logischerweise nötig, dass beide sich aufeinander zubewegen und vor allen Dingen erstmal richtig aussprechen und einfühlen.
            Das kann manchmal bitter sein, aber manchmal auch sehr erhellend und hilfreich.

            Und es klingt so, als wärt ihr auf gutem Wege.

            Wie weit auseinander liegt ihr eigentlich, was die Vorstellung der Häufigkeit angeht?

            LG

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            • Re: Sex mit Liebe

              Danke, dass ihr euch Zeit für mich/andere nehmt.

              Ich habe mich auch durch die älteren Beiträge gekämpft und muss schon sagen, dass sich alles wie ein spannender Roman liest. Mein Problem ist wohl das 0/8/15 Thema, dass ihr alle 3 Monate erneut durchkauen müsst. Tut mir Leid, dass wollte ich eigentlich nicht, war mir nicht bewusst und doch kann ich als Betroffener hier auf den Punkt bringen, was unsere Fehler waren und was uns zu helfen scheint.

              - meine Frau wurde von mir vernachlässigt. Ich habe es nicht erkannt, aber sie fühlte es so. (Das hat Elektraa bei einem ihrer Post auch schon deutlich gemacht. Platt ausgedrückt: bekommt sie am Tag nicht genügend Aufmerksamkeit, geht ihr Mann am Abend ohne Desert ins Bett )

              - ich habe meiner Frau nicht kommuniziert, dass Sex für mich so elementar ist bzw. war mir nicht bewusst, dass es für meine Frau nicht so ist. Ich dachte sie wollte es doch früher auch so und sie muss es doch merken, wenn ich jede Woche komme und wieder abgewiesen werde. NEIN, glaubt mir Mann/Frau versteht es nicht. Sprecht es an!!! Wäre mein Rat an Mina2012

              - selbst als ich es das erste Mal – aus meiner Sicht mehr als deutlich – „ich gehe kaputt, ich kann nicht mehr“ und das unter Tränen gesagt habe, hat sie es nicht richtig verstanden. Sie hat sich zwar am Anfang Mühe gegeben, aber es war einfach nur mehr Sex - ohne Liebe.

              - erst als ich ihr erneut gesagt habe, dass ich so nicht weitermachen kann und ihr von neutraler Seite mein Problem (Aussagen von Therapeuten, Forenbeiträgen) vor Augen gebracht habe, hat sie es verstanden.

              Jetzt arbeiten wir gemeinsam dran. Leider gibt es da noch das zweite Thema, was Venus2411 ja schon leicht andeutet und mir auch mehr als deutlich bewusst war.
              Da wir beide nie andere Partner vorher hatten und somit auch keinerlei Erfahrung, war der frühere Sex wohl „erster Verliebtsein-Sex“ sehr – ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll – Basic?
              Ich kannte nichts anderes, sie kannte nichts anderes – Internet gab es quasi nicht.
              Trotzdem ging es problemlos mehrmals am Tag, bis – der Klassiker – die Kinder auf der Welt waren. Während ich im Laufe der Jahre aufgrund des Mangels auf SB umstellen musste, um den Druck abzubauen (unbefriedigend), habe ich natürlich auch die Bekanntschaft mit einschlägigen Internetseiten gemacht und ich muss schon sagen für einen wie mich wurden die Augen immer größer. Allerdings sehe ich sie nicht wie viele als – ich drücke es höflich aus – „nutzlos“, sondern ich habe ungemein viel gelernt. Vermutlich war ich auch reif genug zu erkennen, dass der Großteil einfach Müll ist. Ich habe meine Sexualität kennen gelernt, wie ich ticke, wo meine Knöpfe sind. Was macht Frauen alles Spaß. Es gibt auch jede Menge Erklärvideos über das andere Geschlecht, die Techniken und Fehler.

              So habe ich quasi von der Schulbank kommend versucht es in die Praxis umzusetzen. Allerdings mit einem Problem. Meine Frau kann beim und über Sex nicht kommunizieren. Ich werde nicht gelenkt, bekomme keine Anweisung was ihr gefällt noch irgendein Feedback. Das Licht muss aus sein. Dafür gibt es ein Wort: Verklemmt.

              Um wirklich eine dauerhafte Lösung zu erreichen, darf sich liebe Venus2411 meine Frau natürlich nicht ekeln, sondern es muss ihr gefallen. Sie muss es wollen. Ich muss die richtigen Knöpfe finden. Es wäre für mich das Größte, wenn ich ihr das geben könnte. Daher habe ich ihr auch klar gemacht, dass ich ohne Rückinfo nicht weitermachen kann (sehr einfühlsam). Das sagt ihr ja auch mindestens einmal in jedem Beitrag, dass jede Frau anders ist und anders empfindet. Ihr ahnt es schon. Sie hat bald noch weniger Ahnung von sich selbst als ich. Aber Gottseidank ist sie bereit mit mir daran zu arbeiten bzw. wir arbeiten schon aktiv dran.
              Deshalb kann ich sagen, dass wir auf einem guten Weg sind.

              Was die Vorstellung der Häufigkeit angeht Lola: ich würde am liebsten täglich die Liebe meiner Frau durch Sex spüren und meine geben. Sie spürt meine Liebe auf anderem Wege und braucht sie nicht durch Sex. In letzter Konsequenz ging es nicht um die Häufigkeit. Es ging um die fehlende Liebe. Aktuell kommen wir auf ca. zwei Mal die Woche.

              So und jetzt muss ich meine Frau verwöhnen, damit ich auch noch etwas vom Desert bekomme.

              Gerne höre ich noch weiter Ratschläge von euch.

              Und eins noch. Ihr hört sicherlich öfter ein Dankeschön. Aber ich möchte euch und damit meine ich ausnahmslos alle Helfenden und ganz besonders den sehr aktiven für eure Unterstützung danken. Nicht nur von mir, sondern von allen, die hier tagtäglich eure Ratschläge, Sichtweisen und Diskussionen lesen und mitnehmen ohne, dass sie sich anmelden und euch das sagen. In den vielen Beiträgen, die ich die letzten Tage durchgelesen habe musste ich so oft lachen, habe mich teilweise wiedergefunden, fand die Vergleiche so nachvollziehbar und habe oft meine Einstellung überdenken müssen.

              Macht weiter so, ihr seid SUPER und seid euch dessen bewusst.

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              • Re: Sex mit Liebe

                Aktuell kommen wir auf ca. zwei Mal die Woche.
                Ist das jetzt ein Witz? Wenn nicht, dann verstehe ich das Problem nicht!
                Ich fürchte hier liegt wohl ein Anspruchsdenken vor, das ein wenig unrealistisch ist.

                2 x die Woche hätten wir selbst in unseren besten Zeiten kaum geschafft!

                g.

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                • Re: Sex mit Liebe

                  Ich glaube ihm geht es nicht um den Sex zweimal die Woche, sondern um die fehlenden Emotionen, der Sex fühlt sich nicht nach geliebt werden an.

                  Kommentar


                  • Re: Sex mit Liebe

                    Leo, du hast geschrieben dass deine Frau verklemmt ist.
                    Hast du eine Ahnung warum?
                    Religiöses Elternhaus, oder Elternhaus wo Sexualität nicht thematisiert wurde, als schmuddelig galt, vielleicht eine schlechte Erfahrung mit einem Jungen/Mann?

                    Wie war es denn vor der "Krise", war sie da voll bei der Sache und hat den Sex wirklich gemocht, oder hat sie da auch schon mehr mitgemacht als dass sie ihn gewollt hätte, also mehr dir den Sex aus Liebe geschenkt. oder weil er dazu gehört?

                    Da könnte durchaus eine Ursache zu finden sein, bei der Frage war Sex für sie schon immer etwas was zu den Pflichten gehört aber eigentlich nichts wirklich Gutes für sie ist, oder war er etwas Gutes was sie genießen konnte?
                    Bei ersterem wäre die Unlust nämlich nicht schleichend gekommen, sondern schon immer da gewesen.

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                    • Re: Sex mit Liebe

                      Ist das jetzt ein Witz? Wenn nicht, dann verstehe ich das Problem nicht!
                      Ich fürchte hier liegt wohl ein Anspruchsdenken vor, das ein wenig unrealistisch ist.
                      Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Nachdem ich mein Problem thematisiert hatte, haben wir uns auf zwei Mal die Woche verständigt. Das ist auch kein Vertrag, sondern wir versuchen es. Wenn es sich nicht ergibt, dann halt nicht. Vorher waren es vielleicht alle 3 Monate.

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                      • Re: Sex mit Liebe

                        Ich glaube ihm geht es nicht um den Sex zweimal die Woche, sondern um die fehlenden Emotionen, der Sex fühlt sich nicht nach geliebt werden an.
                        Es gibt für mich Liebesbekundungen, bei denen ich nicht erregt werde (kurzes Abschiedsküsschen) und solche bei denen das passiert. Sobald ich von meiner Frau einen innigeren Kuss bekomme oder sie ohne es zu wissen mir sich anregend präsentiert (kann beim Kochen sein) dann könnte ich loslegen. Und damit meine ich sie von oben bis unten verwöhnen. Ihr meine Liebe deutlich intensiver schenken. Natürlich möchte ich die auch von ihr zurückbekommen. Wenn ich abends mit ihr ins Bett gehe, könnte ich loslegen. Wenn ich morgens aufwache, könnte ich loslegen. Wenn ich nachmittags nach Hause komme und sie räumt mit dem Hintern zu mir streckt die Waschmaschine ein, könnte ich loslegen. Dabei möchte ich immer zuerst, dass sie sich wohl fühlt, angenommen, geborgen, geliebt. Sie streicheln, liebkosen bis sie zufrieden mich umarmt. Das gibt mir schon so viel. Dann darf ich zu meinem Vergnügen kommen.

                        Das kommt euch sicherlich sehr häufig vor, liegt aber vermutlich daran, dass 3 Monate zu lang für mich sind. Ich bin ausgezehrt. Wenn wir ein zufriedenstellenderes Sexleben hätten wäre ich vermutlich mit wöchentlich mehr als zufrieden.

                        Vorher war es so, dass ich ihr versucht habe tagsüber zu signalisieren wie sehr ich sie begehre. Öfter mal über den Rücken gestreichelt, Brüste massiert auf dem Sofa liegend ihre Schenkel geküsst. Und dann abends im Bett noch leidenschaftlich geküsst. Wenn sie sich dann wegdreht und sagt sie sei müde ist das logischerweise sehr frustrierend. Wenn ihr das jahrelang mitmacht, dann kommt immer mehr Wut auf. Sie kam nach der Geburt der Kinder NIE mehr auf mich zu. Ich musste immer zu ihr kommen und signalisieren, dass ich wollte. Und wenn du 10x in 12 Wochen gehört hast, dass es jetzt nicht passt, dann habe ich natürlich auch schon einmal aus Wut gesagt, dass es so nicht geht und ich auch meine Bedürfnisse habe. Mit dem Ergebnis, dass ich dann ran durfte, aber ohne Freude. Das wollte ich ja auch nicht.

                        Nach einem Schlüsselerlebnis im März letztes Jahr hatte ich mich so gekränkt gefühlt, dass ich sie am liebsten verlassen hätte. Nach drei schlaflosen Nächten habe ich dann besagtes Gespräch geführt, mit dem Ergebnis von ca. 2x Sex die Woche.

                        Als sie über die Monate immer unbeteiligter wurde, habe ich mein Thema im Internet recherchiert und war auch sehr überrascht, wie vielen es so ergeht und auch Frauen. Das war mir überhaupt nicht bewusst. Dabei bin auch auf euer Forum gestoßen und konnte viele Parallelen erkennen.
                        Und mir wurde natürlich auch schmerzhaft bewusst, dass es nur drei Lösungen geben kann. Ich schaffe es wieder öfter mit meiner Frau Sex zu haben, den sie mag; ich suche mir eine Affäre; ich trenne mich.

                        Aber erst das zweite Gespräch (Forenbeiträge) jetzt vor Weihnachten scheint etwas bewirkt zu haben. Mir war schon klar, dass ich kein guter Liebhaber bin, da ich keine Erfahrung habe. Es aber auch nicht sein kann, wenn sie mir kein Feedback gibt.
                        Glücklicherweise hatte ich die ganze Weihnachtszeit Urlaub, sodass ich das Thema bei unseren Spaziergängen immer wieder ansprach. Ihr klarmachte, dass sie sich äußern muss. Das weiß sie auch, konnte aber nicht so richtig aus sich raus bzw. weiß nicht viel über ihre Sexualität.

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                        • Re: Sex mit Liebe

                          Leo, du hast geschrieben dass deine Frau verklemmt ist.
                          Hast du eine Ahnung warum?
                          Religiöses Elternhaus, oder Elternhaus wo Sexualität nicht thematisiert wurde, als schmuddelig galt, vielleicht eine schlechte Erfahrung mit einem Jungen/Mann?

                          Wie war es denn vor der "Krise", war sie da voll bei der Sache und hat den Sex wirklich gemocht, oder hat sie da auch schon mehr mitgemacht als dass sie ihn gewollt hätte, also mehr dir den Sex aus Liebe geschenkt. oder weil er dazu gehört?

                          Da könnte durchaus eine Ursache zu finden sein, bei der Frage war Sex für sie schon immer etwas was zu den Pflichten gehört aber eigentlich nichts wirklich Gutes für sie ist, oder war er etwas Gutes was sie genießen konnte?
                          Bei ersterem wäre die Unlust nämlich nicht schleichend gekommen, sondern schon immer da gewesen.
                          Volltreffer. Ja, wir beide stammen aus religiösem Elternhaus, wobei meines sehr liberal war, ihres nicht. Einen Freund vor mir hatte sie nicht.

                          Vor der Krise war sie nach meiner Einschätzung voll bei der Sache. Ich hatte nie das Gefühl, dass es ihr keinen Spaß machte. Und wenn sie etwas nicht wollte, hat sie das auch gesagt. Sie machte häufig den Anfang. Zuerst waren zwei Jahre Neuverliebtseinsex, dann war der Wunsch nach Kindern da. Ich weiß nicht, ob das bei der Frau schlechten Sex noch einmal versüsst. Und danach ging es bergab.

                          Ich versuche sehr einfühlsam zu sein, erkläre ihr, dass sie sich für nichts schämen muss, erläutere ihr was andere Frauen sich alles wünschen und sie auch alles äußern darf. Nachdem ich verstanden habe, dass sie sich selbst nicht kennt, habe ich ihr ein spezielles Toy vorgeschlagen. Es hat etwas gedauert und sie hat sich auch überwinden müssen, aber gestern Abend hat sie mir nach dem Sex mitgeteilt, dass sie es ausprobieren will. Ich bin so froh, dass sie mitarbeitet.

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                          • Re: Sex mit Liebe

                            Ein paar Gedanken würde ich gerne beitragen:

                            Beim Stichwort Religiösität werde ich immer hellhörig. Um welche Konfession geht es denn? Meine Erfahrungen mit der katholischen Kirche und mit Mitgliedern der Zeugen Jehovas decken sich sehr stark. Wer die Regeln dieser kriminellen, grausamen, menschenfeindlichen Organisationen ernst nimmt, insbesondere die zur Keuschheit, der nimmt Schaden an seiner Psyche. Jeder Schritt hin zu einer Emanzipation von diesen Machtmänner-Vereinigungen ist ein guter. Die meisten Menschen, die mir erzählen, was ihnen ihr Glaube gibt, verdrängen dabei, was ihnen diese Verbrecher wegnehmen. Wenn es um die katholische Kirche geht, dann zeig deiner Frau mal das da https://youtu.be/qHGNWVugVAQ

                            Die Körperlichkeit der meisten Frauen hängt sehr stark davon ab (oder zumindest: sehr stark damit zusammen), wie attraktiv sie sich selber sehen. Wie sieht deine Frau sich? Findet sie sich jenseits deiner Avancen begehrenswert? Fühlt sie sich wohl in ihrem Körper? Wenn ihr Körpergefühl über die Jahre gelitten hat, dann ist das etwas, woran du mit ihr gemeinsam arbeiten kannst. Macht gemeinsam Sport. Lauft, fahrt Fahrrad. Geht Schwimmen. Wenn es ein Problem mit ihrem Blick auf deinen Körper gibt, dann erledigst du das Problem gleich mit.

                            Du sagst, dir hätte das Internet mit seinen einschlägigen Seiten die Augen geöffnet. Warum machst du das nicht gemeinsam mit deiner Frau? Warum geht ihr nicht auf Entdeckungsreise? Du hast von Mina gelesen - die wird von SinfulXXX angeregt. Videos von diesem Anbieter findest du auf vielen einschlägigen Seiten - und die sind tatsächlich ein wenig anders als das durchschnittliche Zeugs, das dazu angelegt ist, Männer mit sehr speziellen Vorlieben innerhalb von 90 Sekunden zur Erleichterung zu verhelfen.
                            Ich war vor 22 Jahren mit meiner Frau in einer Videothek, und da war so ein Promotion-Mensch von einer Erotikfilm-Firma, der uns ein paar Fragen gestellt hat. Als Dankeschön haben wir einen Film als VHS-Kassette geschenkt bekommen. Meine Frau hat zwar wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass sie diese Art von Anregung weder gut findet noch braucht. Aber bei den vier oder fünf Gelegenheiten, da wir uns jeweils ein oder zwei Szenen aus dem Film angeschaut haben, wurde sie jedesmal geil. Der Film war in gewisser Weise ein Porno für Frauen. Ich fand es damals vollkommen verblüffend, was die Szenen waren, die sie am meisten angemacht haben.

                            Ich glaube nicht, dass die Vereinbarung zu zweimal Sex in der Woche zielführend ist. Wenn deine Frau keine Lust hat und sie sich dann zweimal in der Woche überwinden muss, dann ist das eher kontraproduktiv. Vielleicht ist eine Idee, die ich verschiedenen Leuten hier im Forum schon angetragen habe, auch für dich die richtige: Verabredet euch nicht zum Sex. Vereinbart, dass ihr gemeinsam zeitig zu Bett geht, dass ihr euch nackt unter eine Decke und aneinander kuschelt. Am besten: Verabredet, dass es dabei erstmal keinen Sex gibt, sondern dass ihr euch nur in den Arm nehmt und streichelt, und das nicht an den primären oder sekundären Geschlechtsorganen. Und dann schaut mal, was das über die Zeit mit ihrer Lust macht.

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                            • Re: Sex mit Liebe

                              Beim Stichwort Religiösität werde ich immer hellhörig. Um welche Konfession geht es denn? Meine Erfahrungen mit der katholischen Kirche und mit Mitgliedern der Zeugen Jehovas decken sich sehr stark. Wer die Regeln dieser kriminellen, grausamen, menschenfeindlichen Organisationen ernst nimmt, insbesondere die zur Keuschheit, der nimmt Schaden an seiner Psyche. Jeder Schritt hin zu einer Emanzipation von diesen Machtmänner-Vereinigungen ist ein guter. Die meisten Menschen, die mir erzählen, was ihnen ihr Glaube gibt, verdrängen dabei, was ihnen diese Verbrecher wegnehmen. Wenn es um die katholische Kirche geht, dann zeig deiner Frau mal das da https://youtu.be/qHGNWVugVAQ
                              Danke Herr_Lich für die Tipps.

                              Das Religiöse ist sicherlich verantwortlich für das Verklemmte. Aber sie ist nicht weltfremd und hat natürlich auch durch die Medien mitbekommen was mittlerweile so läuft. Sie bezeichnet sich auch selbst als gehemmt. Komisch finde ich nur, dass sie das am Anfang unserer Beziehung nicht war.

                              Die Körperlichkeit der meisten Frauen hängt sehr stark davon ab (oder zumindest: sehr stark damit zusammen), wie attraktiv sie sich selber sehen. Wie sieht deine Frau sich? Findet sie sich jenseits deiner Avancen begehrenswert? Fühlt sie sich wohl in ihrem Körper? Wenn ihr Körpergefühl über die Jahre gelitten hat, dann ist das etwas, woran du mit ihr gemeinsam arbeiten kannst. Macht gemeinsam Sport. Lauft, fahrt Fahrrad. Geht Schwimmen. Wenn es ein Problem mit ihrem Blick auf deinen Körper gibt, dann erledigst du das Problem gleich mit.
                              Sie ist wenig selbstbewusst und findet sich mittelprächtig. Sie würde gerne etwas abnehmen, aber ihr fehlt die Willenskraft. Für mich stellt das kein Problem dar, ich mag sie wie sie ist und ich finde sie auf keinen Fall dick. Allerdings ist sie so überhaupt kein Sporttyp. Noch nie gewesen. Das habe ich schon oft probiert und ich treibe viel Sport. Das Problem habe ich versucht zu lösen, in dem ich ihr in Gesprächen zu verstehen gab, dass bei ihr alles in Ordnung ist, dass ich kein Ekel vor ihren Genitalien habe und sie nichts verstecken muss. Ich glaube auch, dass das etwas bewirkt hat.

                              Du sagst, dir hätte das Internet mit seinen einschlägigen Seiten die Augen geöffnet. Warum machst du das nicht gemeinsam mit deiner Frau? Warum geht ihr nicht auf Entdeckungsreise? Du hast von Mina gelesen - die wird von SinfulXXX angeregt. Videos von diesem Anbieter findest du auf vielen einschlägigen Seiten - und die sind tatsächlich ein wenig anders als das durchschnittliche Zeugs, das dazu angelegt ist, Männer mit sehr speziellen Vorlieben innerhalb von 90 Sekunden zur Erleichterung zu verhelfen.
                              Ich war vor 22 Jahren mit meiner Frau in einer Videothek, und da war so ein Promotion-Mensch von einer Erotikfilm-Firma, der uns ein paar Fragen gestellt hat. Als Dankeschön haben wir einen Film als VHS-Kassette geschenkt bekommen. Meine Frau hat zwar wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass sie diese Art von Anregung weder gut findet noch braucht. Aber bei den vier oder fünf Gelegenheiten, da wir uns jeweils ein oder zwei Szenen aus dem Film angeschaut haben, wurde sie jedesmal geil. Der Film war in gewisser Weise ein Porno für Frauen. Ich fand es damals vollkommen verblüffend, was die Szenen waren, die sie am meisten angemacht haben.
                              Gute Idee, das werde ich mal bei Gelegenheit ansprechen. Wäre aber nicht so einfach umzusetzen wegen den Kindern. Die sind bald länger wach als wir. Interessant, was du so über die Reaktion deiner Frau berichtest. Da bin ich aber mal gespannt bei meiner.

                              Ich glaube nicht, dass die Vereinbarung zu zweimal Sex in der Woche zielführend ist. Wenn deine Frau keine Lust hat und sie sich dann zweimal in der Woche überwinden muss, dann ist das eher kontraproduktiv. Vielleicht ist eine Idee, die ich verschiedenen Leuten hier im Forum schon angetragen habe, auch für dich die richtige: Verabredet euch nicht zum Sex. Vereinbart, dass ihr gemeinsam zeitig zu Bett geht, dass ihr euch nackt unter eine Decke und aneinander kuschelt. Am besten: Verabredet, dass es dabei erstmal keinen Sex gibt, sondern dass ihr euch nur in den Arm nehmt und streichelt, und das nicht an den primären oder sekundären Geschlechtsorganen. Und dann schaut mal, was das über die Zeit mit ihrer Lust macht.
                              Das mit dem zweimal Sex die Woche kam von ihr nach meiner erstem Aussprache im März. Hat auch am Anfang ganz gut funktioniert. Ich glaube aber, dass sie sich nicht so öffnen konnte bzw. dachte es reicht, wenn ich Dampf ablassen kann.
                              Seit der zweiten Aussprache bzw. durch die Gespräche danach scheint es mir, dass sie ihre Sexualität entdecken muss. Was will sie, was macht sie an. Insofern finde ich den Vorschlag mit den Filmen sehr gut. Auf den Spaziergängen habe ich ihr berichtet, was so alles normal ist bzw. das alles normal ist, was für beide Partner ok ist. Das hat sie auch verstanden und ist besonders in dieser Woche ganz schön aufgetaut – soll heißen, dass sie deutlich mehr aus sich raus kommt. Den Vorschlag mit dem zeitig nackt ins Bett gehen finde ich super. Werde ich auf jeden Fall vorschlagen - Danke

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                              • Re: Sex mit Liebe

                                Hallo!

                                Ich möchte mich hier auch kurz einbringen, wenn erwünscht!

                                Ich (38 ) denke, für eine Frau ( ich rede mal von mir

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                                • Re: Sex mit Liebe

                                  Hallo......ich (38) möchte mich, wenn erwünscht, gerne einbringen!

                                  Ich denke, für eine Frau, hat Sex nicht denselben Stellenwert wie für einen Mann!
                                  (Das kann zumindest ich über mich sagen)!

                                  Bin selbst seit 17 Jahren in einer Beziehung und habe mit ihm 3 gemeinsame Kinder im Alter von 12 , 9 und 5 Jahren.

                                  Meine Tage sind sehr lang und relativ anstrengend mit grossem Haus , 3 Kindern und meiner Arbeit, der ich nachgehe.
                                  Um es kurz zu sagen: Ich bin abends hundemüde und habe auch keine Lust mehr auf Sex.

                                  Gewisse Sätze wie: Ich muss darum betteln usw kommen mir tatsächlich auch sehr bekannt vor

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                                  • Re: Sex mit Liebe

                                    Tut mir leid, ich weiss nicht, warum nicht der ganze Text zum absenden geht......

                                    Wollte noch sagen, wenn ihr es 2 x wöchentlich schafft, ist doch total erfüllend und ok!
                                    Bei aller Liebe : Jeden Tag muss doch nicht sein.
                                    Dass es über die Jahre hinweg nachlässt, ist doch normal und bedeutet nichts schlechtes.
                                    Denke, dass beide sich etwas entgegenkommen sollten : z.b mein Partner weiss, er muss mit etwas weniger zufrieden sein und ich z.b komme mal entgegen obwohl ich vlt gar keine Lust habe.
                                    Das muss er ja nicht wissen, manchmal kommt sie ja dann doch noch...

                                    Alles Liebe und glg

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                                    • Re: Sex mit Liebe

                                      Hallo liebe Kommunity

                                      Hallo Leo

                                      Ich habe ganz schön gestaunt, als ich gelesen hab, ich hab ihre Brüste massiert, ihre Schenkel geküsst, ich tu alles, um ihr Lust zu entlocken...- das ist ähnlich, als ob man als Frau zum Penis greift und probiert, ob er steif wird. Bei einem Mann, der damit ein Problem hat, da geht so etwas daneben, nicht wahr?

                                      Meine Meinung ähnelt der von Ohrwurm...Sex kommt an letzte Stelle, wenn man müde ist, erschöpft und den Kopf nicht frei hat vor lauter Pflichten und Verpflichtungen.

                                      Wenn einem dann noch der Partner in den Ohren liegt, ( wann gibts endlich wieder Sex..), dann hört sich das an, als ob man zusätzlich in die Mangel genommen wird.
                                      Die Brüste massieren, die Schenkel ablecken etc. ist nonverbales: mach die Beine breit, ich will eindringen!

                                      Wie ungeschickt . Das funktioniert super, wenn sie bereits auf Touren ist, oder wenn es gut um den Sex steht bei einem Pärchen.

                                      Bei euch, lieber Leo ist der sexuelle Zug wieder am Anrollen, da ist keiner mehr strikt dagegen, keiner mehr dauernd am Nachbohren, ihr habt bereits eine Weiche gestellt für schöne, weitere Jahre. Dafür gratuliere ich euch. Das hast du, wie du selbst beschreibst, deiner NEUEN Art zu verdanken, wie du NUN vorgehst.

                                      Was war das jetzt genau? Eine bessere Kommunikation? Mehr Einfühlen können in den anderen? Mehr Achtsamkeit wieder? Mehr Rücksicht, mehr Empathie, weniger aneinander vorbeireden?

                                      Aneinander vorbeireden ist auch gegeben, wenn sie sagt, sie ist müde und er findet mit ihr zusammen nicht heraus, wie man diese Müdigkeit in den Griff bekommt. Die muss man vorher bekämpfen, dann kann man weiter reden.

                                      Ich kann mir vorstellen, dass bei einer übermüdeten Frau eher hilft, dass sie mal einen Tag mit Freundinnen verbringen kann, mal weg kommt aus der Mühle des Alltags, sich mal ausklinken kann aus dem Dauerbetrieb, als Schenkel lecken, oder Brüste massieren.

                                      Es gibt in den meisten Ehe-Rollen einen, der den Ton angibt, einen, der nachgibt. Bei Mina bestimmt der Mann, wann es Sex gibt. Bei euch die Frau. Zugleich bestimmt Mina, was ihr Mann tagsüber "darf", bzw. nicht darf und wie ist es bei euch?

                                      Ich kann bei meiner eigenen Beziehung erkennen, dass good feeling im Bett zusammenhängt mit irrsinnig vielen anderen Sachen, die berücksichtigt werden müssen.

                                      Das will ich morgen aufzählen, was das alles bei mir ist und ich bitte um Unterstützung der anderen weiblichen Teilnehmer hier, was alles sein darf, bzw. nicht sein darf, um die Tür zur Erotik offen halten zu können bei sich selbst, beim Partnern an sich.
                                      Bei uns ist sie mal verschlossen, mal wieder offen, diese Tür, diese Luke- oder dieses Tor, je nachdem, wie man es grad hat an diesem Tag.

                                      Ich kann mir gut vorstellen, dass da enorm viele Eigenheiten mitspielen, die jeder Frau peinlich sind, wenn sie davon spricht.

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                                      • Re: Sex mit Liebe

                                        Danke für deinen Post Ohrwurm. Ich freue mich über jeden Kommentar, der meinen Horizont erweitert, andere Sichtweisen aufzeigt und mir das unbekannte Wesen hilft zu verstehen.

                                        Du hast natürlich vollkommen recht. So ähnlich wie du deine Arbeitsbelastung schilderst ging es auch meiner Frau. Dafür habe ich Verständnis. Leider war es nicht ganz so wie du es verstanden hast.

                                        Ich schreibe mal so. Lass mich mal die Frau sein und du der Mann, der jeden Tag Lust verspürt. Ich kümmere mich um den Haushalt, die Kinder, du kommst von der Arbeit tätschelst mich, ich bekomme einen Kuss von dir, der dich erregt. Du bringst die Kinder ins Bett und streichelst/
                                        liebkost danach erwartungsvoll beim Fernsehen meinen Rücken/Po/Brüste. Wir gehen ins Bett, ich gebe dir einen gute Nacht Kuss und drehe mich um. Logischerweise dir abgewandt. Dafür braucht es nicht einmal eine Ausrede. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Nach drei Monaten drehst du mich wieder zurück und sagst mir, dass es mal langsam wieder an der Zeit ist. Ich sage: also gut. Du fängst an mich zu streicheln und zu küssen. Ich streichele dich gar nicht, nehme deine Hand weg und sage: komm jetzt, ich bin müde. Der Sex dauert drei Minuten, ich stehe auf, wasche mich und lege mich neben dir schlafen.
                                        So lief es in etwa über die letzten 15 Jahre mit Ausnahme, dass die Zeitabstände bis zum Sex immer länger wurden.
                                        Überlege mal, wie du dich dabei fühlen würdest, wenn du fast jeden Tag Lust verspürst.

                                        Ein für mich sehr traumatisches Erlebnis mit ihr hat mich dazu gezwungen ihr meine Gefühle deutlich vor Augen zu führen, obwohl ich dachte, sie müsse es doch sehen.
                                        Für mich stand damals die Ehe auf dem Spiel.
                                        Seitdem arbeiten wir daran und die 2 x Woche Sex war ihr Vorschlag nach der Aussprache. Natürlich ist das keine Pflicht und es ergibt sich auch nicht immer, aber 1 x die Woche schaffen wir es meist.

                                        Ich möchte hier meiner Frau keine Schuld für die Situation geben. Das habe ich sogar vermasselt.
                                        Sie ist eine tolle Frau, ich liebe sie und sie liebt mich.
                                        Ich habe ihr nicht kommuniziert wie sehr ich darunter leide und zwar nicht nur den fehlenden Sex, sondern auch die fehlende Zärtlichkeit beim Sex.

                                        Jeder Mensch ist anders, hat mehr oder weniger Bedürfnisse.
                                        Ich denke mal, dass es bei euch nicht so ist, wie ich es bei mir beschrieben habe.
                                        Es hört sich so an, als ob ihr gut mit eurem Arrangement klar kommt.
                                        Wenn du willst kannst du
                                        deinen Partner aber mal von mir/meiner Situation erzählen und du überrascht warst. Ihn fragen, wie es ihm geht.

                                        Und auch wenn ich deinen Partner nicht kenne, ich glaube er würde sich mal riesig darüber freuen nicht betteln zu müssen, sondern von dir verführt zu werden.

                                        glg

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                                        • Re: Sex mit Liebe

                                          Hallo!

                                          Ja, ich muss sagen , dass ich dich natürlich verstehe!
                                          Ich glaube, für den ein und anderen Mann ist Sex eine Art Bestätigung, für meinen Partner auch.

                                          Wie alt sind denn eure Kinder? Sind sie schon etwas älter bzw selbstständiger - ich lese Leo 72 und nehme mal an , die 72 steht für dein Geburtsjahr, so wie bei mir die 82 .

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                                          • Re: Sex mit Liebe

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                                            Hätte mir vorstellen können, dass dann der Frau mehr Zeit bleibt und evtl auch die Lust wieder aufkommt.
                                            Guter Rat ist teuer.....
                                            Die Initiative zu ergreifen beim Sex ist für mich auch schwierig, vlt weil er nicht wirklich wichtig ist für mich.
                                            Natürlich möchte ich auch nicht ohne leben, aber ich
                                            habe nicht das Verlangen, das mein Partner hat.
                                            Glaube, am besten findet ihr zusammen, wenn ihr darüber redet- und das scheinst du ja recht einfühlsam zu machen!

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                                            • Re: Sex mit Liebe

                                              Es kann auch helfen romantische Überraschungen zu überlegen, aber ohne das diese etwas mit Sex zu tun haben und klar ist dass sie auch nicht damit enden, dennoch kann das erotische Gefühle wecken.
                                              Darum geht es ja, diese Gefühle wieder zu finden, das geht über Romantik und Erotik, ohne dass es sexuell wird.
                                              Romantik z.B. ein Wochenende mit schönen Unternehmungen, abends Essen mit Kerzenschein, Charme, dezentes Umwerben wie am ersten Tag.

                                              Erotik z.B. Eine Massage, bei der die intimen Stellen ausgespart werden, nackt unter die Decke kuscheln, streicheln, ohne die entsprechenden Stellen, ohne Sex.

                                              Liebe machen bedeutet auch Vertrauen haben, das kann durch solche Übungen gestärkt werden, dass Vertrauen dass es nicht nur um Sex geht, dass Grenzen akzeptiert werden, dass es Nähe auch so befriedigend sein kann und dass sie die Kontrolle hat.

                                              Natürlich müsstest du dir etwas einfallen lassen was sie mag, was zu euch passt und vielleicht auch mal an eure Anfangszeit zurück denken was da besonders schön war und wieder aufleben lassen.

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                                              • Re: Sex mit Liebe

                                                Hallo Elektraa - Ich freue mich sehr, dass du dich eingeklinkt hast.
                                                Deine Nachricht habe ich erst gesehen, als ich die an Ohrwurm abgeschickt hatte und auf die Arbeit musste.

                                                Ich habe ganz schön gestaunt, als ich gelesen hab, ich hab ihre Brüste massiert, ihre Schenkel geküsst, ich tu alles, um ihr Lust zu entlocken...- das ist ähnlich, als ob man als Frau zum Penis greift und probiert, ob er steif wird. Bei einem Mann, der damit ein Problem hat, da geht so etwas daneben, nicht wahr?
                                                Da habe ich mich sehr ungeschickt ausgedrückt. Du hast natürlich vollkommen Recht und das ist mir auch bewusst. Meine Aussage stand symbolisch für alles Mögliche, was ich schon versucht habe. Ich hätte auch romantisch Essen, schön hergerichtete Badewanne etc. schreiben können. War mein kleines Teufelchen Auch im Skiurlaub, wo sie unheimlich entspannt sein müsste, passiert nichts bzw. muss ich auf sie zukommen. Ich gehe mit den Kindern Skifahren, sie mag es nicht und bleibt im Appartement. Wenn wir auf der Piste gehen, kehrt sie meist wieder ins Bett zurück und liest ihr Buch, geht später durch den Ort shoppen oder macht eine Wanderung auf eine Alm und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Entspannt ja, aber anscheinend nicht ausreichend für "good feeling".
                                                Als Gegenbeispiel eine Kollegin, alleinerziehend, drei Kinder, vollzeitbeschäftigt - Arbeit ohne Ende - erklärt mir wie sehr ihre Libido leidet und sie doch so oft wollte.
                                                Habe verstanden, jede Frau ist anders.
                                                Was war das jetzt genau? Eine bessere Kommunikation? Mehr Einfühlen können in den anderen? Mehr Achtsamkeit wieder? Mehr Rücksicht, mehr Empathie, weniger aneinander vorbeireden?
                                                Besser geworden ist eindeutig die Kommunikation. Eigentlich meine. Ich habe verstanden, dass ich nicht annehmen darf, dass sie meine Gefühle lesen kann. Sie ist weiterhin sehr zurückhaltend. Ich muss es ihr schon aus der Nase ziehen, sie damit konfrontieren, damit sie sich Gedanken macht, mit befasst, in sich hineinhört. Ich weiß, ist Druck, aber ohne passiert nichts. Da kann ich Tage darauf warten, sie spricht nichts von sich aus an. Sie bekommt von mir jetzt deutlich mehr Aufmerksamkeit. Rücksichtsvoll und empathisch war ich eigentlich schon immer – denke ich zumindest.
                                                Aneinander vorbeireden ist auch gegeben, wenn sie sagt, sie ist müde und er findet mit ihr zusammen nicht heraus, wie man diese Müdigkeit in den Griff bekommt. Die muss man vorher bekämpfen, dann kann man weiter reden.
                                                Zur Müdigkeit hatte ich sie angesprochen. Sie schläft deutlich länger als ich (3-4 h). Ich bat sie das mit dem Arzt mal zu prüfen. Vermute Vitamin D Mangel. Sie hat sich letztes Jahr auch schon eine "Sonnenleuchte" gekauft und sitzt öfter davor. Sie meint aber es wäre die Jahreszeit. Sie geht ganz selten mal mit Freundinnen weg. Sehr gute hat sie nicht mehr, da sie aus ihrer Heimat weggezogen ist und sich durch die Entfernung, Kinder etc. alles eingeschlafen ist. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass sie mit einer Freundin über unser Sexleben sprechen würde.
                                                Sie macht sich selbst viel Arbeit. Hat ein eigenes Chaoszimmer, kann sich von nichts trennen und aus meiner Sicht belastet sie das auch. Räumt schon seit Jahren auf, ohne dass ich davon etwas sehe. Das stresst sie in jedem Fall. Ich würde am liebsten alles in die Tonne werfen - geht gar nicht.
                                                Es gibt in den meisten Ehe-Rollen einen, der den Ton angibt, einen, der nachgibt. Bei Mina bestimmt der Mann, wann es Sex gibt. Bei euch die Frau. Zugleich bestimmt Mina, was ihr Mann tagsüber "darf", bzw. nicht darf und wie ist es bei euch?
                                                Habe leider nicht mehr den Post gefunden und in den letzten Tagen so viele gelesen, dass ich ganz wirr im Kopf bin. Auf was spielst du an?
                                                Ich kann bei meiner eigenen Beziehung erkennen, dass good feeling im Bett zusammenhängt mit irrsinnig vielen anderen Sachen, die berücksichtigt werden müssen.
                                                Du triffst es auf den Punkt. Ich weiß nicht wann sie „good feeling“ hat. Ich kann es nicht erkennen und ich kann es anscheinend auch nicht herbeiführen. Oder aber ich merke es nicht. Wenn ich nach zwei Wochen Auslandsreise zurückkomme, werde ich von ihr so richtig innig geküsst, sonst eigentlich nie. Deshalb kommt es aber nicht zwingend zu Sex in den nächsten Tagen, außer ich machte es ihr mehr als deutlich.

                                                Jetzt bin ich mal gespannt, wann/wodurch bei dir/anderen das schöne Gefühl entsteht.

                                                Und noch mal zur Verdeutlichung. Sex ist für mich nicht der Akt alleine, sondern dieser wunderschöne Austausch von Zärtlichkeit, Geborgenheit, Liebe schenken und erhalten. Aber ja, bei mir muss es dann auch zum Vollzug kommen. Ohne wäre - wie du schon mal geschrieben hast - das Steak hingestellt, riechen lassen und wieder wegnehmen.

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                                                • Re: Sex mit Liebe

                                                  Danke Ohrwurm - du bist sehr interessant, da du wohl eine ähnliche Einstellung hast wie meine Frau. Bitte nicht falsch verstehen, etwas provokant:

                                                  Ja, ich denke, dass es auch Bestätigung ist, die ich suche. Suchst du sie nicht? Brauchst du keine Bestätigung begehrt zu werden? Oder erhältst du sie weil er sowieso kommt?

                                                  Das verstehe ich nicht. Du hast keine Lust auf Sex, kommst ihm trotzdem entgegen und manchmal kommst du dann doch? Ist es dann nicht so, dass es dir Spaß gemacht hat, dich erfüllt hat und du es wieder haben möchtest?
                                                  Beispiel: Du willst nicht in den Urlaub. Dein Mann überredet dich. Es wird schön.
                                                  Willst du dann das nächste Mal nicht wieder hin?

                                                  Warum kannst du nicht die Initiative ergreifen?
                                                  Was wäre, wenn dein Mann 6 Monate nicht auf dich zukäme? Würdest du dann den "Spaß" nicht haben wollen und auf ihn zugehen? Oder würdest dann gänzlich ohne leben?

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