Pyrethrin

Allgemeines

Pyrethrin dient der schnellen und gründlichen Vernichtung von Schadinsekten. Es wird daher auch im Pflanzenschutz eingesetzt. Beim Menschen dient es vor allem der Vernichtung von Kopfläusen, Filzläusen und Kleiderläusen. Durch den Wirkstoff werden sowohl die Läuse wie auch deren Eier, die sogenannten Nissen, abgetötet.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Atemtätigkeit der Insekten lähmen
  • Insekten abwehren

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Pyrethrin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Pyrethrin nicht verwendet werden?

Pyrethrin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff, gegen Wucherblumen, Pflanzenauszüge daraus oder synthetische Pyrethrine vom Allethrin-Typ.

Auch darf die Anwendung nicht auf infizierter oder geschädigter Haut, nicht auf Schleimhäuten oder im Bereich der Augen (beispielsweise bei Befall der Wimpern) erfolgen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Aus Tierstudien liegen keine Anhaltspunkte für eine fruchtschädigende Wirkung von Pyrethrin vor. Auch bisherige Erfahrungen an Schwangeren, die mit Pyrethrin gegen Kopfläuse behandelt wurden, ergaben keine Hinweise auf fruchtschädigende Effekte. Dennoch sollte der Wirkstoff in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden. Bei Kleiderlaus- oder Filzlausbefall in der Schwangerschaft sollte Pyrethrin wegen nicht ausreichender Erfahrung bei großflächiger Anwendung und möglicher örtlicher Effekte nicht benutzt werden.

Auch in der Stillzeit ist Pyrethrin nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kleinkindern und Kindern kann Pyrethrin unbedenklich bei Einhaltung der jeweiligen Anwendungsvorschriften eingesetzt werden. Säuglinge sind allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht zu behandeln.

Welche Nebenwirkungen kann Pyrethrin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Pyrethrin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
örtliche Hautreizungen.

Sehr seltene oder vereinzelte Nebenwirkungen:
Kontaktallergie, Juckreiz, Rötung (der behandelten Stellen).

Welche Wechselwirkungen zeigt Pyrethrin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Anwendung des insektenabtötenden Wirkstoffs Malathion (gegen Krätze) ist eine Wirkungsabschwächung desselben möglich.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Pyrethrin wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


Welche Medikamente beinhalten Pyrethrin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Pyrethrin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Flüssigkeit

So wirkt Pyrethrin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Pyrethrin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Hautmittel gegen Insekten, zu welcher der Wirkstoff Pyrethrin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Pyrethrin

Pyrethrin dient der schnellen und gründlichen Vernichtung von Schadinsekten. Es wird daher auch im Pflanzenschutz eingesetzt. Beim Menschen dient es vor allem der Vernichtung von Kopfläusen, Filzläusen und Kleiderläusen. Durch den Wirkstoff werden sowohl die Läuse wie auch deren Eier, die sogenannten Nissen, abgetötet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Pyrethrin sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Pyrethrin

    Pyrethrin ist eigentlich eine Gruppe von chemisch ähnlichen insektenabtötenden Wirkstoffen, die aus einer Margariten-ähnlichen Pflanze (Tanacetum cinerariifolium, Wucherblume) gewonnen werden.

    Pyrethrin ist auch bei niedriger Dosierung gegen Insekten rasch wirksam ("knock down"), dazu aber für Warmblüter nur wenig giftig. Pyrethrin ist ein Kontaktgift, das schon über die reine Anlagerung an den Insektenkörper wirksam wird. Der Wirkstoff ist ein Nervengift, der die Natriumkanäle in den Nervenmembranen blockiert. So können die Kanäle vom offenen Zustand aus nicht wieder geschlossen werden, was zu einem dauerhaften Ausstrom von Natrium führt. Die Nervenbahnen verlieren dadurch ihre Fähigkeit zur Weiterleitung von Reizen und das Insekt stirbt ab.

    Pyrethrin wirkt sehr schnell gegen fast alle Insekten, also auch gegen Nützlinge wie Marienkäfer und Bienen. Allerdings führt der typische Geruch zu einer insektenvertreibenden Wirkung (Repellent), wodurch beispielsweise die hohe Giftigkeit für Bienen im Freiland nicht zum Tragen kommt. Weil Pyrethrin zudem sehr giftig für Fische ist, darf es nicht ins Wasser gelangen.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.