Pankreatin

Allgemeines

Pankreatin eignet sich zur unterstützenden Behandlung chronischer Verdauungsstörungen. Diese werden durch einen Mangel an Verdauungsenzymen bei gestörter Funktion der Bauchspeicheldrüse hervorgerufen (exokriner Pankreasinsuffizienz). Die Enzymzusammensetzung von Pankreatin entspricht weitgehend den menschlichen Verdauungsenzymen.

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Verdauung fördern
  • Verdauungsbeschwerden lindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Pankreatin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Pankreatin nicht verwendet werden?

Die Wirkstoffkombination sollte nicht eingenommen werden bei akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), einem akuten Schub einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie bei Überempfindlichkeit gegen Pankreatin oder Schweinefleisch.

Als Injektion darf der Wirkstoff nicht verabreicht werden bei Kreislaufregulationsstörungen, zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie), Herzinfarkt und bei ausgedehnten Verbrennungen.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff kann auch bei Kindern angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Pankreatin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Pankreatin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei Patienten mit Mukoviszidose kann es zu Verschlüssen des Darmkanals (intestinaler Obstruktion) kommen.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Pankreatin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen sind nicht bekannt.

 

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Pankreatin wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

 

Welche Medikamente beinhalten Pankreatin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Pankreatin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 
Medikament
Darreichungsform
Granulatbeutel
Filmtabletten
Hartkapseln
Hartkapseln
Kapseln
Filmtabletten
Kapseln
magensaft­resistente Kapseln
magensaft­resistente Kapseln
magensaft­resistente Kapseln
Granulatbeutel
Mikrotabletten
magensaft­resistente Tabletten

 

So wirkt Pankreatin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Pankreatin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Verdauungsenzyme, zu welcher der Wirkstoff Pankreatin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Pankreatin

Pankreatin eignet sich zur unterstützenden Behandlung chronischer Verdauungsstörungen. Diese werden durch einen Mangel an Verdauungsenzymen bei gestörter Funktion der Bauchspeicheldrüse hervorgerufen (exokriner Pankreasinsuffizienz). Die Enzymzusammensetzung von Pankreatin entspricht weitgehend den menschlichen Verdauungsenzymen.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Pankreatin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Pankreatin

Pankreatin ist Pankreas-Pulver aus der Bauchspeicheldrüse von Säugetieren, zumeist vom Schwein. Es setzt sich aus mehreren Verdauungsenzymen zusammen, die zur Aufspaltung der Nahrung dienen und normalerweise von der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm abgesondert werden.

Die in Pankreatin enthaltenen Enzyme sind Lipasen (Fettspalter), Amylasen (Zuckerspalter) und Proteasen (Eiweißspalter). Lipasen sind Enzyme, die Lipide (Fette) wie zum Beispiel Triglyceride zu Glycerin und freien Fettsäuren umwandeln, welche dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Amylasen werden in der Mundspeicheldrüse (Speichel-Amylasen) und in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Amylasen) gebildet. Die Enzyme spalten die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate, sodass diese für den Körper verwertbar werden. Proteasen (auch: Peptidasen, Proteinasen, proteolytische Enzyme) sind Enzyme, die Proteine (Eiweiße) oder Peptide (aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle) spalten und so für den Körper verwertbar machen können.

Damit die Enzyme nicht im Magen von der Magensäure zerstört werden, erfolgt die Verabreichung in Pulver- oder Granulatform. Ein Erreichen des Wirkorts (Zwölffingerdarm und Dünndarm) ist so unbeschadet möglich.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.