Methylprednisolonaceponat

Allgemeines

Methylprednisolonaceponat wird in Form von Salben, Cremes, Lösungen und Milchemulsionen bei akuten und chronischen Hauterkrankungen eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Dazu gehören Ekzeme wie:
  • das Kontaktekzem (Kontaktallergie, etwa durch Nickel)
  • das toxische Ekzem (Schädigung durch Stoffe wie Gips oder Lösungsmittel)
  • das atopische Ekzem (wie etwa Neurodermitis)
  • das seborrhoische Ekzem (meist auf dem Kopf, verbunden mit einer Infektion durch Hautpilze).


Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Entzündungen hemmen
  • allergische Reaktionen hemmen
  • Juckreiz lindern
  • Ekzeme lindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Methylprednisolonaceponat im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Methylprednisolonaceponat nicht verwendet werden?

Methylprednisolonaceponat darf bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht eingesetzt werden.

Bei Kindern unter vier Monaten ist die Behandlung mit Methylprednisolonaceponat nicht gestattet. Kinder unter drei Jahren dürfen den Wirkstoff nicht als Fettsalbe oder Creme, sondern nur als Milchemulsion verwenden. Die Anwendung von Methylprednisolonaceponat als Lösung ist bei Patienten unter 18 Jahren nicht erlaubt.

Im Bereich der Augen sollte keine Behandlung mit Methylprednisolonaceponat erfolgen, da es sonst zu einer Augeninnendruckerhöhung (grüner Star) kommen kann.

Auch bei folgenden Hauterkrankungen darf Methylprednisolonaceponat nicht eingesetzt werden:
  • Hautveränderungen durch Tuberkulose oder Syphilis (wie etwa Hautausschlag)
  • Hauterkrankungen, die durch Viren bedingt sind wie Windpocken oder Herpes
  • Akne
  • Hautreaktionen nach Impfungen
  • Pilzinfektionen
  • Dermatitis perioralis (Hautentzündung im Mundbereich, die durch Kortikoide ausgelöst werden kann)
  • Rosazea, einer chronischen Erkrankung im Gesicht mit charakteristischer Rötung, Bildung von Pusteln sowie oberflächlich erweiterten Äderchen.
Bakterielle Hauterkrankungen und Pilzinfektionen müssen zusätzlich mit Antibiotika oder Mittel gegen Pilzerkrankungen behandelt werden.

Eine großflächige Auftragung von Methylprednisolonaceponat, besonders unter dicht verschlossenen Verbänden, sollte nur kurzzeitig erfolgen. In diesen Fällen muss genauso wie bei der Behandlung von offenen Wunden mit einer verstärkten Wirkstoffaufnahme in den Körper und dadurch mit verstärkten Nebenwirkungen gerechnet werden.


Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft ist die Anwendung von Methylprednisolonaceponat nicht erlaubt. In den nachfolgenden Monaten darf der Wirkstoff insbesondere bei großflächiger Anwendung (größer als 20 Prozent der Körperoberfläche) nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden. Methylprednisolonaceponat kann durch die Haut in den Körper der Schwangeren gelangen und so den Embryo schädigen. Als Lösung soll Methylprednisolonaceponat während der Schwangerschaft nicht länger als drei Wochen angewendet werden.

Methylprednisolonaceponat kann über die Muttermilch in den Säugling gelangen und dort Nebenwirkungen verursachen. Das gilt insbesondere für eine langfristige oder großflächige Anwendung unter verschlossenen Verbänden. Eine Verwendung des Wirkstoffs ist deshalb nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt erlaubt. Im Bereich der Brust darf Methylprednisolonaceponat in keinem Fall aufgetragen werden, um einen direkten Kontakt des Säuglings mit dem Wirkstoff zu vermeiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter vier Monaten dürfen nicht mit Methylprednisolonaceponat behandelt werden, da der Nachweis der Unbedenklichkeit für eine Anwendung in diesem Alter bislang noch nicht gezeigt wurde. Kinder unter drei Jahren dürfen den Wirkstoff nicht als Fettsalbe oder Creme, sondern nur als Milchemulsion verwenden. Die Anwendung von Methylprednisolonaceponat als Lösung ist bei Patienten unter 18 Jahren nicht erlaubt.

Welche Nebenwirkungen kann Methylprednisolonaceponat haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Methylprednisolonaceponat. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen (Hautreizungen, Juckreiz, Brennen, Rötung, Bläschen, Haarbalgentzündung).

Seltene Nebenwirkungen:
trockene Haut, Schuppung, Pigmentierungsveränderungen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe (bei längerer Anwendung oder Anwendung als Lösung):
Hautstreifenbildung (Striae), Hautrückbildung (Atrophie), Hautgefäßerweiterung, punktförmige Blutungen (Purpura), Steroidakne, Dermatitis perioralis, Körperbehaarungszunahme (Hypertrichose).

Welche Wechselwirkungen zeigt Methylprednisolonaceponat?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen von Methylprednisolonaceponat mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Der Wirkstoff sollte nicht großflächig (größer als 40 Prozent der Körperoberfläche), über einen zu langen Zeitraum oder unter verschlossenen Verbänden eingesetzt werden.
  • Infektionen durch Pilze und Bakterien müssen zusätzlich behandelt werden.
  • Der Wirkstoff darf nicht am Auge verwendet werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

So wirkt Methylprednisolonaceponat

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Methylprednisolonaceponat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Methylprednisolonaceponat gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Methylprednisolonaceponat

Methylprednisolonaceponat wird in Form von Salben, Cremes, Lösungen und Milchemulsionen bei akuten und chronischen Hauterkrankungen eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Dazu gehören Ekzeme wie:
  • das Kontaktekzem (Kontaktallergie, etwa durch Nickel)
  • das toxische Ekzem (Schädigung durch Stoffe wie Gips oder Lösungsmittel)
  • das atopische Ekzem (wie etwa Neurodermitis)
  • das seborrhoische Ekzem (meist auf dem Kopf, verbunden mit einer Infektion durch Hautpilze).


Zu folgenden Anwendungsgebieten von Methylprednisolonaceponat sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Methylprednisolonaceponat

    Methylprednisolonaceponat ist ein stark wirksames Glukokortikoid und wird nur äußerlich eingesetzt. Es zeichnet sich durch ein sehr günstiges Verhältnis von Wirkungen und Nebenwirkungen aus und wird daher auch als "soft steroid" (engl. für sanftes Steroid) bezeichnet. Der Wirkstoff hemmt Entzündungen. Diese können durch eine allergische Reaktion oder durch den Kontakt der Haut mit reizenden Stoffen (wie organischen Lösungsmitteln oder Nickel) ausgelöst werden. Infolge der entzündungshemmenden Wirkung von Methylprednisolonaceponat lässt auch der oft quälende Juckreiz nach.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.