Aluminiumhydroxychlorid

Allgemeines

Aluminiumhydroxychlorid wird bei Nierenerkrankungen eingesetzt. Es bewirkt, dass die Phosphatwerte im Blut niedrig bleiben oder eine erhöhte Konzentration gesenkt wird.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Phosphataufnahme aus dem Darm vermindern
  • erhöhter Phosphatkonzentration im Blut vorbeugen.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Aluminiumhydroxychlorid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Aluminiumhydroxychlorid nicht verwendet werden?

Aluminiumhydroxychlorid sollte nicht angewandt werden bei einem krankhaft verringerten Phosphatgehalt im Blut, bei Verstopfung sowie bei einer Verengung des Dickdarms.

Bei Säuglingen ist die Anwendung nicht gestattet.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Schwangere sollten diesen Wirkstoff nicht einnehmen. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Aluminium-Verbindungen sich schädlich auf die Nachkommen auswirken. Auch in der Stillzeit sollte auf die Einnahme verzichtet werden, da der Stoff in die Muttermilch übergeht.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff ist für Säuglinge nicht geeignet.

Welche Nebenwirkungen kann Aluminiumhydroxychlorid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Aluminiumhydroxychlorid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Nebenwirkungen ohne Angaben zur Häufigkeit:
Verstopfung, Phosphatmangel, Blutarmut.

Besonderheiten:
Bei regelmäßiger Anwendung können erhöhte Aluminiumwerte im Blut entstehen. So kann sich nach und nach Aluminium in Nervenzellen und Knochen einlagern. Die Folge können Vergiftungserscheinungen sein. Diese äußern sich durch Gehirnschädigungen mit Sprach-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen oder Knochenerweichungen (besonders bei Kindern).

Welche Wechselwirkungen zeigt Aluminiumhydroxychlorid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Aluminiumhydroxychlorid kann die Aufnahme anderer Wirkstoffe in den Körper erheblich beeinträchtigen. Das betrifft vor allem Antibiotika wie Tetrazykline, Ciprofloxacin, Ofloxacin und Norfloxacin.

Der Wirkstoff sollte daher immer im Abstand von einer bis zwei Stunden zu anderen Wirkstoffen eingenommen werden. Dieser Zeitabstand sollte ebenfalls eingehalten werden, wenn säurehaltige Getränke wie Obstsäfte oder Wein genossen wurden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Wegen möglicher Aluminiumvergiftung werden regelmäßige Untersuchungen der Nerven und der Knochen empfohlen.
  • Es ist auf einen Abstand von zwei Stunden zur Einnahme anderer Wirkstoffe zu achten.
  • Säurehaltige Getränke sollten kurz nach der Einnahme gemieden werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

So wirkt Aluminiumhydroxychlorid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Aluminiumhydroxychlorid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Aluminiumhydroxychlorid gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Aluminiumhydroxychlorid

Aluminiumhydroxychlorid wird bei Nierenerkrankungen eingesetzt. Es bewirkt, dass die Phosphatwerte im Blut niedrig bleiben oder eine erhöhte Konzentration gesenkt wird.

Phosphat ist ein Mineralstoff und natürlicher Bestandteil in der Nahrung. Im Körper spielt Phosphat eine wesentliche Rolle im Energiestoffwechsel und im Knochenaufbau. Phosphat wird in der Regel aus dem Darm aufgenommen und befindet sich dann zum überwiegenden Teil in Knochen und Zähnen, ein weiterer Teil zirkuliert im Blut. Für die Regulierung des Phosphathaushalts ist eine normale Nierenfunktion erforderlich. Kommt es bei Nierenschäden zu einer Erhöhung der Phosphatwerte, können Verkalkungen auftreten und zusätzlich das Nierenversagen weiter verschlechtert werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Aluminiumhydroxychlorid sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Aluminiumhydroxychlorid

    Bei verminderter Nierenfunktion kann es erforderlich werden, durch Dialyse die Aufgaben der Nieren zu ersetzen. Dabei ist es aus technischen Gründen allerdings besonders schwierig, überschüssiges Phosphat aus dem Körper zu entfernen. Aluminiumhydroxychlorid ist in der Lage, mittels seiner Aluminium-Ionen mit Phosphat im Darm das unlösliche Salz Aluminiumphosphat zu bilden. Diese unlösliche Verbindung kann nicht im Darm in den Körperkreislauf aufgenommen werden, sodass Phosphat mit dem Stuhlgang ausgeschieden wird. Die Menge an Phosphat, die dann noch über die Nieren oder die Dialyse ausgeschieden werden muss, ist deutlich geringer.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.