Arixtra 5mg/0,4ml / 7,5mg/0,6ml / 10mg/0,8ml Injektionslösung, Fertigspritze

Hersteller: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Fondaparinux
Darreichnungsform: Fertigspritze
Rezeptpflichtig

Wirkung

Arixtra 5mg/0,4ml / 7,5mg/0,6ml / 10mg/0,8ml Injektionslösung, Fertigspritze enthalten den Wirkstoff Fondaparinux. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Arixtra 5mg/0,4ml / 7,5mg/0,6ml / 10mg/0,8ml Injektionslösung, Fertigspritze.

Fondaparinux dient der Blutverdünnung. In niedrigen Dosierungen (5 Milligramm Fondaparinux/Milliliter) wird der Wirkstoff eingesetzt, um Venenverstopfungen vorzubeugen. Eine solche Maßnahme ist notwendig bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Venenverstopfungen haben oder aufgrund von Herzmuskelschwäche, einer akuten Atemwegsinfektion (beispielsweise Lungenentzündung) oder anderer Infektionen und Entzündungen länger bettlägerig sind. Auch vor größeren Operationen an den Beinen (bei Hüftbrüchen, größeren Knie- oder Hüftersatzoperationen) oder Eingriffen im Bauchraum wird der Wirkstoff eingesetzt, um Venenverstopfungen zu verhindern.

In höheren Dosierungen (ab 12,5 Milligramm Fondaparinux/Milliliter) behandelt man die Verstopfung tiefer Venen (auch in der Lunge bei Lungenembolie) mit dem Wirkstoff. Ausgenommen sind Patienten, bei denen der Blutfluss bereits stark eingeschränkt ist, die einer Auflösung von Blutklumpen (Thrombolyse) oder einer operativen Entfernung von Blutklumpen aus der Lungen bedürfen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fondaparinux sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Blutverdünner (Antikoagulantien), zu welcher der Wirkstoff Fondaparinux gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Verstopfungen tiefliegender Venen
  • Venenverstopfungen in der Lunge

Dosierung

Patienten mit einem Körpergewicht zwischen 50 und 100 Kilogramm erhalten einmal täglich 7,5 Milligramm Fondaparinux unter die Haut gespritzt. Für Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 Kilogramm beträgt die empfohlene Dosierung einmal täglich 5 Milligramm und für Patienten mit einem Körpergewicht über 100 Kilogramm einmal täglich 10 Milligramm.

Die Behandlung sollte mindestens über fünf Tage erfolgen. Parallel dazu (üblicherweise innerhalb von 72 Stunden) wird der Arzt schon mit der Gabe von Gerinnungshemmern zum Einnehmen (orale Antikoagulanzien) beginnen. Die Gabe der Spritzen wird so lange fortgesetzt, bis die eingenommenen Blutverdünner wirken.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind in Häufigkeit und Ausprägung von der Dosierung abhängig.

niedrig dosiertes Fondaparinux zur Vorbeugung
Häufige Nebenwirkungen:
Blutungen (nach Operationen), Blutarmut.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutungen (Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen, Bluthusten, Blut im Urin, blaue Flecke), Blutplättchen-Veränderungen (Mangel, Überschuss, Missbildung), Unterhautblutungen, Gerinnungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Blut-Leber-Enzymwerterhöhung, veränderte Leberfunktionstests, Hautveränderung (Rötung, Strukturveränderung), Juckreiz, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Fieber, Wundausfluss.

Seltene Nebenwirkungen:
Wundinfektionen (nach Operationen), allergische Reaktionen, Blut-Kalium-Mangel, Ängstlichkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerz, Verwirrung, Blutdruckabfall, Atembeschwerden, Husten, Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Magenschleimhautentzündung, Verstopfung, Durchfall, Blut-Bilirubin-Überschuss, Brustschmerzen, Müdigkeit, Hitzewallungen, Beinschmerzen, Schamteilschwellung, Erröten, Ohnmacht.

höher dosiertes Fondaparinux zur Behandlung von Venenverstopfungen
Häufige Nebenwirkungen:
Blutungen (Nasenbluten, Magen-Darm-Blutungen, Bluthusten, Blut im Urin, blaue Flecke, Scheiden- und Gebärmutterblutungen, Gelenkeinblutungen, Augenblutungen, Unterhautblutung).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutarmut, Blutplättchenmangel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen, Leberfunktionsstörung, Schmerzen, Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme).

Seltene Nebenwirkungen:
andere Blutungen (aus Leber, Brustfell, im Gehirn), Blutplättchen-Überschuss, allergische Reaktion, Erhöhung des Blut-Stickstoffgehalts (Maß für eine Nierenschädigung), Benommenheit, Hautausschlag mit Rötung, Reaktionen an der Injektionsstelle.

Wechselwirkungen

Das Blutungsrisiko erhöht sich bei gleichzeitiger Anwendung von Fondaparinux und Wirkstoffen, die zu einer verstärkten Blutungsneigung führen können. Dazu gehören Gerinnungshemmer aus den Gruppen der Fibrin-Auflöser (Fibrinolytika), GP IIb/IIIa Rezeptor-Antagonisten (Abciximab, Eptifibatid und Tirofiban), Heparin und seine chemischen Verwandten (Heparinoide und Desirudin).

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure, Clopidogrel, Dipyridamol, Sulfinpyrazon oder Ticlopidin und nicht-steroidale Antirheumatika müssen ebenfalls vom Arzt mit Vorsicht eingesetzt werden. Wenn eine gleichzeitige Anwendung erforderlich ist, muss die Blutgerinnung häufig ärztlich überprüft werden.

Gegenanzeigen

Fondaparinux darf nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • bestehenden starken Blutungen
  • akuter bakterieller Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)
  • schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 20 Milliliter/Minute).
Nur mit großer ärztlicher Vorsicht darf Fondaparinux angenwedet werden bei
  • Patienten, die ein erhöhtes Blutungsrisiko aufweisen. Ein solches besteht beispielsweise durch angeborene oder erworbene (auch als Medikamenten-Nebenwirkung) Gerinnungsstörungen, aktive Magen-Darm-Geschwüre, kurz zurückliegende Gehirnblutungen oder kurz zurückliegende operative Eingriffe am Gehirn, am Rückenmark oder am Auge.
  • Eingriffen, bei denen eine Rückenmarksbetäubung nötig ist wegen der Gefahr von Lähmungen durch Einblutungen in das Rückenmark
  • älteren Patienten, weil bei ihnen der Abbau und die Ausscheidung von Fondaparinux verzögert sein können
  • Nierenfunktionsstörungen mit einer Kreatinin-Clearance unter 50 Milliliter/Minute wegen des erhöhten Risikos für Blutungen und Venenverstopfungen
  • schwerer Leberfunktionsstörung
  • Patienten mit Blutplättchen-Mangel durch Heparin-Gabe.
Hinweise:
Fondaparinux darf nicht in die Muskeln eingespritzt werden, sondern ist nur unter die Haut zu spritzen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Tierexperimente zu Sicherheit und Verträglichkeit von Fondaparinux in der Schwangerschaft ergaben keine eindeutigen Ergebnisse. Daher darf der Wirkstoff in dieser Zeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden.

Fondaparinux geht bei Ratten in die Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob dies beim Menschen auch der Fall ist. Die Anwendung von Fondaparinux während der Stillzeit wird daher nicht empfohlen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Aufgrund des Fehlens von Studien zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Fondaparinux bei Kindern wird die Anwendung bis zum Alter von 17 Jahren nicht empfohlen.

Warnhinweise

  • Das Medikament darf nicht in Muskeln, sondern nur unter die Haut gespritzt werden.
  • Das Medikament darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
  • Das Medikament darf nicht eingefroren werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Fertigspritzen)
7 Stück Fertigspritzen
5 Milligramm Fondaparinux
7 Stück Fertigspritzen
7,5 Milligramm Fondaparinux
20 Stück Fertigspritzen
7,5 Milligramm Fondaparinux
7 Stück Fertigspritzen
10 Milligramm Fondaparinux

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Arixtra 5mg/0,4ml / 7,5mg/0,6ml / 10mg/0,8ml Injektionslösung, Fertigspritze sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Fondaparinux (ggf. auch Generika).


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.