- Home
- Krankheiten
- Häufige Erkrankungen des Darms
Diese 8 Darmerkrankungen sind besonders häufig
Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen: Hinter solchen Beschwerden stecken häufig Erkrankungen des Darms. Manche verlaufen harmlos und klingen rasch wieder ab, andere können chronisch werden oder ernsthafte Folgen haben.
Viele Darmerkrankungen verursachen ähnliche Symptome. Deshalb ist zunächst oft unklar, welche Ursache tatsächlich hinter den Beschwerden steckt. Umso wichtiger ist es, Warnsignale richtig einzuordnen und anhaltende Symptome ärztlich abklären zu lassen.
Welche Darmkrankheiten besonders häufig sind, zeigt diese Bildergalerie.
Häufige Darmerkrankung: Infektionen des Darms
Darminfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Darms. Auslöser sind meist Viren oder Bakterien, die Entzündungen im Verdauungstrakt hervorrufen. Typisch sind plötzlich einsetzender Durchfall, Bauchkrämpfe und Übelkeit. Während viele Magen-Darm-Infekte rasch abklingen, können manche Erreger schwere Entzündungen verursachen.
Blinddarmentzündung verursacht akute Bauchschmerzen
Wenn die Entzündung nur den Wurmfortsatz betrifft, handelt es sich um eine Blinddarmentzündung. Häufig entsteht sie, wenn der kleine Darmabschnitt verstopft ist und sich Bakterien vermehren. Typisch sind zunächst diffuse Bauchschmerzen, die später meist in den rechten Unterbauch wandern. Oft kommen Übelkeit, Appetitlosigkeit und Fieber hinzu. Ohne Behandlung droht in schweren Fällen ein Durchbruch des entzündeten Wurmfortsatzes.
Lesetipp: Diese Symptome sprechen für eine Blinddarmentzündung
Reizdarmsyndrom ist häufige Darmerkrankung
Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische Darmkrankheit. Sie äußert sich oft durch wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen sowie Durchfall oder Verstopfung. Die genauen Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Fachleute vermuten ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, etwa einer veränderten Darmflora oder einer erhöhten Empfindlichkeit des Darms. Viele Betroffene berichten zudem, dass Stress oder der Verzehr bestimmter Lebensmittel ihre Beschwerden verstärken.
Divertikulitis: Schmerzhafte Darmkrankheit
Bei einer Divertikulitis entzünden sich kleine Ausstülpungen der Darmwand, sogenannte Divertikel. Besonders häufig tritt die Erkrankung im höheren Lebensalter auf. Typisch sind Schmerzen im linken Unterbauch, oft begleitet von Fieber, Blähungen sowie Verstopfung oder Durchfall. Eine zeitnahe Behandlung ist wichtig, um Komplikationen wie einen Darmdurchbruch zu verhindern.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung: Morbus Crohn
Morbus Crohn zählt zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Die Krankheit tritt üblicherweise in Schüben auf. Betroffene leiden dann etwa unter Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust. Wie die Erkrankung genau entsteht, ist bislang ungeklärt. Rauchen gilt jedoch als wichtiger Risikofaktor. Heilbar ist Morbus Crohn zwar nicht, mit der richtigen Behandlung lassen sich die Beschwerden aber oft gut kontrollieren.
Colitis ulcerosa ist weitere chronische Darmkrankheit
Wie Morbus Crohn zählt auch Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Anders als bei Morbus Crohn beschränkt sich die Entzündung jedoch meist auf den Dickdarm und betrifft vor allem die Darmschleimhaut. Typisch sind blutige Durchfälle, krampfartige Bauchschmerzen und häufiger Stuhldrang. Die Erkrankung verläuft ebenfalls in Schüben und ist nicht heilbar. Aber auch in diesem Fall kann eine passende Therapie Betroffenen den Alltag oft erleichtern.
Zöliakie: Autoimmunerkrankung des Dünndarms
Zöliakie, auch Glutenunverträglichkeit genannt, ist eine chronische Autoimmunerkrankung des Dünndarms. Das Immunsystem reagiert überempfindlich auf Gluten, ein Eiweiß aus Getreidesorten wie Weizen oder Roggen. Schon kleine Mengen reichen aus, um Entzündungen der Dünndarmschleimhaut auszulösen. Häufig treten Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall auf. Unbehandelt nimmt der Darm wichtige Nährstoffe zunehmend schlechter auf, wodurch Mangelerscheinungen entstehen können. Entscheidend ist deshalb eine dauerhaft glutenfreie Ernährung.
Darmtumoren können gutartig oder bösartig sein
Im Darm können sich unterschiedliche Tumoren bilden. Manche sind gutartig und wachsen langsam, andere sind bösartig und werden als Darmkrebs bezeichnet. Besonders häufig entstehen solche Veränderungen im Dickdarm oder Enddarm. Beschwerden bleiben anfangs oft aus, weswegen Früherkennungsuntersuchungen eine wichtige Rolle spielen. Mögliche Anzeichen für Darmkrebs können Blut im Stuhl, Veränderungen des Stuhlgangs oder ungeklärter Gewichtsverlust sein.
Lesetipp: Diese Symptome weisen auf Krebs im Magen-Darm-Trakt hin
Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen: Hinter solchen Beschwerden stecken häufig Erkrankungen des Darms. Manche verlaufen harmlos und klingen rasch wieder ab, andere können chronisch werden oder ernsthafte Folgen haben.
Viele Darmerkrankungen verursachen ähnliche Symptome. Deshalb ist zunächst oft unklar, welche Ursache tatsächlich hinter den Beschwerden steckt. Umso wichtiger ist es, Warnsignale richtig einzuordnen und anhaltende Symptome ärztlich abklären zu lassen.
Welche Darmkrankheiten besonders häufig sind, zeigt diese Bildergalerie.
- Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten: Häufige Erkrankungen von Magen und Darm: https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/magen-darm/haeufige-erkrankungen.html (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von MSD Manual: Übersicht über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): https://www.msdmanuals.com/de/heim/verdauungsst%C3%B6rungen/chronisch-entz%C3%BCndliche-darmerkrankungen-ced/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-chronisch-entz%C3%BCndliche-darmerkrankungen-ced (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Reizdarmsyndrom: https://flexikon.doccheck.com/de/Reizdarmsyndrom (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der Schön Klinik SE: Morbus Crohn: https://www.schoen-klinik.de/morbus-crohn (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Zöliakie (Glutenunverträglichkeit): https://www.gesundheitsinformation.de/zoeliakie-glutenunvertraeglichkeit.html (Abruf: 05/2026)
K58|A09|K35|K57|K50|K51|C18